Felssturz
Mitglied
So vergänglich wie ein Windhauch
Die Zähne steckten noch immer im Fleisch ihres Unterschenkels, als sich der Hund plötzlich losriss.
„Der Hund stinkt wie eine Müllkippe!“, schrie sie aus voller Brust.
Blutstropfen traten aus den Löchern ihres Hosenbeins hervor.
Elfi setzte sich ins Gras und rief: „Hilfe!“
Ein Junge, vielleicht sechzehn oder siebzehn Jahre alt, wurde aufmerksam. Er stand mit einigen Gleichaltrigen bei einem alten Baum, dessen dichtes Kronendach einen großen Schatten warf.
Elfi legte sich ins Gras, ihr wurde übel.
„Bitte helft mir!“, schrie sie noch lauter.
Zögernd, aber neugierig machte sich der aufmerksame Junge auf den Weg.
„Ich habe heute mein Handy nicht dabei. Heute Morgen war der Akku leer.“
„Ich bin Elfi, wie heißt du?“
„Gehst du noch zur Schule?“
„Ich arbeite im Sacher.“
„Aua, das tut weh.“.
Hoffentlich kommt bald die Rettung.
Dieser scheußliche Köter hat wie eine Müllhalde gestunken.
Ich muss jedenfalls ins Krankenhaus, wer weiß, wo er seine Zähne zuletzt reingebissen hat.“
„Sind deine Freunde mit dir in derselben Klasse?“
„Au, das pocht so!“
„Wo bleibt die Rettung?“
„Ob die zu uns kommen?“
Was du für mich getan hast, ist viel mehr.“
„Deswegen hast du viel mehr getan, als du musstest.“
„Ich hatte große Angst, als der Hund seine Zähne in mein Fleisch biss.“
„Ich hatte große Angst, weil ich mich so hilflos fühlte.“
„Ich hatte große Angst, weil ich nicht wusste, ob ich Hilfe bekomme.“
„Du bist zu mir gekommen, hast die Rettung gerufen und mit mir gesprochen und mir damit meine Angst genommen.“
„Dafür danke ich dir.“
Ein lauer Windhauch war zu spüren, und das Mädchen löste sich vor seinen Augen auf, als wäre es niemals neben ihm gesessen.
„Ich danke dir, Tek“, hörte er noch so leise, dass er es nur noch als Gefühl wahrnahm.
Ende!
Die Zähne steckten noch immer im Fleisch ihres Unterschenkels, als sich der Hund plötzlich losriss.
„Der Hund stinkt wie eine Müllkippe!“, schrie sie aus voller Brust.
Blutstropfen traten aus den Löchern ihres Hosenbeins hervor.
Elfi setzte sich ins Gras und rief: „Hilfe!“
Ein Junge, vielleicht sechzehn oder siebzehn Jahre alt, wurde aufmerksam. Er stand mit einigen Gleichaltrigen bei einem alten Baum, dessen dichtes Kronendach einen großen Schatten warf.
Elfi legte sich ins Gras, ihr wurde übel.
„Bitte helft mir!“, schrie sie noch lauter.
Zögernd, aber neugierig machte sich der aufmerksame Junge auf den Weg.
- „Was ist los?“, fragte er aus einigen Metern Entfernung.
- „Wo hat er dich denn gebissen?“, fragte er, während sein Gesicht Ungläubigkeit zeigte.
- „Was!“, rief er aus. „Da ist überall Blut!“
- „Was soll ich denn tun?“, fragte er unsicher.
- „Okay! Hast du eine Nummer?“
- „Okay!“, sagte der pickelgesichtige Junge und wählte die Nummer.
- „Ich bin im Park im Schweizergarten.
- Da liegt ein Mädchen, ungefähr 16 oder 17 Jahre alt, im Gras.
- Ein Hund hat sie gebissen.
- Was soll ich tun?“
- „Okay, ich warte hier, bis sie kommen.“
- „Die kommen gleich!“
„Ich habe heute mein Handy nicht dabei. Heute Morgen war der Akku leer.“
- „Ah, okay!“
- „Okay!“
„Ich bin Elfi, wie heißt du?“
- „Eberhard, aber meine Freunde nennen mich Tek.“
„Gehst du noch zur Schule?“
- „Ja in die 8. Klasse Gymnasium.“
- „Und du?“
- „Kennt man das Kaffeehaus?“
- „Na ja, ich wollte nur wissen, in welchem Kaffeehaus du arbeitest.“
„Ich arbeite im Sacher.“
- „Ach im Sacher, das ist das berühmteste Kaffeehaus in Wien.“
„Aua, das tut weh.“.
- „Hast du Schmerzen?“, fragt der Junge wissend, dass diese Frage so überflüssig ist wie ein Pickel in seinem Gesicht.
Hoffentlich kommt bald die Rettung.
Dieser scheußliche Köter hat wie eine Müllhalde gestunken.
Ich muss jedenfalls ins Krankenhaus, wer weiß, wo er seine Zähne zuletzt reingebissen hat.“
„Sind deine Freunde mit dir in derselben Klasse?“
- „Ja, nur Joschi ist schon aus der Schule, der jobbt.
- Nichts Festes, seine Eltern zahlen alles, denn die sind stinkreich.“
- „In Favoriten neben dem Viktor-Adler-Platz.“
„Au, das pocht so!“
„Wo bleibt die Rettung?“
- „Die werden bald da sein.
- Mein Onkel ist bei der Rettung, der hat viel zu erzählen.
- Wenn er mal am Sonntag vorbeikommt.
- Einsätze, Verwundungen und so.“
- „Na ja, wie gesagt, die kommen bald.“
„Ob die zu uns kommen?“
- „Sicher!“
- „Was hältst du davon, wenn ich dich mal im Sacher besuchen komme?“
- „Ach, du nimmst mich auf den Arm.
- Von wegen Retter, ich habe doch nur die Rettung angerufen.“
Was du für mich getan hast, ist viel mehr.“
- „Ach, was habe ich schon gemacht?
- Mit dir in der Wiese sitzen und über dies und das reden.“
„Deswegen hast du viel mehr getan, als du musstest.“
- „Aber ich bin doch kein Retter.“
„Ich hatte große Angst, als der Hund seine Zähne in mein Fleisch biss.“
„Ich hatte große Angst, weil ich mich so hilflos fühlte.“
„Ich hatte große Angst, weil ich nicht wusste, ob ich Hilfe bekomme.“
„Du bist zu mir gekommen, hast die Rettung gerufen und mit mir gesprochen und mir damit meine Angst genommen.“
„Dafür danke ich dir.“
Ein lauer Windhauch war zu spüren, und das Mädchen löste sich vor seinen Augen auf, als wäre es niemals neben ihm gesessen.
„Ich danke dir, Tek“, hörte er noch so leise, dass er es nur noch als Gefühl wahrnahm.
Ende!