Von Gurken, Tischen, Stühlen und anderen Optionen (Quasi-Sonett in Proteusversen)

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Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ich nahm den Tisch und stellte ihn ins Zimmer,
platzierte Stühle um den Tisch herum,
von Raumgestaltung hab ich keinen Schimmer,
die Couch stand schief und Gurken wuchsen krumm.

Ich nahm die Stühle, stellte sie ins Zimmer,
und warf den Tisch quer um die Stühle rum.
Von Gurken hab ich leider keinen Schimmer,
die Raumgestaltung kippt mein Sofa um.

Ich nahm alsbald die Raumgestaltung, warf
sie um die Stühle, die den Tisch umstanden,
die schiefen Gurken kamen mir abhanden,

ich habe für kein Zimmer mehr Bedarf
an frischen Stühlen, Kanapees und Schimmern,
die Raumgestaltung kann sich nicht verschlimmern.
 

Mondnein

Mitglied
Eine Zeit lang, lieber Bernd,

war es Mode, irgendwelche festen Gegenstände über Tapeten, Schlipse und Schlafanzüge zu werfen, wo die etwas beziehungslos rumpurzelten.
Aber es geht in diesen lockeren sorgfältigen Versen auch um die "Raumgestaltung" selbst, sie ist in das topologische Umgreifungsspiel einbezogen wie die Selbstabbildung im Fraktal (Royssche Karte) oder im Paradoxon.

Sagt mir sehr zu!

grusz, hansz
 

molly

Mitglied
Lieber Bernd,

Auch mir gefällt Dein Gedicht, Deine "Raumgestaltung" ist bemerkenswert, vor allem, da auch Gurken dazu gehören.

Sehr gerne gelesen
molly
 

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