Und jede Nacht sind wir zerstreut

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O

orlando

Gast
Volltreffer, Patrick!

Du lernst schnell dazu und achtest stark auf (erwünschte) Klangfinessen.
Beispielsweise die Reihe "zerstreut - scheu - reut" ist dir vortrefflich gelungen. Ebenso "Bild - stillt und Wind."
Ganz von allein hast du auch gemerkt, dass es möglichst drei Gleich- oder Ähnlichklänge sein sollten, was ebenso für Wiederholungen gilt. Das ist allerdings keine offizielle Regel lyriktheoretischer Lerhrmeinungen, is` aba trotzdem wahr. :D:)

Sehr schön auch die Doppeldeutigkeit des Zerstreut-Seins ...

Und jede Nacht sind wir zerstreut,
Wie Kräfte, die sich wirr bestreiten.
Wie scheue Hände, die es reut,
Erstaunt Erfühltes zu begleiten.

In jedem Windhauch ist dein Mund,
In jedem Wasser ist mein Bild.
Wie Mondschein auf dem Gartengrund,
Gebannt und ernst und ungestillt.
Ein wunderbares Liebesgedicht, über das sich deine Schöne sicherlich sehr freuen würde (nur mal so als Tipp ;)).
Und nicht nur die.

Applaudierende Grüße
orlando
 
Hallo Orlando

Mit soviel Zuspruch habe ich gar nicht gerechnet.
Ich danke dir :)

Ich wollte schon lange ein Liebesgedicht schreiben, habe mich aber nicht getraut, zu groß schien der Brocken, zu schmal der Grad zwischen Kitsch und Gefühllosigkeit.
Umso erfreuter bin ich natürlich, dass mir scheinbar etwas brauchbares gelungen ist.

Gruß
Patrick
 

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