Tod in der Wüste

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wowa

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Tod in der Wüste


Der brüllende Motor ließ die Stahlwände vibrieren und griff nach den Körpern der Soldaten. GI O` Leary entspannte die Muskeln, öffnete sich dem Pulsieren der Maschine und bejahte den Augenblick (1). Widerstand verschärft das Leiden war seine Erfahrung. Nur wenn die Schallwellen ihn reibungslos durchfluteten, hatte er eine Chance auf Entkommen, auf Schlaf oder einen klaren Gedanken. Er machte sich transparent. Er besaß diese Fähigkeit.
Der Radpanzer zog ruckartig an, nahm Geschwindigkeit auf und folgte dem Führungsfahrzeug. Der Motorlärm beherrschte alles. Die Luft schmeckte nach Schweiß und Maschinenöl. O`Leary rutschte tiefer in seine Sitzschale und schloss die Augen.
Er hatte ein Problem. Sein Problem hieß Sergeant Parker. Sergeant Parker blutete nicht.
Er war immer gegen Frauen in der Army gewesen. Schon gar nicht bei der kämpfenden Truppe. Aber die Entscheidungen treffen Zivilisten. Der einfache Soldat wird nicht gefragt.
Vor vier Wochen, nach einer Nahkampfsituation, also nur Messer, Pistole, Handgranaten, standen sie sich plötzlich gegenüber, er und Sergeant Parker. Allein, blutverschmiert, beide randvoll mit Adrenalin, Testosteron und den beliebten Einsatzpillen.
Die Nerven blank, zitterten, flatterten, die Körper bebten vor Gier, Hass und dem Bedürfnis zu töten.
In diesem einen merkwürdigen, flatterhaften Moment verloren sie die Kontrolle, rissen sich gegenseitig die Uniform vom Leib und brachten sich beim Verkehr beinah um. Später heulten sie wie die Kinder und dann kehrte die militärische Disziplin zurück. Sie zogen sich an und waren wieder Soldaten.
Zivilisten ist das kaum zu vermitteln.
Gestern machte Sergeant Parker kurz Meldung, ihre Regelblutung sei ausgeblieben und sie wolle das Kind bekommen. -
O`Leary spähte durch die Sehschlitze des Radpanzers. Schwarze Nacht, nichts, nur ein Streifen Wüste neben dem schwarzen Asphalt der Fahrbahn, kein Mond.
Es war gefährlich, um diese Zeit unterwegs zu sein, auch im Konvoi. Die Nacht gehörte der Guerilla und den marodierenden Soldaten der geschlagenen Armee des Feindes. Der Konvoi brachte Blutkonserven in ein benachbartes Lager. Nach einem Überfall bestand dort dringender Bedarf. Ein heikler Job. Helikopter wären schneller und sicherer gewesen. Aber nicht einer war einsatzbereit. Es fehlte an Ersatzteilen.
O`Learys Gedanken kehrten zurück zu Sergeant Parker und dem Kind. Man würde sie zwingen, den Vater anzugeben und beide unehrenhaft entlassen. Ok, er hatte ohnehin die Faxen dick. Und dann ? Sergeant Parker heiraten und in Oregon eine Tankstelle aufmachen ? Warum nicht ? O`Leary lächelte. Wie hieß Sergeant Parker eigentlich mit Vornamen ?
Das letzte, was GI O`Leary hörte, war die Explosion einer Mine militärisch exakt direkt unter seinen Füßen. Das entfesselte Dynamit riss die Panzerung auf und wirbelte das schwere Fahrzeug von der Straße. In seinem Innern überlebte niemand.




(1) GI – General Infantrist, unterster Rang in der US - Army
 

FrankK

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Hallo, Wowa

Es stolpert leider gewaltig in einzelnen Szenen.

Der brüllende Motor ließ die [blue]Stahlwände vibrieren und griff nach den Körpern[/blue] der Soldaten. GI O` Leary entspannte die Muskeln, öffnete sich dem [blue]Pulsieren[/blue] der Maschine und bejahte den Augenblick [blue](1)[/blue]. Widerstand verschärft das Leiden war seine Erfahrung. Nur wenn [blue]die Schallwellen[/blue] ihn reibungslos durchfluteten, hatte er eine Chance auf Entkommen, auf [blue]Schlaf[/blue] oder einen klaren Gedanken.
Vibrieren (und pulsieren) der Stahlwände greift die Körper der Soldaten an - danach geht es um Schallwellen.
Der GI kann tatsächlich im Einsatz schlafen???
Die "(1)"-Markierung ist überflüssig, da Du in deiner Fußnote den Fremdbegriff aufgreifst. Ausserdem ist sie falsch platziert, sie hätte direkt hinter dem vermeintlich fremden Begriff gehört.

Er machte sich transparent. [blue]Er besaß diese Fähigkeit[/blue].
"Transparenz" ist eine optische Eigenschaft, sie hat weder mit Schall noch mit Vibrationen zu tun.
Marvel Comic?

Der Motorlärm beherrschte alles.
Normalerweise haben die Soldaten Ohrenschützer und zugehörige Kehlkopfmikrofone zur Verständigung.

... standen sie sich plötzlich gegenüber, er und Sergeant Parker. Allein, blutverschmiert, beide randvoll mit Adrenalin, [blue]Testosteron[/blue] und den beliebten Einsatzpillen.
Wie soll Sergeant Parker (weiblich) an Testosteron kommen? Wer hat damit gedealt?
Schonmal im Vorfeld: Die erwähnten Pillen lasse ich dafür nicht zu. Das sind üblicherweise "Angst-Inhibitoren". Sie machen aus Mäusen Löwen.

Das letzte, was GI O`Leary hörte, war die Explosion einer Mine militärisch exakt direkt unter seinen Füßen.
Üblicherweise fahren Convoys unmittelbar in einer Spur. Wieso ist das erwähnte Führungsfahrzeug unbeschadet über die Mine hinweggerollt?
Wie ist die Mine unter den erwähnten Asphalt gekommen?
Die enorme Druckwelle dürfte er nicht mehr als Geräusch, sondern nur noch als Schmerz empfinden,

Das entfesselte [blue]Dynamit[/blue] riss die Panzerung auf und wirbelte das schwere Fahrzeug von der Straße.
In Minen wird kein Dynamit verwendet. Dynamit ist ein vergleichsweise harmloser Sprengstoff (Kraft) aber extrem unpraktikabel in der Handhabung.


Sorry - ich fürchte, das war nix.


Aufmunternde Grüße
Frank
 

wowa

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Hallo, FrankK !
Danke für deine ausführliche Kritik. Du hast völlig recht, die Geschichte ist schlecht recherchiert, was nicht nur bei den fehlenden Kehlkopfmikrofonen deutlich wird. Auch Nahkampf läuft aktuell sicher anders ab, ich hab da keine Ahnung, bin Zivilist, schon immer.
Was die Hormone betrifft: Beide Geschlechter verfügen über Testosteron ( und Östrogen ), natürlich in signifikant unterschiedlicher Ausprägung. Insofern ist `randvoll` eine schamlose Übertreibung.
Eine weitere Übertreibung ist `sich transparent machen`. GI O´Leary möchte also gerne unsichtbar sein und meint, diese Fähigkeit zu haben.Ist wohl eher metaphorisch zu verstehen i.S.v. sich klein machen.
Schlafende Soldaten im Einsatz soll es geben,besonders, wenn sie sehr müde sind.
Gänzlich unrealistisch und traumverloren wird die Geschichte, wenn GI O`Leary mit dem Gedanken spielt, seine Vorgesetzte zu heiraten und in Oregon eine Tankstelle aufzumachen. Genau in diesem Augenblick macht es `Bumm` ( per Fernzündung, deshalb das 2. Fahrzeug. Die Guerilla hatte perfiderweise einen kleinen Tunnel vom Straßenrand bis unter die Fahrbahnmitte getrieben und dort die Ladung platziert ) und alle sind tot. Der Einbruch der Realität als tragisches Moment, hat man ja öfter.
Wie gesagt, ich stimme deiner Kritik grundsätzlich zu und werde mich wieder zivilen Themen zuwenden. Liegt mir glaub ich mehr.
I.d.S. alles Gute
Wowa
 

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