Tapetenwechsel

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Anonym

Gast
Tapetenwechsel

Nebenan ist ein Mann verstorben.
Sie sagten, er habe ungesund gelebt,
zuviele Chemikalien,
die vom Himmel fielen eingeatmet.

Ich kannte ihn nur einsam und verschlossen.
Sein Herz hatte aufgehört zu schlagen,
es hatte keine Kraft mehr
sich und andere zu bekämpfen.

Ich begann mein Haus
in bunten Farben zu streichen,
stellte Blumen auf den Tisch,
richtete es neue ein.

Das Unkraut wuchert weiter in meinem Garten......
 

Anonym

Gast
richtete es 'neue' ein

da scheint mir ein zweites 'e' hineingerutscht.
 

Anonym

Gast
Tapetenwechsel

Nebenan ist ein Mann verstorben.
Sie sagten, er habe ungesund gelebt,
zuviele Chemikalien,
die vom Himmel fielen eingeatmet.

Ich kannte ihn nur einsam und verschlossen.
Sein Herz hatte aufgehört zu schlagen,
es hatte keine Kraft mehr
sich und andere zu bekämpfen.

Ich begann mein Haus
in bunten Farben zu streichen,
stellte Blumen auf den Tisch,
richtete es neu ein.

Das Unkraut wuchert weiter in meinem Garten......
 

Anonym

Gast
du musst noch ein wenig an deinem text arbeiten.

hier ein paar gedanken dazu:

Im Haus nebenan starb ein Mann.
Sie sagten, er habe ungesund gelebt.
Zu viele Chemikalien.

Ich kannte ihn nur einsam, verschlossen.
Wahrscheinlich hatte sein Herz
schon vor seinem Tod aufgehört zu schlagen.

Mit ihm ging dieses Ungewisse,
Schattenhafte.

Ich begann mein Haus
in bunten Farben zu streichen,
stellte Blumen auf die Fensterbank.

Das Unkraut wucherte weiter im Garten nebenan.
 

Anonym

Gast
Danke Otto für deine Gedanken.

In meinem Text spielt der Nachbar nicht die Hauptrolle.

Schöne Ostern :)
 

Anonym

Gast
Hmm...es liest sich aber so als ob das Hinscheiden dieser Person der Antrieb zu...

Ich begann mein Haus
in bunten Farben zu streichen,
stellte Blumen auf die Fensterbank.

...seien. Ich wüsste auch nicht, wie man deinen Text anders verstehen sollte.

Schöne Ostern

Otto
 

Anonym

Gast
Das lyrische Ich sieht sich selbst im Nachbarn. Nach außen hin scheint es so als ob der Mann nebenan gestorben wäre weil er ungesund gelebt habe. Jedoch ist er an Einsamkeit zerbrochen, die er sich selbst auferlegt hat. Versteckt hinter unzähligen Masken, um ja nicht zu zeigen wie zerbrechlich und ängstlich er doch in Wirklichkeit ist. Das lyrische Ich versucht indes nicht so wie der Nachbar zu enden und schafft sich eine Trennung von der Trennung, indem es sich neu einrichtet, die Wände neu streicht. Jedoch wird dies nicht von Dauer und Erfolg sein, weil es nur an der Oberfläche passiert und nicht in der Tiefe.

Aber ich gebe dir natürlich recht, der Text ist noch sehr verschlüsselt und uneins.

Danke nochmal für deine Zeit.
 

Anonym

Gast
Wow. Das ist ja Stoff für die Kurzprosa.

Jetzt aber ab zu den Osterhasen.

LG Otto
 

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