unbekannt verzogen

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Perry

Mitglied
unbekannt verzogen

er mochte es nicht das späte sonnenlicht denn es
leitet den untergang des tages ein lieber hielt er
sich in der mit kühlen blau beleuchteten küche auf

zu vorgerückter stunde brachte er den brief zur post
es machte ihm nichts aus in der schlange zu stehen
dann wartete er tag für tag am bahnsteig dass sie

aus dem dunstschleier der lokomotive in sein leben
treten würde doch der brief kam unzustellbar zurück
und wieder machte sich die nachmittagssonne breit
 
Lieber Manfred,
dein Gedicht erzählt eine Sehnsuchtsgeschichte. Die beeindruckenden Bilder gefallen mir sehr und lassen das Gefühl des vergeblichen Wartens bei mir nachwirken.
Herzliche Grüße
Karl
 

Cellist

Mitglied
Das gefällt mir richtig gut. Beim Lesen hatte ich sofort einen Kurzfilm im Sinn (vermutlich durch diesen bildhaften Dunstschleier der Lok hervorgerufen), in Schwarz-Weiß ;-).

Passender, schöner Titel übrigens.

LG
Cellist
 

Perry

Mitglied
Hallo Cellist,

ja ein Schwarzweiß(Stumm)Film spiegelt die Gedankenwelt des LI gut wider.
Danke fürs Hineinspüren und Reflektieren.
LG
Manfred
 

 
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