Von Bild zu Bild

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Als ob ein Mensch in seinem Gedächtnis verlorengeht,
und die herankommende Zukunft zurückrollt
in die geschlossene, linke Hand, die er vors Herz hält,
geht der unentschlossene Wind
über die Trümmer der Nacht.

Sternbilder, fixiert, wie eingeschlagene Nägel
an Deck eines Schiffs, werfen ihr Bild auf die dünne Haut des Wassers,
in das er hinausschwimmt.

Er will etwas einfaches sagen
und eine Brücke spannen von Bild zu Bild, aber
das Einfache ist zu weit fort, da lächelt er bloß
und die Nacht lacht ihn aus.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Patrick,

wieder eine sehr beeindruckendes Bild über Erinnerungen.
Einerseits bewegt man sich auf sehr dünner Haut, andererseits wird man selbst immer dünnhäutiger.

Liebe Grüße
Manfred
 
Danke dir Manfred.

Komischerweise mag ich den Text selber nicht so, ohne zu wissen warum eigentlich, deshalb freut es mich, dass er scheinbar nicht ganz misslungen ist.

L.G
Patrick
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ja, das ist wirklich oft so, dass Texte bei denen man sich selbst unsicher ist, dann oft beim Leser am besten ankommen.
Deshalb ist mir auch dieses Forum so wichtig.

Liebe Grüße
Manfred
 

Tula

Mitglied
Hallo Patrick
S2 und S3 gefallen mir außerordentlich. S1 ist mir allerdings zu dick aufgetragen. Mir reichte da Zeile 1 + 3, man verliert sich und hält die Hand vors Herz, das sagt mir alles.

LG
Tula
 
Hallo Tula

Ja, du könntest recht haben, vielleich streiche ich die letzten beiden Zeilen von S1 einfach, mal schaun, ich denk da noch drüber nach...

L.G
Patrick
 

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