verliebt

die farbe der haut bröckelt von den händen
des fremden, mit den vernarbten
worten im hals. er steckt dich ein. in sein
fingerhutgroßes verlangen hinein. er mag dich.
du magst ihn. gemeinsam enknotet ihr den lärm
den das licht macht, legt ihn (stillgeworden)
in eure hände und lächelt entrückt.

wenn der regen euer reden von den lippen wischt,
stiehlt sich das wort in die lautlosen küsse.
eine berührung die zwei körper teilen als eine.
euer ebenes fühlen biegt sich im wind,
formt buchstaben, die sich nach worten sehnen.
bald denkst du, bewohnt dich sein sehen, immer -
an deinem denken hängt licht.
 
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L'étranger

Mitglied
Hallo Patrick,

die zweite Strophe finde ich sehr gelungen. Nur das "ebene" Fühlen verwundert mich.

In der ersten Strophe stolpere ich ein wenig über er die Kompliziertheit der letzten drei Zeilen. Kaum hab ich es entknotet, "wird der Lärm still", die Passage nach dem Komma, sollte bildlich weniger kompliziert sein - da kommt ja Stille rein ;-).

Gruß Lé.
 
G

Gelöschtes Mitglied 21884

Gast
Patrick, hör auf mit dem neoexpressiven Pappalapapp, an dem Du seit längerem herumpopelst und Dir das Genick brichst bevor Du das Bett erreichst!

die farbe der haut bröckelt von den händen - ein Weltereignis in Sachen Liebe?

sein
fingerhutgroßes verlangen hinein. er mag dich.
Das ist ein Weltereignis!

gemeinsam enknotet ihr den lärm
den das licht macht, legt ihn (stillgeworden)
in eure hände und lächelt entrückt.
Entrückung in einem fürchterlich lauten Licht?

und dann

eine berührung die zwei körper teilen als eine -
von expressiv nach Kitsch!

Ich habe mir die Mühe gemacht, Deine Beiträge seit etwa 2018 zu lesen. Lyrisch geht's bergab, aber in Sachen Prosa hättest Du was anzubieten nach etlichen guten Vorgaben. Wäre das was?

Gruß
Béla
 
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