Vergissnichtmein

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Scal

Mitglied
Ich warf ein Wort ins Wasser,
es schwamm von hier nach dort.
Dort wurd es immer blasser.
Ein Fischermann vor Ort,

ein guter Angelwerfer,
hat es herausgefischt.
Ich seh es wieder schärfer,
zumal es aufgetischt

vor meinen Augen ruht.
"Vergissnichtmein, da liegst du,
mein Kind aus Übermut!
Nun äugst mir wieder zu!"

Gibt kaum mehr was zu sagen,
nur eins bedrängt mich doch:
Es gibt an manchen Tagen
ein Fischersommerloch.
 
Das ist herrlich verspielt! Wie du ein verlorenes Wort buchstäblich wieder herausangelst und daraus eine ganze kleine Geschichte machst, ist ebenso klug wie charmant. Das „Vergissnichtmein“ hat mich besonders berührt – und beim „Fischersommerloch“ musste ich lachen. Ein Gedicht mit Witz, Zärtlichkeit und echtem sprachlichem Einfallsreichtum. Danke,Scal.
 

wirena

Mitglied
...ja Scal, da kann ich mich meiner Vorschreiberin nur anschliessen - auch mich führte das Fischersommerloch zu einem herzlichen Lachen - und wieder ist ein Tag gerettete :) auch von mir herzlichen Dank für dieses Erleben - LG wirena
 

Ubertas

Mitglied
Lieber Scal,

ich lege jetzt nur meine eigene Teilblende über deine wundervollen Zeilen, mit ihr und mit dieser letzten Strophe von dir, habe ich sie im Blick, die Selbstvergessenheit.
Derweil sich in diesem, deinen Gedicht noch so viel mehr sehen lässt.

Liebe Grüße,
ubertas
 



 
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