Verrauchte Küsse

3,30 Stern(e) 3 Bewertungen
Verrauchte Küsse

© Rolf-Peter Wille



Es flüstern mir aus Deinem Tagebuch die Musen
Noch einmal leicht zerknitterte, schon längst verhauchte Grüsse.
Da spüre ich an weichem Busen süss verwitterte,
Ganz leis verrauchte Küsse.
So schmusen aus der Gruft noch Deine Lippen,
Diese laschen schon verblichnen Blümchen
Mit einem Duft von Aschenbechern und Parfümchen.

Adieu, Du Tagebuch! Adieu. Und träume gut.
Und Friede Deiner Asche aus der Glut.



(PS: ...passt nicht zum Muttertag...)
 

Schakim

Mitglied
Guten Morgen, Rolf-Peter!

Im fremden Tagebuch zu blättern, ist ganz schön,
man kann den Menschen hinterher viel mehr verstehn.
Ist dieser Mensch hingegen längst gegangen,
wird man sein Sein, sein Leben nicht mehr fangen ...
Man schwelgt vielleicht nostalgisch weiter
und holt die Muse sich still zum Begleiter.


Ein leicht makaberes Gedicht von Dir, das trotzdem zum Lachen anregt.

Einen Sonntagsgruss!
Schakim
 
Guten Abend, Schakim! Guten Abend, IKT!

So schwarz die Trauer, schwarz der Flor.
Doch schwärzer noch ist der Humor.

Montagsgrüsse (hier leider schon)!
Rolf-Peter
 

Oben Unten