Tiffi und der Schlafanzug

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rogathe

Mitglied
Tiffi und der Schlafanzug

Hallo, ich heiße Tiffi und möchte euch von meinem Abenteuer erzählen. Es fing damit an, dass ich den kuscheligsten Schlafanzug der Welt geschenkt bekam, rosa mit lila Sternen. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich ihn gar nicht mehr ausziehen wollte. Mama und Papa lachten und meinten, nun könnten sie meine anderen Kleidersachen verschenken, aber das wollte ich dann doch nicht. Also haben wir Pyjamatage vereinbart, die ich mir selbst aussuchen darf, wie gestern.

Weil Mama ihren freien Tag hatte, konnten wir ganz lange zusammen frühstücken. Später gngen wir einkaufen. Klar trug ich dabei meinen Schlafanzug. Beim Metzger fragte mich die Verkäuferin, ob ich schon wach genug sei für ein Stückchen Wurst. So was dämliches, natürlich war ich das. Im Obstladen bekam ich Kirschen, die ich mir sogleich über die Ohren hängte. Kirschen passen sehr gut zu lila Sternen, finde ich. Danach kaufte mir Mama ein neues Malheft, in dem ein lustiges Mädchen mit Knollennase und Sommersprossen abgebildet war. Zuhause malte ich seine Hose grün, den Pulli orange und die Schuhe blau. Dann gab es Essen.

Als ich in mein Zimmer zurückkehrte, saß das bunte Mädchen im Schneidersitz auf meinem Tisch.

"Da bist du ja endlich!", schimpfte es ungeduldig.

"Huch!" antwortete ich erschrocken.

"Von wegen, huch!", fuhr es ärgerlich fort, "Was fällt dir ein, mich so schußlich anzumalen. Ich will genauso aussehen wie du in deinem Schlafanzug."

"Äh, Entschuldigung, das kann ich doch nicht ahnen", entgegnete ich. "Wieso bist du nicht mehr im Malheft?"

"Genau darum! Ich hätte gleich abhauen sollen, als ich dich mit den Buntstiften kommen sah. Jetzt nimm deinen Radierer und dann male mich rosa mit lila Sternen!"

Kopfschüttelnd machte ich mich an die Arbeit.

"Hihihi, das kitzelt!" prustete das Mädchen und tänzelte wild auf dem Tisch herum.

"Wenn du nicht still hältst, geht das nicht!" Endlich war ich mit Rubbeln fertig.

"Hier müssen noch Sterne hin und da auch!" befahl es, nachdem ich es von oben bis unten rosa angemalt hatte.

Geschafft. Das Pyjamamädchen, wie ich es mittlerweile insgeheim nannte, schlug mehrere Purzelbäume, um zu meinem Spiegel zu gelangen und betrachtete sich kritisch von allen Seiten.

"Ist in Ordnung!" nickte es zufrieden. "Es kann losgehen!"

Bei diesen Worten sprang es in meine Hand, ergriff den Daumen und rief lauthals:

"Hand in Hand ins Pyjamaland!"


Dann hüpften wir in mein Bett.
Dachte ich.

Ein heftiger Wirbel erfasste uns und mir wurde schwindlig. Verwundert stellte ich fest, dass wir in einer rosa Wolke schwebten, die mit lila Sternen übersät war.

"Herzlich willkommen!" empfing uns ein besonders großer Stern strahlend, während etliche kleinere im Vorbeifliegen freundlich winkten. Andere spielten Fangen und Verstecken, neckten sich und kicherten vergnügt.

"Komm, mach mit!" forderten sie mich auf. "Du musst nur aufpassen, dass du nicht an den Rand der Wolke gerätst, dort ist es gefährlich."

Übermütig tollten wir herum. RUMPS, plötzlich knuffte mich etwas höchst unsanft in die Seite.

"'tschuldigung, hab's furchtbar eilig, muss ein Unglück verhindern!" hörte ich ein helles Stimmchen.

Ehe ich mich's versah, packte mich ein großer lila Stern und blinkte Alarm:

"Halt dich gut an mir fest, sonst zieht es dich in ein Schwarzes Loch und du bist für immer verloren!"

In diesem Moment fiel mir auf, dass das Mädchen aus dem Malheft nicht mehr da war.

"Ist das kleine Pyjamamädchen etwa dort hinein gestürzt?" fragte ich ängstlich.

"Nein, du brauchst dich nicht zu sorgen", beruhigte mich der Stern. "Ein kleiner Wächterstern hat es rechtzeitig erwischt und in Sicherheit gebracht. Der Pilotenstern steuert uns bereits in ausreichendem Abstand an den Schwarzen Löchern vorbei. Du weißt doch, dass es alte tote Sterne sind, die allerdings eine so dichte Masse besitzen, dass sie alles unwiederbringlich anziehen, sogar das Licht."

Nach einer kurzen Pause, in der ich ihn verständnislos anstarrte, plauderte er seelenruhig weiter:

"Bald erreichen wir die Milchstraße. Hast du Durst? Magst du deine Milch lieber mit Erdbeer- oder Himbeergeschmack?"

"Am am am liebsten wäre mir Kirsche." stotterte ich total verwirrt.

Dann begann ich nachzudenken.

"Sag mal, ist diese Wolke das Pyjamaland?"

"Das ist richtig" nickte der Stern, "genau genommen ist es DEIN
Pyjamaland. Deshalb sieht es auch so aus wie dein Schlafanzug.
Jedes Kind hat sein eigenes Pyjamaland."

"Ohne das Mädchen aus dem Malheft wäre ich jetzt nicht hier", überlegte ich weiter.

"Nun, man kann auf vielerlei Weise hierher gelangen", erkärte der Stern. "Auch Herzenswünsche oder Träume können das bewirken.
Wichtig ist nur, dass man seinen Lieblingsschlafanzug trägt."

"Und wie kommt man wieder nach Hause?" wollte ich wissen.

Der Stern schmunzelte: "Nichts leichter als das. Du sprichst die magischen Worte

[ 4]Wolke, Wolke, sei so nett,
[ 4]bring mich wieder in mein Bett


und schwupps, bist du dort."

Das klang sehr überzeugend. Ich fand, dass es für dieses Mal abenteuerlich genug war, nahm das kleine Pyjamamädchen wieder in meine Hand und verabschiedete mich von dem freundlichen Stern. Dann wünschte mich zurück in mein Kinderzimmer.

Plumps, saß ich auf meinem Bett, das Malheft mit dem Mädchen neben mir und es schien, als zwinkerte es mir zu.
 

rogathe

Mitglied
Tiffi und der Schlafanzug

Hallo, ich heiße Tiffi und möchte euch von meinem Abenteuer erzählen. Es fing damit an, dass ich den kuscheligsten Schlafanzug der Welt geschenkt bekam, rosa mit lila Sternen. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich ihn gar nicht mehr ausziehen wollte. Mama und Papa lachten und meinten, nun könnten sie meine anderen Kleidersachen verschenken, aber das wollte ich dann doch nicht. Also haben wir Pyjamatage vereinbart, die ich mir selbst aussuchen darf, wie gestern.

Weil Mama ihren freien Tag hatte, konnten wir ganz lange zusammen frühstücken. Später gngen wir einkaufen. Klar trug ich dabei meinen Schlafanzug. Beim Metzger fragte mich die Verkäuferin, ob ich schon wach genug sei für ein Stückchen Wurst. So was dämliches, natürlich war ich das. Im Obstladen bekam ich Kirschen, die ich mir sogleich über die Ohren hängte. Kirschen passen sehr gut zu lila Sternen, finde ich. Danach kaufte mir Mama ein neues Malheft, in dem ein lustiges Mädchen mit Knollennase und Sommersprossen abgebildet war. Zuhause malte ich seine Hose grün, den Pulli orange und die Schuhe blau. Dann gab es Essen.

Als ich in mein Zimmer zurückkehrte, saß das bunte Mädchen im Schneidersitz auf meinem Tisch.

"Da bist du ja endlich!", schimpfte es ungeduldig.

"Huch!" antwortete ich erschrocken.

"Von wegen, huch!", fuhr es ärgerlich fort, "Was fällt dir ein, mich so scheußlich anzumalen. Ich will genauso aussehen wie du in deinem Schlafanzug."

"Äh, Entschuldigung, das kann ich doch nicht ahnen", entgegnete ich. "Wieso bist du nicht mehr im Malheft?"

"Genau darum! Ich hätte gleich abhauen sollen, als ich dich mit den Buntstiften kommen sah. Jetzt nimm deinen Radierer und dann male mich rosa mit lila Sternen!"

Kopfschüttelnd machte ich mich an die Arbeit.

"Hihihi, das kitzelt!" prustete das Mädchen und tänzelte wild auf dem Tisch herum.

"Wenn du nicht still hältst, geht das nicht!" Endlich war ich mit Rubbeln fertig.

"Hier müssen noch Sterne hin und da auch!" befahl es, nachdem ich es von oben bis unten rosa angemalt hatte.

Geschafft. Das Pyjamamädchen, wie ich es mittlerweile insgeheim nannte, schlug mehrere Purzelbäume, um zu meinem Spiegel zu gelangen und betrachtete sich kritisch von allen Seiten.

"Ist in Ordnung!" nickte es zufrieden. "Es kann losgehen!"

Bei diesen Worten sprang es in meine Hand, ergriff den Daumen und rief lauthals:

"Hand in Hand ins Pyjamaland!"


Dann hüpften wir in mein Bett.
Dachte ich.

Ein heftiger Wirbel erfasste uns und mir wurde schwindlig. Verwundert stellte ich fest, dass wir in einer rosa Wolke schwebten, die mit lila Sternen übersät war.

"Herzlich willkommen!" empfing uns ein besonders großer Stern strahlend, während etliche kleinere im Vorbeifliegen freundlich winkten. Andere spielten Fangen und Verstecken, neckten sich und kicherten vergnügt.

"Komm, mach mit!" forderten sie mich auf. "Du musst nur aufpassen, dass du nicht an den Rand der Wolke gerätst, dort ist es gefährlich."

Übermütig tollten wir herum. RUMPS, plötzlich knuffte mich etwas höchst unsanft in die Seite.

"'tschuldigung, hab's furchtbar eilig, muss ein Unglück verhindern!" hörte ich ein helles Stimmchen.

Ehe ich mich's versah, packte mich ein großer lila Stern und blinkte Alarm:

"Halt dich gut an mir fest, sonst zieht es dich in ein Schwarzes Loch und du bist für immer verloren!"

In diesem Moment fiel mir auf, dass das Mädchen aus dem Malheft nicht mehr da war.

"Ist das kleine Pyjamamädchen etwa dort hinein gestürzt?" fragte ich ängstlich.

"Nein, du brauchst dich nicht zu sorgen", beruhigte mich der Stern. "Ein kleiner Wächterstern hat es rechtzeitig erwischt und in Sicherheit gebracht. Der Pilotenstern steuert uns bereits in ausreichendem Abstand an den Schwarzen Löchern vorbei. Du weißt doch, dass es alte tote Sterne sind, die allerdings eine so dichte Masse besitzen, dass sie alles unwiederbringlich anziehen, sogar das Licht."

Nach einer kurzen Pause, in der ich ihn verständnislos anstarrte, plauderte er seelenruhig weiter:

"Bald erreichen wir die Milchstraße. Hast du Durst? Magst du deine Milch lieber mit Erdbeer- oder Himbeergeschmack?"

"Am am am liebsten wäre mir Kirsche." stotterte ich total verwirrt.

Dann begann ich nachzudenken.

"Sag mal, ist diese Wolke das Pyjamaland?"

"Das ist richtig" nickte der Stern, "genau genommen ist es DEIN
Pyjamaland. Deshalb sieht es auch so aus wie dein Schlafanzug.
Jedes Kind hat sein eigenes Pyjamaland."

"Ohne das Mädchen aus dem Malheft wäre ich jetzt nicht hier", überlegte ich weiter.

"Nun, man kann auf vielerlei Weise hierher gelangen", erkärte der Stern. "Auch Herzenswünsche oder Träume können das bewirken.
Wichtig ist nur, dass man seinen Lieblingsschlafanzug trägt."

"Und wie kommt man wieder nach Hause?" wollte ich wissen.

Der Stern schmunzelte: "Nichts leichter als das. Du sprichst die magischen Worte

[ 4]Wolke, Wolke, sei so nett,
[ 4]bring mich wieder in mein Bett


und schwupps, bist du dort."

Das klang sehr überzeugend. Ich fand, dass es für dieses Mal abenteuerlich genug war, nahm das kleine Pyjamamädchen wieder in meine Hand und verabschiedete mich von dem freundlichen Stern. Dann wünschte ich mich zurück in mein Kinderzimmer.

Plumps, saß ich auf meinem Bett, das Malheft mit dem Mädchen neben mir und es schien, als zwinkerte es mir zu.
 

wirena

Mitglied
Liebe rogathe

Da bist Du ja tief ins Kinderpyjamaland eingetaucht - smile. So schön lebendig, frisch geschrieben – einfach lesenswert –

"Wolke, Wolke, sei so nett,
bring mich wieder in mein Bett"

So härzig....

Habe fröhlich laut vor mich hingelacht – werde dieses Zaubersprüchlein bei Bedarf zu nützen wissen :)

Lg wirena
 

rogathe

Mitglied
Tiffi und der Schlafanzug

Hallo, ich heiße Tiffi und möchte euch von meinem Abenteuer erzählen. Es fing damit an, dass ich den kuscheligsten Schlafanzug der Welt geschenkt bekam, rosa mit lila Sternen. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich ihn gar nicht mehr ausziehen wollte. Mama und Papa lachten und meinten, nun könnten sie meine anderen Kleidersachen verschenken, aber das wollte ich dann doch nicht. Also haben wir Pyjamatage vereinbart, die ich mir selbst aussuchen darf, wie gestern.

Weil Mama ihren freien Tag hatte, konnten wir ganz lange zusammen frühstücken. Später gngen wir einkaufen. Klar trug ich dabei meinen Schlafanzug. Beim Metzger fragte mich die Verkäuferin, ob ich schon wach genug sei für ein Stückchen Wurst. So was dämliches, natürlich war ich das. Im Obstladen bekam ich Kirschen, die ich mir sogleich über die Ohren hängte. Kirschen passen sehr gut zu lila Sternen, finde ich. Danach kaufte mir Mama ein neues Malheft, in dem ein lustiges Mädchen mit Knollennase und Sommersprossen abgebildet war. Zuhause malte ich seine Hose grün, den Pulli orange und die Schuhe blau. Dann gab es Essen.

Als ich in mein Zimmer zurückkehrte, saß das bunte Mädchen im Schneidersitz auf meinem Tisch.

"Da bist du ja endlich!", schimpfte es ungeduldig.

"Huch!" antwortete ich erschrocken.

"Von wegen, huch!", fuhr es ärgerlich fort, "Was fällt dir ein, mich so scheußlich anzumalen. Ich will genauso aussehen wie du in deinem Schlafanzug."

"Äh, Entschuldigung, das kann ich doch nicht ahnen", entgegnete ich. "Wieso bist du nicht mehr im Malheft?"

"Genau darum! Ich hätte gleich abhauen sollen, als ich dich mit den Buntstiften kommen sah. Jetzt nimm deinen Radierer und dann male mich rosa mit lila Sternen!"

Kopfschüttelnd machte ich mich an die Arbeit.

"Hihihi, das kitzelt!" prustete das Mädchen und tänzelte wild auf dem Tisch herum.

"Wenn du nicht still hältst, geht das nicht!" Endlich war ich mit Rubbeln fertig.

"Hier müssen noch Sterne hin und da auch!" befahl es, nachdem ich es von oben bis unten rosa angemalt hatte.

Geschafft. Das Pyjamamädchen, wie ich es mittlerweile insgeheim nannte, schlug mehrere Purzelbäume, um zu meinem Spiegel zu gelangen und betrachtete sich kritisch von allen Seiten.

"Ist in Ordnung!" nickte es zufrieden. "Es kann losgehen!"

Bei diesen Worten sprang es in meine Hand, ergriff den Daumen und rief lauthals:

"Hand in Hand ins Pyjamaland!"


Dann hüpften wir in mein Bett.
Dachte ich.

Ein heftiger Wirbel erfasste uns und mir wurde schwindlig. Verwundert stellte ich fest, dass wir in einer rosa Wolke schwebten, die mit lila Sternen übersät war.

"Herzlich willkommen!" empfing uns ein besonders großer Stern strahlend, während etliche kleinere im Vorbeifliegen freundlich winkten. Andere spielten Fangen und Verstecken, neckten sich und kicherten vergnügt.

"Komm, mach mit!" forderten sie mich auf. "Du musst nur aufpassen, dass du nicht an den Rand der Wolke gerätst, dort ist es gefährlich."

Übermütig tollten wir herum. Rumps, plötzlich knuffte mich etwas höchst unsanft in die Seite.

"'tschuldigung, hab's furchtbar eilig, muss ein Unglück verhindern!" hörte ich ein helles Stimmchen.

Ehe ich mich's versah, packte mich ein großer lila Stern und blinkte Alarm:

"Halt dich gut an mir fest, sonst zieht es dich in ein Schwarzes Loch und du bist für immer verloren!"

In diesem Moment fiel mir auf, dass das Mädchen aus dem Malheft nicht mehr da war.

"Ist das kleine Pyjamamädchen etwa dort hinein gestürzt?" fragte ich ängstlich.

"Nein, du brauchst dich nicht zu sorgen", beruhigte mich der Stern. "Ein kleiner Wächterstern hat es rechtzeitig erwischt und in Sicherheit gebracht. Es wird gleich wieder hier sein. Der Pilotenstern steuert uns bereits in ausreichendem Abstand an den Schwarzen Löchern vorbei. Du weißt doch, dass es alte tote Sterne sind, die allerdings eine so dichte Masse besitzen, dass sie alles unwiederbringlich anziehen, sogar das Licht."

Nach einer kurzen Pause, in der ich ihn verständnislos anstarrte, plauderte er seelenruhig weiter:

"Bald erreichen wir die Milchstraße. Hast du Durst? Magst du deine Milch lieber mit Erdbeer- oder Himbeergeschmack?"

"Am am am liebsten wäre mir Kirsche." stotterte ich total verwirrt.

Dann begann ich nachzudenken.

"Sag mal, ist diese Wolke das Pyjamaland?"

"Das ist richtig" nickte der Stern, "genau genommen ist es DEIN
Pyjamaland. Deshalb sieht es auch so aus wie dein Schlafanzug.
Jedes Kind hat sein eigenes Pyjamaland."

"Ohne das Mädchen aus dem Malheft wäre ich jetzt nicht hier", überlegte ich weiter.

"Nun, man kann auf vielerlei Weise hierher gelangen", erkärte der Stern. "Auch Herzenswünsche oder Träume können das bewirken.
Wichtig ist nur, dass man seinen Lieblingsschlafanzug trägt."

"Und wie kommt man wieder nach Hause?" wollte ich wissen.

Der Stern schmunzelte: "Nichts leichter als das. Du sprichst die magischen Worte

[ 4]Wolke, Wolke, sei so nett,
[ 4]bring mich wieder in mein Bett


und schwupps, bist du dort."

Das klang sehr überzeugend. Ich fand, dass es für dieses Mal abenteuerlich genug war, nahm das kleine Pyjamamädchen wieder in meine Hand und verabschiedete mich von dem freundlichen Stern. Dann wünschte ich mich zurück in mein Kinderzimmer.

Plumps, saß ich auf meinem Bett, das Malheft mit dem Mädchen neben mir und es schien, als zwinkerte es mir zu.
 


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