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asylstätten suchen
für eine handvoll
verlorener worte


die mitte im leeren raum
und mitten in der mitte des leeren raums
die mitte in leeren raum


alterndes herz
von einer großen stille schreiten
in eine größere stille


reines weiß
bis ich
hindurch muss.


die stille
tropft in der stille
wie ein wasserhahn


fernab der mär
ein augenblick
mit wolf und wackerstein


grenzgänge wagen
fernab
und nahe bei
 

Tula

Mitglied
Hallo Patrick

Ich bin geneigt, ein durchgehendes Gedicht erkennen zu wollen, aber hier ziehe ich lose Verknüpfungen vor. Assoziationen von diversen (Ver)suchungen an den Grenzen des Greifbaren, jener einer Stille zu einer noch tieferen (unausweichlich endgültigen ...), zurück- oder hindurch-kehrend oder eben nicht / vielleicht doch mit einer 'other side' ... ?
Die letzten beiden gefallen mir als Grenzgänge am besten. Sicher alles auch ein wenig chiffrig, eben mit Deutungs-Grenzwerten ohne vollkommen unverständlich zu werden. Ich denke, das war Teil der Absicht.

LG
Tula
 
G

Gelöschtes Mitglied 20370

Gast
Lieber Patrick,

war Ungeduld im Spiel?

Die Texte 3 - 5 lassen das Todesthema erkennen, 1 und 7 sind wohl Aphorismen, 2 trickst sich selbst aus und könnte als Wortspielkaskade seine eigene Nummer sein (sogar deutlich vergrößert werden), 6 strahlt nirgendwohin und bleibt sich selbst.

Wohin also geht die Reise?
Als experimentelles Angebot sehr interessant, aber gefährlich verschwenderisch ... (aus 3 - 5 hätte ich ein eigenes Todesgedicht geschrieben).

Schönen Gruß von
Dyrk
 
Hallo Tula :)
Ja, die einzelnen Stücke sind getrennt voneinander zu behandeln, auch wenn sie vielleicht an einigen Stellen ineinander übergehen. Ich habe überlegt, ob ich das Zweite Stück entfernen soll, weil es mir am besten gefällt. Dass dir die letzten Beiden am meisten zusagen verwundert mich, damit habe ich am allerwenigsten gerechnet. Lieben Dank für die Rückmeldung und

L.G
Patrick
 
Hi Dyrk :)

Im Grunde hast du recht, ich hätte aus dem Material mehr machen können, aber ich bin irgendwie immer weniger an perfekter Ausarbeitung interessiert und nehme mir zu wenig Zeit für die einzelnen Gedichte. Obwohl mir die einzelnen Stücke auch so ganz gut gefallen. Danke dir für die coole Rückmeldung und

L.G
Patrick
 

Mondnein

Mitglied
Du hast gute Leser, Patrick!

Ich selbst hatte die Schwierigkeit beim ersten Lesen, daß ich eine Strophenfolge als in sich konsistentes Gedicht zu verstehen versuche, und immerhin gibt es die Dreizeiler-Form der Strophen und den Gleichklang der (nennen wir es mal) "Zenkunst-Kreise", siehe
[URL]http://12koerbe.de/hanumans/zenjapan.htm#21. [/URL]

Die sorgfältige Differnzierung, vor allem von Dyrk, ist mir da hilfreich: Jede der sieben Strophen ein Dreizeiler für sich genommen, Kreis für Kreis. Mit der Vergleichbarkeit der verschiedenen Versuche.

grusz, hansz
 
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