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Unglück

wüstenrose

Mitglied
Hallo Bernd,
nette Geschichte, die die Gedanken des Lesers an sich zu binden weiß und ihn sinnierend zurücklässt. Auch sprachlich finde ich das Gedicht ausgewogen: einerseits kindlich-schlicht, andrerseits in der Mitteilung nüchtern-klar.
Tippfehler:

ich mit de[red]r[/red] Nase ein Loch in den Boden.
lg wüstenrose
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Als ich stolperte
und hinfiel, bohrte
ich mit der Nase ein Loch in den Boden.
Mitten auf dem Weg.

Ein Bauer holperte
mit seinem Traktor herbei
und fiel in das Loch im Boden.
Mitten auf dem Weg.

Ein Kran versuchte, ihn herauszuziehen.
Doch er kippte um
und fiel in das Loch im Boden.
Mitten auf dem Weg.

Mir gelang es, zu fliehen.
 

Mondnein

Foren-Redakteur
Teammitglied
Der Clou liegt (für mich) darin, daß es unter "Gereimtes" eingebracht worden ist: die konsequente, aber unaufdringliche Nutzung der epiphorischen Wortwiederholung (rührender Reim), wie bei den klassischen Ghaselen, die Du, Bernd, gelegentlich schreibst.

Die Leseraufmerksamkeit kann die Form reflektieren: heiteres poetisches Spiel.
 


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