über die zäune hinweg

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I.

das sagbare
denken.
das unsagbare
dichten.

sich heilig halten
das
dasein
jenseits der fakten.

II.

wer tot ist wird besessen.
er kauert
in sich gerollt.
wie ein ball
den man stößt, auf bahnen
eng. sieh
eine stimme soll er haben
dass er riefe;
enthülle dich welt,
ich bin der abbilder satt.

III.

orte. unbetreten.
kein wort mehr verlangt
etwas
hier will ich wagen
ein stück
vergänglichkeit.
 

Tula

Mitglied
Hallo Patrick

für mich ein originelles Loblied auf die Dichtung! - sich jenseits der realen Fakten (und Sprache) zu halten, ist auf jeden Fall richtungsweisend und eine Erkenntnis, die bei jedem Hobbydichter Zeit braucht, um zu reifen :)

Bei Teil II muss ich etwas grübeln:

wer tot ist wird besessen
wo ich hier an die Sprache selbst denken muss, doch ist diese nie tot, aber sinngemäß im täglichen Gebrauch mitunter recht verschlafen

Teil III finde ich großartig! - der vergängliche Ruhm, welch' Dichter möchte ihn nicht gern wagen?

Sehr gern gelesen

LG
Tula
 
I.
das sagbare
denken.
das unsagbare
dichten.

sich heilig halten
das
dasein
jenseits der fakten.

II.
wer tot ist wird besessen.
er kauert
in sich gerollt.
wie ein ball
den man stößt, auf bahnen
eng. sieh
eine stimme soll er haben
dass er riefe;
enthülle dich welt,
ich bin der abbilder satt.

III.
orte. unbetreten.
kein wort mehr verlangt
etwas
hier will ich wagen
ein stück
vergänglichkeit.
 

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