Tierwelt Theaterstück

anemone

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Szene 1

Wüterich: Wildschwein
„Stümper! Stümper!“ (raschel, raschel, such such)
„Wo steckt diese miese Ratte, wenn ich die erwische?“

Krähe Kracks:
„Was hast du nur, Wüterich? So ein Wildschwein wie du, kann doch nicht ständig so wütend sein!“

Wüterich:
„Ich bin so wütend, wie ich will und wenn ich diese miese Ratte erwische, mache ich Hackfleisch aus ihr.“

Krähe Kracks:
„Das traue ich dir sogar zu, das bedarf gar keiner Frage. Schließlich bist du hier im Umkreis das wildeste Schwein, das Gott unter der Sonne hat. Ich, als Krähe hier kann das beurteilen, weil ich mich in der Gegend hier voll auskenne.“

Wüterich:
„Verschone mich mit deinem Gezwitscher! Zwitschere anderen in den Ohren herum, aber nicht mir. Hast du mich verstanden? Verzisch dich!“

Krähe Kracks:
„Na gut, wenn du es so willst! Bitteschön. Ich hätte dir bei der Suche nach Stümper ja helfen können, aber ganz wie du willst!“ (abdampfen)

Wüterich:
„Ganz wie du willst! Ganz wie du willst!“ (nachäffen) „Diese Nervensäge Kracks redet den ganzen Tag von morgens bis abends. Von wegen helfen! Das ich nicht lache! Die Würmer fressen, die ich bei der Suche aufbuddele und mir mächtig auf die Nerven gehen!“


Szene 2
Ratte Stümper:
„Hahaha, da sucht das Blödschwein nach mir! Aber dieser Wüterich wird mich nicht finden! Es macht Laune ihn wütend zu machen! Wildschweinchen wird ja leicht wütend, aber diesmal hatte es auch allen Grund dazu! Ich habe nämlich in der Erde den Baum abgenagt, an den es sich ständig die Schwarte kratzt. Ist es meine Schuld, dass es dabei vom Baum fast erschlagen wurde? Muss es sich ausgerechnet dort kratzen, wo ich arbeite? Selbst Schuld, kann ich da nur sagen!“

Krähe Kracks:
„Hey, Ratte, mit wem redest du denn da? Führst du Selbstgespräche?“

Ratte Stümper:
„Ach, Kracks, hast du dich mal wieder ordentlich satt gefressen bei Wüterich?“

Krähe Kracks:
„Ja, aber jetzt hat er mich gefeuert. Ich ging ihm mächtig auf die Nerven. Lass dich bloß nicht von ihm erwischen! Aus lauter Wut würde er dich sicher zerfleischen. Hast du mit Absicht seinen Lieblingsbaum angenagt?“

Ratte Stümper:
„Ach, mit Absicht, mit Absicht! Was denkst du von mir! Der Baum war krank, er musste weg! Seine Rinde war vom vielen kratzen schon abgeschabt. Die Ameisen beschwerten sich schon. Sie kamen die Rinde nicht mehr hinauf.“

Krähe Kracks:
„Warum hast du dann den Baum nicht gleich ganz durchgenagt? Warum so stümperhaft?“

Ratte Stümper:
„Wozu? Weshalb soll ich so hart arbeiten, wenn Wüterich für mich den Rest der Arbeit erledigt und außerdem, warum heiße ich Stümper?“
 

anemone

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Tierwelt Szene 3

Sprecher:
Schon geraume Zeit sieht man Krax aufgeregt von Baum zu Baum fliegen. Es muss ein besonderer Tag sein. Irgendetwas liegt in der Luft. Mal sehen, was die anderen Tiere so treiben!

Wüterich:
„Was nützt mir eine Schweinekuhle ohne Wasser! Kann mir das mal jemand sagen? Ich brauche ein Bad, mir juckt die Schwarte! Ich wette, dieser Nager steckt wieder mal dahinter. Der Boden sieht aus wie ein Sieb, überall kleine Löcher. Aufspießen werde ich diesen Stümper. An meinen widerspenstigen Borsten werde ich ihn aufspießen, wenn ich ihn nur erwische!“

Sprecher:
Bei Wüterich scheint alles in Ordnung zu sein. Mal sehen, wie es bei Stümper aussieht!: Nanu, ich glaube, dort liegt das Problem, Stümper scheint verschwunden zu sein!

Krähe Krax:
„Jetzt habe ich aber auch wirklich schon jeden gefragt: Keiner weiß, wo Stümper ist. Selbst die Mäuse haben ihn nicht gesehen! Wüterich wird doch wohl kein Hackfleisch aus ihm gemacht haben! Ich muss ihn mal fragen!“

Wüterich:
„Was denn? Diese miese kleine Ratte suchst du? Dann such mal schön weiter und wenn du sie hast, dann bringe sie mir zum Abendessen! Ich werde sie mit Genuss verspeisen! Meine Kratzbäume nagt der Stümper an, dass sie mir auf dem Kopf fallen und meinen Suhl legt er trocken, damit ich mir die juckende Schwarte nicht mehr abkühlen kann. Ich habe eine Stinkwut auf diesen Nager. Hau bloß ab!“

Krähe Krax:
„Wenn Wüterich schnauft, dann kann man besser das Weite suchen, sonst schmeißt er mit Erde um sich. Meine Federn mögen das nicht! Außerdem hindert das beim Fliegen. Was hat er gesagt? Stümper hat den Suhl trockengelegt? Wie hat er das denn angestellt? Dann muss Stümper ja ganze Arbeit geleistet haben! Das passt doch gar nicht zu ihm!“

„Halt, du Wurm! Dich hab ich. Du kommst mir nicht davon!“

Wurm:
„Dann friss mich schon, du Vogel! Wieso lässt du mich so lange zappeln?“

Krähe Krax:
„Mir kommt da so eine Idee. Du könntest mir helfen, den Stümper zu finden!“

Wurm:
„Was denn, die Ratte? Sie ist für mich genauso gefährlich wie du. Wenn sie mich erwischt, bin ich erledigt!“

Krähe Krax:
„Wenn du einen schönen Gruß von mir bestellst, lässt sie dich am Leben. Außerdem brauchst du nur deine Freunde fragen. Irgendein Wurm wird sicher heute schon Bekanntschaft mit ihr gemacht haben.

Ich verspreche dir, dass ich bis du wiederkommst nur Engerlinge und Käfer fressen werde und von mir hast du nichts zu befürchten!“

Wurm:
„Na gut, dann lass mich los! Wir treffen uns an der gleichen Stelle wieder. Lauf also nicht weg! Wir Würmer haben eine gute Telefonleitung. Ich heiße übrigens Pier.
 

anemone

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Tierwelt Szene 4 und 5

Wurm Pier:
Telefondepesche
Achtung – Achtung – Erbitte Nachricht an Pier –
Wo ist Ratte Stümper gesehen oder gehört worden?
(krächts – krächts – knack – knack – tack – tack – zisch – zisch)

Wurm Knack:
„Ächts, ächts (lautes schnelles atmen) „Hallo Pier! (schnauf, schnauf) Hier spricht Knack. (lautes Glucksen) (stöhn)
Wenn du ein Glucksen in der Leitung hörst, so ist das unsere neueste Katastrophenmeldung. Wir haben im Moment gar keine Zeit uns nach Stümper zu erkundigen. Wir müssen retten, was noch zu retten ist. Unter der Erde stehen alle Gänge und Erdlöcher unter Wasser oder sind verschlammt. Es soll Mäuse geben, die in ihren Erdlöchern ertrunken sind. Hier geht alles drunter und drüber. Käfer huschen aufgeregt vorbei. Die Grillen zirpen wie wild und alles ist in heller Aufregung. Wenn du und deine Leute helfen wollen, dann begebt euch zum Wildschweingehege. Dort unter der Erde ist der Teufel los.
Das war’s, ich werde gebraucht, bis bald. Viele Grüße – over –

Szene 5
Wurm Pier: „Hey, Krähe!“
Krähe Krax: „Was gibt es?“

Wurm Pier:
„Es gibt schlimme Nachrichten vom Wildschweingehege. Alle Kleintiere sind in heller Aufregung, weil unterirdisch alles überflutet wurde. Vielleicht ist diese Ratte Stümper ja ebenfalls in einer Flutwelle ertrunken!"

Krähe Krax:
„Komisch, dass man auf der Erde von diesem Chaos nichts mitbekommt. Beim Wildschwein sieht alles ganz friedlich aus. Ich habe sein Gehege doch schon mehrfach überflogen.“

Wurm Pier:
„Also nichts für ungut, mehr kann ich für dich nicht tun! Ich empfehle mich jetzt, bevor dich der Hunger überkommt.“

Krähe Krax:
„Ja, danke für die Auskunft. Ich weiß jetzt jedenfalls, wo ich nach Stümper suchen muss.“
 

anemone

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Szene 6

Krähe Krax:
„Ich sitze hier auf dem Ast von Wüterichs neuestem Kratzbaum. Wüterich schnaubt immer noch in der Gegend herum und merkt gar nicht, was rings herum alles los ist. Na, ich habe es ja auch nicht bemerkt. Selbst beim ausgiebigstem Suchen nach Stümper ist es mir nicht aufgefallen, dass bei den Kleintieren und Insekten unter der Erde eine Katastrophe herrscht. Aber wenn man genau, wirklich ganz genau hinsieht, bekommt man schon eine Menge davon mit. Da drüben zum Beispiel mühen die Ameisen sich ab. Sie tragen jede Menge toter Käfer, Ameisen und Engerlinge an die Erdoberfläche. Wenn man sieht, wie sie sich abplagen, vergeht einem der Appetit auf diese Leckerbissen. Eine Hamsterfamilie läuft wie besessen in der Gegend herum, um Vorräte zu sammeln. Sicher hat das Wasser die Vorratskammer unter der Erde überspült.
Hey, Hamster!“

Hamster:
„Halt mich nicht auf, keine Zeit!“

Krähe Krax:
„Ich weiß, sag mir nur, ob du die Ratte Stümper gesehen hast!“

Hamster:
„Ja, irgendwann, irgendwo!“

Krähe Krax:
„Lauf ruhig weiter, ich fliege dir hinterher! Überlege mal, wann, wo und wie es war!“

Hamster:
„Irgendwie, ja, irgendwie hab ich sie gesehen. Nun lass mich, ich habe andere Sorgen. Alle Körner für den Winter sind vom Wasser durch die Gänge weggespült worden. Ich muss neue Nahrung sammeln. Ich muss neue Vorratskammern bauen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll! Ich weiß gar nicht, wo ich jetzt noch Körner finden soll! Störe mich nicht mehr! Ich muss nachdenken!“

Krähe Krax:
„Hamster, ich weiß, wo es Mais gibt. Ich besorge dir welchen, wenn du mir sagst, wo Stümper war.

Hamster:
„Stümper, ach ja, die Ratte. Sie war beim Igel! Ich bin sicher, dort habe ich sie gesehen. Ja, dort habe ich sie gesehen. Sie lag dort, ja, sie lag dort.“

Krähe Krax:
„Ich werde gleich hinfliegen, danke!“

Hamster:
ruft ihr nach: „Vergiss die Maiskörner nicht, vergiss sie nicht!“

Krähe Krax:
„Ich lege sie unter den Kratzbaum, heute abend sind sie dort!"
 

anemone

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Szene 7 und 8

Krähe Krax:
„Iiigel, Iiiiiigel! Wo steckt er nur? Er wohnt doch immer hier. Wo kann ich ihn nur finden?
Was liegt denn da drüben für eine kleine braune Kugel?
Hey, Igel. Warum hast du dich so zusammengerollt? Hey, gib doch mal Antwort! Nichts zu machen. Er muss Angst haben. Vor mir hat Keiner Angst. Warum verhält er sich so sonderbar?
Na, ich werde zuerst einmal Maiskörner holen. Vielleicht mag sie der Igel ja auch und kommt dann wieder zu sich.

Szene 8

Krähe Krax:
„Ich muss mich beeilen, der Maishäxler ist schon unterwegs oder woher kommt dieser ohrenbetäubende Lärm? Nein, es ist kein Maishäxler. Da arbeitet jemand wie ein Wilder und man sieht ihn nicht. Ganze Maisreihen fallen nach und nach um. Von hier oben kann ich nichts erkennen, ich muss mal unten auf den Boden.
Nanu, dieser lange dunkle Schwanz und dieses Nagegeräusch? Stümper, bist du das? Was treibst du hier?

Ratte Stümper:
„Hy Krax! Ich brauche neue Vorräte für meine Vorratskammern, meine alten sind verschwunden.

Krähe Krax: „Ja, ich weiß. Ich glaube, diesmal hast du etwas Schlimmes angestellt.

Ratte Stümper:
„Aber ich wollte das nicht, bestimmt nicht! Ich wollte Wüterich nur wieder ein bisschen ärgern. Ich habe nicht daran gedacht, dass das Wasser aus seiner Schweinekuhle alle Vorratskammern und Gänge überspült. Ich möchte mich am Liebsten verstecken. Alle Tiere werden jetzt böse auf mich sein. Der Igel hat auch schon mit mir geschimpft. Ich habe ihm Mais versprochen und will ihm eine neue Vorratskammer graben.

Krähe Krax:
„Dann lass uns keine Zeit verlieren. Wir müssen so schnell wie möglich den Mais zu den Tieren bringen, damit sie für den Winter wieder Vorräte haben. Bald wird der Mais geerntet und dann gibt es für uns alle nichts mehr zu holen.
 

anemone

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Szene 7 und 8

Krähe Krax:
„Iiigel, Iiiiiigel! Wo steckt er nur? Er wohnt doch immer hier. Wo kann ich ihn nur finden?
Was liegt denn da drüben für eine kleine braune Kugel?
Hey, Igel. Warum hast du dich so zusammengerollt? Hey, gib doch mal Antwort! Nichts zu machen. Er muss Angst haben. Vor mir hat Keiner Angst. Warum verhält er sich so sonderbar?
Na, ich werde zuerst einmal Maiskörner holen. Vielleicht mag sie der Igel ja auch und kommt dann wieder zu sich."

Szene 8

Krähe Krax:
„Ich muss mich beeilen, der Maishäxler ist schon unterwegs oder woher kommt dieser ohrenbetäubende Lärm? Nein, es ist kein Maishäxler. Da arbeitet jemand wie ein Wilder und man sieht ihn nicht. Ganze Maisreihen fallen nach und nach um. Von hier oben kann ich nichts erkennen, ich muss mal unten auf den Boden.
Nanu, dieser lange dunkle Schwanz und dieses Nagegeräusch? Stümper, bist du das? Was treibst du hier?"

Ratte Stümper:
„Hy Krax! Ich brauche neue Vorräte für meine Vorratskammern, meine alten sind verschwunden.

Krähe Krax:
„Ja, ich weiß. Ich glaube, diesmal hast du etwas Schlimmes angestellt."

Ratte Stümper:
„Aber ich wollte das nicht, bestimmt nicht! Ich wollte Wüterich nur wieder ein bisschen ärgern. Ich habe nicht daran gedacht, dass das Wasser aus seiner Schweinekuhle alle Vorratskammern und Gänge überspült. Ich möchte mich am Liebsten verstecken. Alle Tiere werden jetzt böse auf mich sein. Der Igel hat auch schon mit mir geschimpft. Ich habe ihm Mais versprochen und will ihm eine neue Vorratskammer graben.

Krähe Krax:
„Dann lass uns keine Zeit verlieren. Wir müssen so schnell wie möglich den Mais zu den Tieren bringen, damit sie für den Winter wieder Vorräte haben. Bald wird der Mais geerntet und dann gibt es für uns alle nichts mehr zu holen.
 

anemone

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Szene 9 - Ende

Sprecher:
So haben die Beiden jetzt mächtig viel zu tun. Die Ratte stopft sich den Mais in ihre Backen, nagt die Maiskolben klein und auch Krax schuftet schwer, indem er zuerst alles Essbare vom Feld weg an einen sicheren Ort fliegt.
Maus:
„Hey, hallo ihr beiden. Ich glaube nicht, dass ihr noch neue Vorratskammern braucht. Die Schnecken prophezeien, dass die Überschwemmungen bald aufhören. Bald werden alle Gänge und Kammern wieder trocken sein. Die Schnecken bieten sich an, den Schlamm zu entfernen. Natürlich nicht ohne Belohnung. Das Problem sind jetzt nur noch die Vorräte.“

Ratte:
„Die Vorräte sind kein Problem mehr, wenn alle mithelfen, den Mais wegzuschaffen. Es ist noch genug Mais für uns alle da. Aber es muss schnell gehen.“

Krähe Krax:
„Super, ich werde die Würmer informieren, dass alle hier mithelfen sollen.“

Szene 10
Sprecher:
So fliegt die Krähe wieder einmal zum Wildschweingehege um Wurm Pier zu treffen. Es klappt ausgezeichnet. Im Nu hat Wurm Knack eine neue Telefondepesche:
An alle Winterschläfer und wassergeschädigten Lebewesen unter dem Wildschweingehege!
Tack – tack –tock – tock – zisch – zisch
Sofort Vorräte einsammeln am Maisfeld – Stopp
Winterschläfer zuerst – Stopp
Alle sollen mithelfen – Stopp
Bitte in Reihe aufstellen bis zum Maisfeld- Stopp
Kette bilden – Stopp
Ruhe bewahren – Stopp
Es ist genug für alle da – Stopp
Sofort anfangen!

Sprecher:
Das klappt wirklich ausgezeichnet. Die ganze Gesellschaft ist gekommen, um zu arbeiten. Die Krähe Krax und ihre Brüder und Schwestern führen die Oberaufsicht. Alle Nager sind damit beschäftigt den Mais schon am Boden abzunagen. Die Mäuse zerstückeln die Maiskolben und Stück für Stück werden sie weitergereicht bis zum nächsten Tier. Die Tierkette reicht vom Maisfeld bis zum Wildschweingehege.

Wüterich:
der aus seinem eingezäunten Gelände nicht heraus kann: „Was ist denn hier los? Seid ihr jetzt total übergeschnappt? Warum stapelt ihr den Maishaufen direkt vor meinem Zaun auf?“

Krähe Krax:
„Halt uns nicht auf! Es wird bald dunkel und sicher kommt morgen schon der Maishäxler. Alle Tiere helfen, da wirst du doch wenigstens jetzt nicht quertreiben wollen!“

Sprecher:
Unter der Erde stopfen inzwischen Ameisen und Würmer sämtliche Vorratskammern mit Mais voll. Viele Vögel springen ein, um den erschöpften Tieren über der Erde zu helfen. Sie schaffen zwar immer nur ein Korn weg, fliegen aber unermüdlich hin und her. Bald liegen sie alle erschöpft in ihrer Behausung und sind vom Überlebenskampf total erledigt.

Am nächsten Morgen werden die meisten Tiere schon früh von einem Höllenlärm geweckt. Es muss der Maishäxler sein, der sich langsam am Wildschweingehege entlang fortbewegt.
Alles was fliehen kann läuft und huscht vor dem Gefährt davon.
Doch was ist das? Wie eine Furie saust eine dicke braune längliche Kugel vor lauter Angst in den Zaun des Wildschweingeheges und bleibt auf der Stelle liegen.

Die Tiere eilen neugierig herbei, um sich dieses Wesen zu betrachten.

Krähe Krax:
befindet sich natürlich als erste an der Stelle: „Hey, was haben wir denn da?“
Sie pickt vorsichtig in das Bündel und es bewegt sich leicht. Es atmet schwer.

„Wüterich, schau dir das mal an!“ ruft sie dem ständig übelgelaunten Gesellen zu.

Wüterich:
„Was willst du von mir, du Nervensäge?“ Er denkt nicht daran, auf ihr Rufen hin zu kommen.

Sprecher:
Inzwischen haben sich schon einige Tiere an der Unfallstelle eingefunden. Sie versuchen zu helfen, denn diese Wildschweindame scheint sich im Zaun total verfangen zu haben. Während Krax mit dem Schnabel den Zaun auseinanderzieht, versuchen sie die darunter befindliche Erde loszuschaufeln, damit das Tier sich wenigstens in das Gehege befreien kann.

Ratte:
nagt den Zaun auf und ruft ärgerlich dem Wildschwein Wüterich zu: „Du stures bockiges Schwein, Kannst du denn wenigstens mal kommen?“

Wüterich:
„Mit dir bin ich fertig, Ratte, du hast mich lange genug geärgert!“
Doch da jetzt alle Tiere ihn lieb bitten zu kommen, nähert er sich dem Zaun und bleibt auf der Stelle erstaunt stehen.
Wüterich schaut in ein Paar wunderschöner Schweinsaugen. Ihm bleibt vor Herzklopfen die Luft weg. Nun drängen die Tiere auf Hilfe.

Wüterich grunzt mit zuckersüßer Stimme diese Wildschweindame an. Erschöpft grunzt sie zurück. Er schiebt seine Hauer unter den Zaun und reißt ihn hoch, dass sie sich nur noch in sein Gehege rollen muss.

Alle Tiere applaudieren nach der gelungenen Rettung und ziehen sich diskret zurück, nachdem Wüterich sie mit seiner freundlichen Art verjagt hat.

Sprecher:
Natürlich, wie kann es anders sein, schafft die Wildschweindame es aus Wüterich einen recht umgänglichen und angenehmen Keiler und Familienvater zu machen, der mit ihr die sechs Frischlinge gemeinsam großzieht und mit denen er weiterhin sein Leben und sein Wildschweingehege teilt.
 

flammarion

Foren-Redakteur
Teammitglied
also

ich finde das stück recht reizvoll. ich kenne hier in berlin einen puppenspieler, dem es sicher auch gefällt. darf ich ihm deinen text geben? ganz lieb grüßt
 

anemone

Mitglied
hallo Marion,

würde schon gerne wissen, wenn das Stück irgendwo gespielt wird. Die Rechte daran habe ja nach wie vor ich. Aber der Puppenspieler kann sich ja bei Interesse über meine E-mail mit mir in Verbindung setzten.

liebe Grüße
 

flammarion

Foren-Redakteur
Teammitglied
wie jetzt?

verstehe ich richtig, daß du mir deine mail-adresse schickst und ich gebe sie dem puppenspieler? würde ich gern machen. einfacher wäre aber, wenn ich ihm den ausgedruckten text geben dürfte, dann weiß er gleich, worum es sich handelt. noch habe ich den text nicht ausgedruckt, dazu erbitte ich deine erlaubnis. ohne sie bleibt der text in der lupe, das verspreche ich. lg
 

 
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