Chandrika Wolkenstein
Mitglied
Man sagt,
sie weine nachts unter Brücken.
Wo das schwarze Wasser
die Pfeiler umschließt,
regt sich etwas
zwischen Strömung und Schatten.
Keiner sieht sie genau.
Nur manchmal
zittert das Wasser,
als habe der Fluss
ein Antlitz verschluckt.
Man sagt,
sie habe geliebt.
Man begehrte
das Fremde in ihr
und nannte es Schuld.
Wenn ihr Kuss
den Tod auf die Lippen legte,
stockte der Atem.
Seitdem
geht sie nicht mehr ans Ufer.
Sie bleibt,
wo das Wasser
in einer älteren Sprache spricht.
Wenn nachts der Wind
sich unter Brücken verfängt,
ist es vielleicht Undine.
Sie weint.
Immer wieder
lassen sie ihre Liebe
im Tod enden.
sie weine nachts unter Brücken.
Wo das schwarze Wasser
die Pfeiler umschließt,
regt sich etwas
zwischen Strömung und Schatten.
Keiner sieht sie genau.
Nur manchmal
zittert das Wasser,
als habe der Fluss
ein Antlitz verschluckt.
Man sagt,
sie habe geliebt.
Man begehrte
das Fremde in ihr
und nannte es Schuld.
Wenn ihr Kuss
den Tod auf die Lippen legte,
stockte der Atem.
Seitdem
geht sie nicht mehr ans Ufer.
Sie bleibt,
wo das Wasser
in einer älteren Sprache spricht.
Wenn nachts der Wind
sich unter Brücken verfängt,
ist es vielleicht Undine.
Sie weint.
Immer wieder
lassen sie ihre Liebe
im Tod enden.