von physik und mythos

4,00 Stern(e) 1 Stimme

HerbertH

Mitglied
Pfade welten weben

Atemlos ruht dein jetzt
In der stasis-blase
Um den wahrscheinlichsten pfad

Sicher ist scheinbar
Das bündel entwickelter linien
Im lichtkonus vergangener eigenzeit

Und was du zukunft nennst
Fasert aus in phasen der wirkung
Als summe aller möglichen pfade
[ 4]verlassen die den kegel künftiger eigenzeit?
[ 8]oder zerplittert dein selbst in viele mögliche welten?

Frage den physiker
Aber traue ihm nicht
Moiren und nornen sahen weben die alten
 

manehans

Mitglied
Guten Tag HerbertH,
ein schöner Sprachfluss, der mich in die Welt von Scifi entführt.
Tja, aber wohin geht die mythische Reise?
Perry Rhodan hätte die Antwort gewusst, allen Nornen zum Trotz.
Gern gelesen.
lg manehans
 

HerbertH

Mitglied
Sci oder Fi, das ist hier die Frage :)

Hallo manehans,

wenn Physik und Mythos sich begegnen, ist die SciFi nicht weit. Ob allerdings Perry Rhodan Pfadintegrale gekannt hat? :)

Liebe Grüße

Herbert
 

HerbertH

Mitglied
Pfade, welten, weben


Atemlos ruht dein jetzt
Auf ewig in der blase
Um den wahrscheinlichsten pfad

Sicher ist scheinbar
Das bündel entwickelter linien
Im kegel vergangener zeit

Und was du zukunft nennst
Fasert aus in phasen der wirkung
Als summe aller möglichen pfade

Zerplittert dein selbst in viele mögliche welten?
Frage den physiker aber traue ihm nicht
Moiren und nornen sahen weben die alten
 

HerbertH

Mitglied
Um den Text zugänglicher zu machen, habe ich eine neue Version eingestellt.

Wie immer interessiert mich die Frage "Besser oder schlechter?" ...

Danke im Voraus für Eure Kommentare.

Herbert
 

manehans

Mitglied
Guten Tag Herbert,

die neue Version ist vielleicht ein bisserl verständlicher. Ich versuche es mal aufzudröseln.

Das Lyrd, der Mensch befindet sich gegenwärtig in einem nicht völlig gesicherten Ruhezustand.

Die Sicherheit ist trügerisch, wenn er sich auf die bisher zurückgelegten Wege verlässt.

Denn in der Folgezeit könnte sich, unüberschaubar, durch die Addition aller potentiell gangbaren Wege die vermeintliche Geborgenheit auflösen mit einer ungewissen Zukunft. Die Wirkung ist kaum vorhersehbar.

Der Physiker weiß manches, nicht jedoch alles. Denn wer weiß schon um das Wirken eines möglichen Weltgeistes. Oder wie Nietzsche sagt: "jede Zeit hat ihre eigene Gesetzmäßigkeit".

Die sprachliche Umsetzung dieses komplexen Gedankens ist nach meinem Empfinden gut gelungen. Ob mir die Interpretation gelungen ist, bleibt abzuwarten.

lg manehans
 

HerbertH

Mitglied
Danke, manehans, für die Beschäftigung mit diesem gewiss nicht einfachen Gedicht. Deine Interpretation finde ich durchaus treffend. Dies ist sicherlich eine stimmige Ebene, die hier deutlich wird.

Herzliche Grüße

Herbert
 

Oben Unten