Tschüss Kleine

Annetta

Mitglied
Er sieht mich an.
Ich sehe ihn an.
Er gefällt mir.
Was in seinem Kopf vorgeht? Keine Ahnung.

Plötzlich ist er verschwunden. Ich vergesse ihn. Rede mit Anderen.
Da steht er neben mir, kennt meine Freunde.
Wir reden nicht.
Er geht. Ich gehe.

Wir treffen uns im Flur zur Toilette.
Er stellt sich vor, küsst meine Wangen zu oft.
Er ist nett. Er hat schöne Augen.
Er gefällt mir.

Weiter in den Club. Ich zu meinen Freunden. Er zu seinen. Ich spüre, er sucht mich.
Er findet mich. Er beobachtet mich. Er umarmt mich. Er hebt mich hoch. Er gefällt mir.
Ich gebe zu viel.
So bin ich.

Wir trinken was. Ich setze mich. Er setzt sich neben mich. Sieht mich an. Fragt ernst: "was ist los"? Nichts, sage ich, ich bin glücklich.
Ich tanze. Ich sehe ihn, er sieht mich. Er kommt auf mich zu.
Ich muss zur Bank, sage ich. Wir gehen. Er umarmt mich.
Er gefällt mir.

Wir kommen zurück. Er weicht mir nicht von der Seite.
Er nimmt meine Hand. Es fühlt sich gut an, richtig.
In eine ruhige Ecke, er lenkt mich. Wir reden. Er küsst mich. Unerwartet für mich.
Was ist das? So bin ich nicht.

Wir gehen durch die Menge. Gemeinsam. Er lässt mich nicht los. Er hält meine Hand. Drückt leicht zu, ich fühle da was.
Mehr als kurze Attraktion?
Er küsst. Zurückhaltend.
Es fühlt sich gut an.

Er wartet auf mich. Streckt die Arme aus wenn ich komme.
Ich fühle mich wohl. In seinen Armen. Wir lachen. Könnte stundenlang so sein.
Wir müssen gehen.
Er weiter. Ich nach Hause.

Meine Nummer in seinem Handy. Er kann sie auswendig.
Denke, das war‘s jetzt, für immer.
Ich melde mich, meint er. Ich glaube nicht, meine ich.
Tschüss Kleine, sein letzter Satz. Tschüss, meiner.

Zuhause. Mein Handy klingelt. Er ist es. Ich glaub’s nicht. Ich lächle. Es fühlt sich gut an.
Mehr als kurze Attraktion.
Ich antworte.
Er nie mehr.

Tschüss Kleine.
Tschüss. Für immer.
 

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