Vom Drang auszubrechen

2,40 Stern(e) 5 Bewertungen

Michael Schmidt

Administrator
Teammitglied
Wenn das Korsett zu eng ist,
die Gesellschaft einen zuschnürt,
ist der Wunsch auszubrechen da.

Wenn der Mief einen erdrückt,
sucht man die Weite,
treibt sich in die Ferne,
zu neuen Ufern,
die das Tor zur Welt bedeuten.

In der scheinbaren Freiheit,
entdeckt man verzagt,
das Korsett liegt in einem,
nirgendwo sonst,
und vor sich selbst kann niemand fliehen.

In Verzweiflung gefangen
arbeitet man sich an ab,
an sich selbst,
und an anderen,
auf der Suche nach Erlösung.

Doch statt Zufriedenheit,
findet man weitere Fragen,
gerät außer Tritt,
unverstanden und einsam,
hadert mit der Welt und mit sich.

Irgendwann hört man auf zu suchen,
verliert sein Ziel,
und ist der inneren Leere ausgeliefert.

Grau sind die Stürme an der Küste,
noch grauer die eigene Stimmung,
man hellt auf und nimmt,
entkrampft und trinkt,
doch am Ende hilft nichts.

Vor den eigenen Dämonen,
kann niemand fliehen.
 

revilo

Mitglied
Moin...das ist m.E. keine Lyrik, sondern Prosa pur.....und leider keine gute, weil du hier Metaphern verwendest (Korsett,Welle,Ferne,Ufer,Korsett sogar 2 x,), die einfach blass und schon sehr abgenutzt sind...dann gerät das Ganze zu so einer Art Besinnungsaufsatz, in dem Binsenweisheiten, die man in jedem zweiten christlichen Bekehrunblättchen lesen kann, zum Besten gegeben werden...zu Guter letzt folgen die bösen,bösen eigenen Dämonen.......auch schon mehr als 1000 x gelesen.....

LG revilo
 

Walther

Mitglied
hallo,

leider muß ich revilo in seiner einschätzung recht geben. das ist ein prosatext, ein tagebucheintrag, voller selbstmitleid, distanzlos, ohne pepp und witz. das muß ironisch gebrochen sein, damit es genießbar wird - sonst bleibt nur larmoyanz.

lg W.
 

 
Oben Unten