seefeldmaren
Mitglied
fuer S.
(Veteri amico, linguae amoris causa: redeas mox)
Vigilie, 2026
Oft halte ich dich nicht, versorge dich noch
kaum und hüte das, handfast, Lidwarmes,
das mir fortflößt; ich zähle die Fasern des
Gesichtes, Unfäden, und Wehgarn. Pore. Ich neige
mich überhaupt zu dir, wie ein sich überneigen
der Sichelmond, CD-ROM mit Crack, dämmernd
gegen das Meer anzuweinen, rinde mein Ungesicht vor
und zittere vermulchend, nippe Moos Tau einen
Schluck solchen, die Schlehen ich Nektarien heben
dich vorvorsichtig auf vom mich ausweisenden
Morgengrau. Das wahrte keins von den versch
wemmten Gesprächlein, alle miteinander märzen
Vergessen schlammen im Kübel, Nachtnarben
überfirnissen im Kalkreif Sprudelkadaver, der Lakai
Rosen, Ja-gern-Gewölk, Bückfäden und Dienstkleber
netzen vom Lack Mund geliehener Zahnzeus,
Kerzenleute wachsen sich verschwenderisch
am Grabstein herunter, Dochtdilettanten. Jedes Wort
für Wort scheint mir ein Leihkiesel im Sein, ein
Demosthenes-glatt, untiefmein Weh gestaut, Wehrweh,
weh weh weh, Mut mein Seufzschlick tränten Ufer: Uferlein
aus Flor. Küfer aus Uferlein. Und ob ich leiden lüde,
wüsst ich überwiegend nicht, aber flösse ich, flösse ich -
Der Frost schürft Farnwedel ins Thermopane, Dendriten
lehnen sich ins Fenster, zupfen am Licht die losen Fäden,
bis der Morgen sich auftrennt in Amseln. (Ich
sitze im Strandhafer und der Sand gibt nach,
wo ich die Hand aufstütze, höre ich im Nachgeben
dein Atmen als Ebbe unter meiner Haut)
(Veteri amico, linguae amoris causa: redeas mox)
Vigilie, 2026
Oft halte ich dich nicht, versorge dich noch
kaum und hüte das, handfast, Lidwarmes,
das mir fortflößt; ich zähle die Fasern des
Gesichtes, Unfäden, und Wehgarn. Pore. Ich neige
mich überhaupt zu dir, wie ein sich überneigen
der Sichelmond, CD-ROM mit Crack, dämmernd
gegen das Meer anzuweinen, rinde mein Ungesicht vor
und zittere vermulchend, nippe Moos Tau einen
Schluck solchen, die Schlehen ich Nektarien heben
dich vorvorsichtig auf vom mich ausweisenden
Morgengrau. Das wahrte keins von den versch
wemmten Gesprächlein, alle miteinander märzen
Vergessen schlammen im Kübel, Nachtnarben
überfirnissen im Kalkreif Sprudelkadaver, der Lakai
Rosen, Ja-gern-Gewölk, Bückfäden und Dienstkleber
netzen vom Lack Mund geliehener Zahnzeus,
Kerzenleute wachsen sich verschwenderisch
am Grabstein herunter, Dochtdilettanten. Jedes Wort
für Wort scheint mir ein Leihkiesel im Sein, ein
Demosthenes-glatt, untiefmein Weh gestaut, Wehrweh,
weh weh weh, Mut mein Seufzschlick tränten Ufer: Uferlein
aus Flor. Küfer aus Uferlein. Und ob ich leiden lüde,
wüsst ich überwiegend nicht, aber flösse ich, flösse ich -
Der Frost schürft Farnwedel ins Thermopane, Dendriten
lehnen sich ins Fenster, zupfen am Licht die losen Fäden,
bis der Morgen sich auftrennt in Amseln. (Ich
sitze im Strandhafer und der Sand gibt nach,
wo ich die Hand aufstütze, höre ich im Nachgeben
dein Atmen als Ebbe unter meiner Haut)