Sozialstunden

anemone

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Die richterliche Anordnung war gefällt:

„Wegen Verweigerung der Sicht in die Unterlagen ergeht folgender richterliche Befehl: Der Angeklagte hielt es nicht für notwendig seine Dokumente hier persönlich zu zeigen. Es wäre dringend erforderlich gewesen Einsicht in die Papiere des Angeklagten zu nehmen. Außerdem ergeht das Urteil wegen Verweigerung der Auskunftspflicht an den Angeklagten. Aus dem Grund muß mit einer Strafe in Form von Sozialstunden gerechnet werden.“ So stand es in dem Brief, den Thorsten in seinem Briefkasten fand. Thorsten war darüber sehr erbost. Warum entzog man ihm sämtliche Freiheiten? Er hatte keine Lust zu diesem Gericht zu laufen um dort zu beweisen, dass er Thorsten Ratzke war, das wusste doch jeder, was ging es den Richter an.

Doch am Wochenende war es wieder genauso. Er musste, ob er wollte oder nicht seinen Ausweis dem städtischen Gärtner zeigen, der ihn zur Arbeit einteilte und das alles nur, weil er sich nicht persönlich vorgestellt hatte. Ein ganzes Wochenende ohne Freude, nur Gartenarbeit in den städtischen Anlagen? Ach, wär er doch besser kurz zum Sehen dort hingegangen. Es hätte sicher nicht lange gedauert!
 

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