Unbestechlichkeit

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Unbestechlichkeit

(Ein Pianist mit Liszt)


Hier hockt er nun und übt Klavier.
Es drohen Mückenstiche.
Wie kommt er bloss dem bösen Tier
Am schnellsten auf die Schliche?

Hei nun! Mit virtuosem Fleiss
Spielt er die Liszt'schen Stücke.
Da rutscht sie aus auf seinem Schweiss,
Die ahnungslose Mücke.

Jetzt darf der brave Pianist
Recht ungestört malochen.
Er bleibt bei seiner Liszt'schen List
Verschwitzt - doch unbestochen!
 
K

Klopfstock

Gast
Lieber Rolf-Peter,
mir ist da gerade beim Lesen ein Malheur passiert -
ich las:
"Spielt er die Lisztschen Stücke,
da rutscht sie aus auf seinem Scheiss...;)

Öffentlich entschuldige ich mich bei Franz Liszt,
wobei ich allerdings glaube, daß mich mein Unterbewußtsein
zur Wahrheit genötigt hat (zu meiner natürlich, denn ich hasse Liszt;)....
Du hast es in der letzten Zeit aber mit den Mücken -
muß Dein Stichtag sein;)
Textarbeit muß man ja bei Dir eh nicht leisten, also
sollte man es auch nicht versuchen, sonst verdirbt man
eine tolle Sache nur. Alles in allem GELUNGEN!!!

LG Klopfstock:)
 

Hannah Rieth

Mitglied
Hallo Rolf-Peter,

gefällt mir wirklich gut. :) Nur ein paar kleine Anmerkungen:

Hier hockt er nun und übt Klavier.
Es jucken Mückenstiche.
Wie kommt er blo[red]ß[/red] dem bösen Tier
Am schnellsten auf die Schliche?

Hei nun! Mit virtuosem Flei[red]ß[/red]
Spielt er die Liszt[red]'[/red]schen Stücke.
Da rutscht sie aus auf seinem Schwei[red]ß[/red],
Die ahnungslose Mücke.

Jetz[red]t[/red] darf der brave Pianist
Recht ungestört malochen.
Er bleibt bei seiner Liszt[red]'[/red]schen List
Verschwitzt - doch unbestochen!

Netten Gruß, Hannah
 
K

Klopfstock

Gast
Das "t", beim "Jetzt" habe ich tatsächlich übersehen;) -
allerdings wer wundert sich eigentlich noch darüber, ob man
etwas mit "ss" oder "ß" schreibt. Dieses ganze Brimborium
- alte Schreibweise, neue Schreibweise - verunsichert
dermaßen, daß ich inzwischen nicht mehr sicher bin, was
mit dem Einen und was unter Beteiligung des Anderen
geschrieben wird. Eines Tages werden wir es noch auslosen dürfen;) weil wieder jemand eine glorreiche Idee
zu irgendeiner "schreib-weisen" Änderung hatte ;):D

LG Klopfstock
 
U

Urbinia

Gast
hallöchen, finde dein Werk gelúngen und gut, nur, was mich wundert ist, dass bei meinen Satiren immer Kommentare kommen wegen der nicht perfekten Reime, sogar wegen der Länge der Vokale. Wenn man mal mit gleichem Maße messen möchte , müsste das bei dir bei "malochen" (lang) und "unbestochen" ( kurz) auch als falsch gelten.. Naja, bei manchen läßt es sich halt ziehen, bei anderen nicht..- Tschüssi vonurbinia
 
K

Klopfstock

Gast
Hallo, Urbinia,
mich wundert es übrigens auch, das mit dem "lang und kurz
etc.", denn ein Gedicht wird nicht in Alltagssprache
gesprochen und man kann tatsächlich ziehen, zu Gunsten
des Rhyhmus und der Gedichts-Melodie.
Aber wahrscheinlich sind das Leute, die nur lesen
und noch nie ein Gedicht vorgetragen gehört haben -
hätten sie es nämlich, dann sähe die Sache ganz anders aus;)
Deswegen auch dieses ständige: "Es holpert mal wieder!";)


LG Klopfstock:)
 

Herr Müller

Mitglied
Gestochen oder nicht

Hallo Rolf-Peter,

endlich kann man mal ein wenig Textarbeit leisten. Ich finde hier stört ein logischer Fehler:

Hier hockt er nun und übt Klavier.
Es jucken Mückenstiche.
..........
Er bleibt bei seiner Lisztschen List
Verschwitzt - doch unbestochen!
Wie denn nun, ist er jetzt schon gestochen, oder nicht.
Ich setze mal voraus, das unbestochen ein Wortspiel ist.

Vielleicht ist das hier ein Lösungsansatz:

Hier hockt er nun und übt Klavier.
Es [strike]jucken[/strike] [blue]drohen[/blue] Mückenstiche.
Wie kommt er bloss dem bösen Tier
Am schnellsten auf die Schliche?

Hei nun! Mit virtuosem Fleiss
Spielt er die Lisztschen Stücke.
Da rutscht sie aus auf seinem Schweiss,
Die [strike]ahnungslose[/strike] [blue]hoffnungsfrohe[/blue] Mücke.

Jetz darf der brave Pianist
Recht ungestört malochen.
Er bleibt bei seiner Lisztschen List
Verschwitzt - doch un[strike]b[/strike][blue]g[/blue]estochen!


[/B]
 
Hallo und Dank an alle!

Entschuldigt die spaete Antwort, aber ich bin auf der Reise (auf der Flucht vor den Muecken, der Hitze, der Feuchtigkeit, etc.). Jetzt sitze ich hier in einem kalifornischen Internet Cafe und meine "Prepaid Internet Card" laeuft aus..., es sei denn, ich (be)steche jemanden, aber ich bin keine Muecke.

Vielen Dank fuer's Lesen, Textarbeiten, Vorschlaege...

Einiges habe ich schon verbessert. Das Deutsche "ss" ist manchmal zu umstaendlich. Ich muesste es erst borgen, aber hatte keine Zeit dazu.

So? "Malooochen"? Lang ausgesprochen? Das wusste ich gar nicht. Da haette ich ja tatsaechlich eine Kritik verdient. Aber es ist so ein treffendes Wort..., fuer uebende Pianisten, besonders wenn sie auswendiglernen muessen...

@Klopfstock: ...und die Sonate? ...auch Sch(w)eiss???

@Herrn Mueller: Also be-stochen, das war ein Witz. Wenn ich "gestochen" nehme, muesste ich auch den Titel "Unbestechlichkeit" aendern (zu "Unstechlichkeit"???, "Unstich"???). Der Pianist war gestochen und blieb dann unge-(be-)stochen nachdem er Liszt spielte. Aber "drohen" Mueckenstiche ist natuerlich auch gut. Vielleicht aendere ich es noch..., aber jetzt laeuft die Card aus.

Tschuess alle,
RP
 

LuMen

Mitglied
unbestechlich

Hallo Rolf-Peter,

Dein Gedicht gefällt mir auch unbestochen!

Zu Urbinias Klagelied: Ich habe zwar einige Male formale Kritik geübt, aber diesmal bin ich´s nicht! "Bestochen" - "malochen" ist zwar ein sog. "unreiner" Reim, aber ein durchaus üblicher und zulässiger, der sich auch bei allen "Großen" findet. Man soll sich das (Dichter-)Leben auch nicht zu schwer machen!

Herzliche Grüße nach Übersee!
LuMen
 

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