TRUMP - Das Musical (2. Akt - Jetzt noch trumpiger!)

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klaatu

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TRUMP - Das Musical (2. Akt)

"Morgen werdet ihr es wieder in der Lügenpresse lesen können: Donald Trump tat dies, Donald Trump tat das... Lest es nicht! Nichts davon ist wahr, nichts! Ihr wisst das. Nichts als eine Hexenjagd. Diese Liberalen können es nicht ertragen, dass sie - im Gegensatz zu mir - Verlierer sind. Absolute Verlierer. Sie heulen rum wie kleine Babys..."

Er veranschaulicht seine Worte, indem er ein weinendes Baby nachahmt. Sein Penis hängt immer noch raus und ist in Großaufnahme auf der Leinwand hinter ihm zu sehen.

"Deshalb - und nur deshalb - veranstalten sie diese Hexenjagd. Weil ich reich bin. Weil ich mächtig bin. Deshalb hasst mich das liberale Establishment. Absolute Hexenjagd... Sie behaupten, ich hätte Frauen für Sex bezahlt, könnt ihr das glauben?"

Das Publikum kann es anscheinend nicht und beginnt zu buhen.

"Lächerlich, stimmt´s? Ich muss keine Frauen dafür bezahlen, ich bin Donald Trump - Frauen lieben mich. Sie würden MICH dafür bezahlen, das könnt ihr mir glauben!"

Eine Frau in der vordersten Reihe schreit schrill:
"Donald! Ich will ein Kind von dir!"

Trump erwidert lächelnd:
"Du kannst Donald Jr. haben."

Er fährt fort:
"Nur Spaß... nur Spaß. Aber ihr seht: Sie lieben mich. Enorm, ok? Alle lieben mich. Keine Frau hat mich je abgewiesen, das sag ich euch. Ich sehe gut aus, ich bin unglaublich reich und - das sollte man nicht vergessen - ich bin der Präsident der Vereinigten Staaten. Ach ja.. und ich habe natürlich meine wunderschöne Ehefrau Ivank... äh... Melania... Ist sie nicht die heißeste Frau auf diesem Planeten? Das ist sie, oder?"

Melania wird - nackt - in einem goldenen Käfig auf die Bühne geschoben und winkt dem Publikum leicht gequält durch die Gitterstäbe zu.

"Seht sie euch an! Sie ist schon ein echter Glückspilz, stimmt´s?"

Melania stimmt ihrem Mann nickend zu und wird dann wieder von der Tribüne gebracht.

Trump fährt mit seiner Rede fort:
"Die Fake-Medien behaupten auch, ich hätte meine Untergebenen nicht im Griff. Unvorstellbar. Ich führe dutzende Multi-Millionen-Dollar-Unternehmen. Dutzende. Das Weiße Haus ist dagegen ein Kinderspiel, okay? Alles läuft - und das könnt ihr mir glauben - wirklich tippi-toppi. Absolut tippi-toppi-tappi-wappi-happi-tappi-toppi-tippi-pippi..."

Die ersten beiden Zuschauerreihen, die größtenteils aus Leuten bestehen, die große Pappschilder hochhalten, auf denen "Q", "QANON" oder "TRUMP = Q" steht, rasten regelrecht aus...
Ein Berater Trumps kommt auf die Bühne und stupst seinen Chef an, der sonst womöglich ewig so weitergemacht hätte.

"... und damit es noch tippiger und noch toppiger wird, habe ich heute meinen Justizminister entlassen. Ein absolut unfähiger Mensch, mit einer schweren geistigen Behinderung... Untermenschlich, nicht lebenswert. Also habe ich gefeuert. Gefeuert! Mit einer Rakete in die Sonne!"

Er macht mit seiner Hand eine Rakete nach, die nach oben steigt und explodiert, dazu intoniert er:
"Pschhhhhhiiiiiuuuuuuu... BOOOOM!"

Das Publikum quietscht vor Vergnügen.

"Aber ihr wisst ja - niemand weiß das besser als ihr - wie gut ich darin bin, Leute einzustellen. Ihr habt alle meine Sendung gesehen. Meine Quoten waren zwölfmal höher als die von Arnold Schwarzenegger, könnt ihr das glauben? Natürlich könnt ihr das. Zwölfmal höher!"

Er hebt die Arme und lässt sich von seinen Anhängern dafür feiern. Sein wenig beeindruckender Penis hängt immer noch raus.

"Ich dachte mir also: Wer kennt sich besser mit der Justiz aus als einer, der fast sein ganzes Leben im Gefängnis verbracht hat? Niemand. Mein neuer Justizminister ist also ein Mann - ihr kennt ihn alle - der enorme Erfahrung damit hat. Ein Mann, der mir vor einiger Zeit schrieb, dass ich der beste Präsident sei, den dieses Land je hatte. Das kann niemand bestreiten, stimmt´s? Auch er war ein Opfer der medialen Hexenjagd. Sie behaupten, er sei ein Monster. Aber, hey: Das behaupten sie auch von mir..."

Gelächter im Publikum.

"Begrüßt also mit mir, den künftigen Justizminister der Vereinigten Staaten. Meinen guten Freund und absoluter Fachmann auf seinem Gebiet: Mr. Charles Manson!"

Charlie Manson betritt die Bühne und reicht Trump ungefähr bis zum Bauchnabel. Trump packt Mansons Hand, reißt sie an sich und schüttelt sie so heftig, dass Mansons Arm dabei aus der Schulter gerissen wird und zu Boden fällt.

"Großartiger Typ! Großartig", sagt Trump.

"Könnt ihr euch vorstellen, dass Google behauptet, Charlie sei im November 2017 gestorben? Könnt ihr das glauben? Sie lügen und lügen und lügen - bis sie selbst nicht mehr wissen was wahr ist. Traut ihnen nicht. Traut Google nicht, ich sag es euch. Hier ist der Beweis: Sie wollen mich diskreditieren und UNS in die Knie zwingen mit ihren Lügen. Sie stecken mit all den Obamas, Clintons und Bushs unter einer Decke. Ihr seht es ja selbst: Hier steht er, Charlie Manson, und ist lebendiger als je zuvor!"

Manson steht daneben und sieht aus, als wüsste er selbst nicht, ob er lebendig oder tot ist.
Das Publikum scheint nicht so zu reagieren, wie Trump es sich wohl gewünscht hat, daher signalisiert er Manson mit einem unsanften Schubser, dass er die Bühne doch bitte wieder verlassen möge. Manson hebt seinen abgerissenen Arm auf und verschwindet.

"Aber genug trockene Politik", ruft Trump seinen Anhängern zu.
"Wir sind hier um Spaß zu haben, stimmt´s?"

Die Zuschauer kreischen und auch die "USA! USA! USA!"-Rufe erklingen wieder.

"Hier kommt der Spaß!"

Ein gigantischer Monstertruck bahnt sich seinen Weg durch die immer noch jubelnden Zuschauermassen. Sogar die Leute, die von den monströsen Reifen zermalmt werden, jubeln weiter, bis sie vollständig zerquetscht sind...

[ENDE 2. AKT]
 

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