Vergessene Blumen

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Trist

Mitglied
Die Zeit hat einen Schleier über uns gelegt;
Willkommensblumen hängen sterbend aus der Vase.
der Sturm der Liebe hat sich lang nicht mehr geregt,
zusammenhalten ist nun wohl die letzte Phase.

An manchen Tagen zeigt der Schleier kleine Lücken;
durch diese könnten bunte Schmetterlinge ziehn.
Dann geh ich in Gedanken mit dir Blumen pflücken,
und seh uns beide glücklich lachend in der Sommerwiese knien.

Hab nie vergessen was du sagtest - als die Sonne schien ...
 
Zuletzt bearbeitet:

Trist

Mitglied
Ich weiß auch nicht, Isbahan, warum wir der ersten Phase so hinterher blinzeln. Vielleicht weil es etwas ganz großes, etwas besonderes war. Wie viele Phasen habe ich in den Versen
wohl übersprungen,
ich meine so etwas geht doch nicht von heute auf morgen. Ach ich weiß doch auch nicht.
Aber jede dieser Phasen hat etwas ...
Ich danke dir!

Liebe Grüße
Trist
 

rainer Genuss

Mitglied
Hallo Trist
das ist wunderbar geschrieben und "brausender Applaus brach in meinem Kopfkino infolge der Fülle an fantastischen Bildern aus".
Willkommensblumen hängen sterbend aus der Vase als Beispiel für Wunsch und Werdegang
Der Schleier mit seinen kleinen Lücken, durch den die Liebe wieder schlüpfen könnte.
Meiner Meinung nach ist dir eine besondere Melange von Romantik, Realismus und Liebeserfahrung gelungen
Da zieh ich den Hut und beglückwünsche dich
rainer
 

Oscarchen

Mitglied
Was mich beschäftigt, lieber Trist
Wenn ich nur wüsste, wer dich küsst
Wer dich beschenkt und auch beseelt
Dass es dir nie an Worten fehlt
Wie baut man derart Satzgerüste?
Von dir, da hätt ich gern 'ne Büste
 

Kaetzchen

Mitglied
Hi Trist
ein einfühlsames Gedicht.
Warum ist die letzte Zeile vom zweiten Vers so lang? Als Höhepunkt hast du doch schon die einzelne Zeile am Schluß verlängert.
ich würde schreibe: und seh uns glücklich lachend in der Wiese knien.
Das es um euch beide geht, weiß man ja schon und das es Sommer ist, sagen ja die Schmetterlinge und die Blumen vorher.
liebe Grüße
Kaetzchen
 

Trist

Mitglied
Entschuldigt ihr lieben, ich bin in letzter Zeit etwas ausgebucht.
Aber ich werde nie vergessen, mich für euere lieben Kommentare zu bedanken.
Rainer - du hast hier so einfühlsame Worte dagelassen, dass ich mich fast schäme
diese so lange unbeantwortet liegen gelassen zu haben.
Ich danke dir sehr.

Oscarchen, (du Schelm) , ich bin immer wieder über deine Einfälle erstaunt,
mit denen du Gedichte - oder Kommentare mit Worten verkleidest.
Eine Büste - haha - ich würde mich gerne über Brüste freuen.
Solche, die man anfassen darf, an denen man knabbern und einschlafen kann ...
einen lieben Dank dir!

Charlotte - ich gebe dir da vollkommen Recht - die letzte Zeile wollte einfach nicht aufhören zu wachsen.
Da wollte so viel rein, so viel, verlorenes Glück, so viele Sonnenstrahlen
eines vergangenen Sommers, da konnte ich einfach nicht auf die glücklich lachenden Gesichter verzichten ...

Auch dir lieben Dank!

Kaetzchen - du hast in meine Tiefen - und auch in die Schatten dieses Sommers gesehen. Mir fällt es leider so schwer, diese Zeile zu kürzen, aber ich schau mal, ob da nicht genauso viel mit weniger Worten gesagt/geschrieben werden könnte.
Einen lieben Dank dir!

Und diesen auch an alle Sternchenstreuer!

Euer Trist
 

Trist

Mitglied
Isbahan - ich freue mich, immer wenn du durch mein offenes Fenster hereinschaust.
du bist in meinen Versen immer herzlich willkommen.
So wie ein Sonnenstrahl, dessen Licht durch verschlissene Gardinen dringt ...
 


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