Hallo, hier noch ein regionaler Minikrimi von mir. Diesmal spielt er in Frankfurt und ist in der Fernsehzeitschrift “Auf einen Blick” im Juni 2013 erschienen. Vorgabe war wieder: Regionalität, höchstens 3000 Zeichen, Auflösung im letzten Satz.
„Was därf isch ehne bringe?“, fragte der Wirt. Erwartungsvoll zückte er seinen Block aus der Lederschürze und erinnerte Frank ein wenig an Heinz Schenk aus dem Blauen Bock; was aber kein Wunder war, schließlich fand das Treffen mit Hermann mitten in Frankfurts Altstadt in einem Gartenlokal auf dem Römer statt.
„Zwei Apfelwein, bitte“, gab Frank die Bestellung auf.
Der Wirt nickte bestätigend. „Zwaa Äppelwoi. Kumme glei.“ Dann rauschte er ab, froh darüber, dass wenigstens zwei Gäste an diesem frühen Junivormittag den Weg in sein Lokal gefunden hatten.
„Also isch wiederhol misch ungern, aber fuffzischtausend is moin leddschdes Angebot“, sagte Hermann und streichelte dabei seinen Hund, der unter dem Biertisch lag.
Frank hätte platzen können. Allein dieses hessische Gebabbel ging ihm auf den Zeiger. Aber noch mehr ärgerte er sich über die dreiste Erpressung seines „Freundes“.
„Du Drecksack. Erst bringst du mich mit dieser Jutta zusammen und dann erpresst du mich mit den Fotos, die du heimlich gemacht hast“, zischte er.
Hermann lächelte süffisant. „Isch hab disch nedd darum gebete mit ihr zu schloofe.“
Der Wirt kam mit den zwei Gläsern Apfelwein zurück und hinderte Frank an einer passenden Antwort. Überhaupt war alles Reden sinnlos; Franks Plan stand sowieso schon seit längerer Zeit fest. Er würde sich jetzt ein für alle Mal von diesem Erpresser befreien, der seine Existenz als Ehemann einer reichen Erbin vernichten wollte. Heimlich schickte er die vorbereitete SMS ab.
Es dauerte nur ein paar Sekunden, dann stöckelte eine miniberockte Blondine hüftwackelnd über den Kiesweg.
Hermanns Blick blieb an ihr hängen. „Ei guck mol do, wos e lecker Mädsche“, kommentierte er.
Jetzt! Unbemerkt gelang es Frank die kleine Ampulle mit dem schnell wirkenden Gift in Hermanns Glas zu entleeren. Dann stand er auf. „Ich muss mal auf Toilette.“
„Aber loss des Schnecksche in Ruh!“, rief Hermann ihm noch lachend nach, als Frank der Blondine aus dem Garten in den Wirtsraum folgte. Dort bezahlte er die Frau, die er als Ablenkung engagiert hatte. Während die Blonde das Lokal durch den Wirtsraum wieder verließ, wartete er noch ein paar Minuten, bevor er in den Garten zurückging. Zufrieden sah er, dass Hermanns Glas schon leer war.
Frank setzte sich und nahm einen tiefen Zug aus seinem Glas. Der Apfelwein erschien ihm noch saurer als sonst. „Ich sehe du hast dein Glas ja schon leer. War der Äppelwoi so lecker?“, erkundigte er sich scheinheilig und trank seinen Becher aus.
„Nee, nee. Mein Köder hat aber e Katz geseh, sprang unerm Disch raus un stieß dabei so kräftisch gäje de Bierdisch, dass a Glas umfiel.“
Franks Herz begann zu rasen. Sein Mordversuch war gescheitert.
„Isch hab mer schon en Wasser beschdellt. Äppelwoi trink isch eh ned so gärn“, fuhr Hermann fort.
Frank spürte plötzlich eine seltsame Hitze in ihm aufsteigen. Er nahm nur noch von Weitem Hermanns nächste Worte wahr. „Desweje hab isch dir auch mein volles Glas hingeschdellt, des isch grad noch so rette konnt.“
„Was därf isch ehne bringe?“, fragte der Wirt. Erwartungsvoll zückte er seinen Block aus der Lederschürze und erinnerte Frank ein wenig an Heinz Schenk aus dem Blauen Bock; was aber kein Wunder war, schließlich fand das Treffen mit Hermann mitten in Frankfurts Altstadt in einem Gartenlokal auf dem Römer statt.
„Zwei Apfelwein, bitte“, gab Frank die Bestellung auf.
Der Wirt nickte bestätigend. „Zwaa Äppelwoi. Kumme glei.“ Dann rauschte er ab, froh darüber, dass wenigstens zwei Gäste an diesem frühen Junivormittag den Weg in sein Lokal gefunden hatten.
„Also isch wiederhol misch ungern, aber fuffzischtausend is moin leddschdes Angebot“, sagte Hermann und streichelte dabei seinen Hund, der unter dem Biertisch lag.
Frank hätte platzen können. Allein dieses hessische Gebabbel ging ihm auf den Zeiger. Aber noch mehr ärgerte er sich über die dreiste Erpressung seines „Freundes“.
„Du Drecksack. Erst bringst du mich mit dieser Jutta zusammen und dann erpresst du mich mit den Fotos, die du heimlich gemacht hast“, zischte er.
Hermann lächelte süffisant. „Isch hab disch nedd darum gebete mit ihr zu schloofe.“
Der Wirt kam mit den zwei Gläsern Apfelwein zurück und hinderte Frank an einer passenden Antwort. Überhaupt war alles Reden sinnlos; Franks Plan stand sowieso schon seit längerer Zeit fest. Er würde sich jetzt ein für alle Mal von diesem Erpresser befreien, der seine Existenz als Ehemann einer reichen Erbin vernichten wollte. Heimlich schickte er die vorbereitete SMS ab.
Es dauerte nur ein paar Sekunden, dann stöckelte eine miniberockte Blondine hüftwackelnd über den Kiesweg.
Hermanns Blick blieb an ihr hängen. „Ei guck mol do, wos e lecker Mädsche“, kommentierte er.
Jetzt! Unbemerkt gelang es Frank die kleine Ampulle mit dem schnell wirkenden Gift in Hermanns Glas zu entleeren. Dann stand er auf. „Ich muss mal auf Toilette.“
„Aber loss des Schnecksche in Ruh!“, rief Hermann ihm noch lachend nach, als Frank der Blondine aus dem Garten in den Wirtsraum folgte. Dort bezahlte er die Frau, die er als Ablenkung engagiert hatte. Während die Blonde das Lokal durch den Wirtsraum wieder verließ, wartete er noch ein paar Minuten, bevor er in den Garten zurückging. Zufrieden sah er, dass Hermanns Glas schon leer war.
Frank setzte sich und nahm einen tiefen Zug aus seinem Glas. Der Apfelwein erschien ihm noch saurer als sonst. „Ich sehe du hast dein Glas ja schon leer. War der Äppelwoi so lecker?“, erkundigte er sich scheinheilig und trank seinen Becher aus.
„Nee, nee. Mein Köder hat aber e Katz geseh, sprang unerm Disch raus un stieß dabei so kräftisch gäje de Bierdisch, dass a Glas umfiel.“
Franks Herz begann zu rasen. Sein Mordversuch war gescheitert.
„Isch hab mer schon en Wasser beschdellt. Äppelwoi trink isch eh ned so gärn“, fuhr Hermann fort.
Frank spürte plötzlich eine seltsame Hitze in ihm aufsteigen. Er nahm nur noch von Weitem Hermanns nächste Worte wahr. „Desweje hab isch dir auch mein volles Glas hingeschdellt, des isch grad noch so rette konnt.“