Stillness of Mind - Sonett

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Walther

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Stillness of Mind

Die Hügelwellen ruhen sanft und leise
Im weiten Rund: Der Blick reicht weit und weiter.
Die Sonne kitzelt Wolken und scheint heiter.
Der Fluss im Tal schickt Träume auf die Reise.

Am Walnussbaum steht einsam eine Leiter.
Die Amsel zwitschert und die kleine Meise
Pickt aus dem Moos sich ihre Lieblingsspeise,
Als Pferdeäpfel dampfen: Doch kein Reiter

Ist weit und breit zu sehen, nur zu hören.
Dann ist es wieder still: Ein Atemholen
Huscht flüchtig durch die Landschaft, will beschwören,

Dass nichts geschehen kann: Auf leisen Sohlen
Kommt jetzt ein Fuchs und wittert. Zum Betören
Ist dieser Morgen da: Er ist gestohlen.
 

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