unlüste

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ENachtigall

Mitglied
Ein gutes Gedicht, lieber Karl, interpretationsoffen in viele Richtungen.

Die Zeilenumbrüche - lesefreundlich und gleichzeitig denkanstoßend - gliedern das Gedicht zu einem teils faszinierenden, teils spröde sich in Andeutungen verlierenden Phantom.
erdachte gefühlsschwankungen
spreizen sich als offene fragen
im vorurteilswesen
Hier gelingt mir das Folgen aufgrund meiner Vorstellungskraft von einem lebendigen "Vorurteilswesen" dann doch noch, wenngleich es eine "stromschnelle Stelle" im Text ist, die leicht straucheln lässt.

Mit herzlichen Grüßen

Elke
 
Liebe Elke,
über dein Lob habe ich mich ganz besonders gefreut, da es von jemanden kommt, den ich als Lyrikerin sehr schätze.
Herzlichen Dank und Gruß
Karl
 

Perry

Mitglied
Hallo Karl,

ich lese ein wenig Winterdepression aus den Bildern. Kein Wunder bei dem hartnäckigen Winter heuer.
Die Mehrzahl von Unlust ist etwas ungewöhnlich, aber dadurch auch Interesse erregend, auch wenn von (Ge)Lüsten nichts im Text vorkommt (lächel).
LG
Manfred
 

Walther

Mitglied
moin karl,

bei s2 und s3 unterschreibe ich das lob. s1 könnte etwas präzisierende entschlüsselung vertragen. vor allem [blue]lähmt / als gewohnheitsrecht[/blue] ist mir des guten zu viel.

lg w.
 
eine plage ist sie
die schleichende angst lähmt
vorgefühlte gedanken

erdachte gefühlsschwankungen
spreizen sich als offene fragen
im vorurteilswesen
wird wesentliches
in warteschleifen schwindelig
gießt wieder unlust auf
verkeilte leeren

ein frisches nichts
täte so gut
 
Lieber Manfred,
tja, der andauernde Winter geht mir wirklich auf die Nerven und lässt manche üblen Gefühle und Gedanken hochkommen.
Danke für deinen Kommentar.
Gruß
Karl
 

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