W a h r n e h m u n g

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PillanGo

Mitglied
Sie hört die gelben Blumen singen
Fühlt die grünen Sterne schwingen
Riecht die blauen Wolken brennen
Sieht die rote Sonne rennen

Er fühlt die grünen Wolken schwingen
Hört die gelbe Sonne singen
Sieht die blauen Sterne rennen
Riecht die roten Blumen brennen

Sie sieht die roten Wolken rennen
Riecht die grüne Sonne brennen
Hört die gelben Sterne singen
Fühlt die blauen Blumen schwingen

Er riecht die roten Sterne brennen
Sieht die grünen Blumen rennen
Fühlt die blaue Sonne schwingen
Hört die gelben Wolken singen
 
Zuletzt bearbeitet:

Nika

Mitglied
Bin jetzt das zweite Mal hier gelandet und finde es von denen, die ich gelesen habe, das beste Gedicht, immer noch 5 Sterne. LG
 

trivial

Mitglied
Hallo PillanGo,

du hast ja nun ein paar Gedichte in dieser Form gemacht. Wobei mir dieses am liebsten – da am sinnlichsten – ist.
Erst dachte ich, irgendwie langweilig, du wiederholst immer wieder das gleiche Schema, aber dann merkte ich, durch die verdrehte Symmetrie sprichst du etwas direkt an, die Mustererkennung, und gehst damit ins Innere.

Die Gedichte limitieren sich selbst so stark, dass ihre inhaltliche Bedeutung automatisch über ihrer Form steht. Sie kann überhaupt nicht ausformuliert werden und wird zum Lesen selbst, und die Störung des Musters als negativer Raum der Bedeutung ist das, was in Erinnerung bleibt.

Fast schon eine Art Sigetik.

Liebe Grüße
Rufus
 

wirena

Mitglied
….ja PillanGo, auch dies ein sehr schönes Gedicht. Mit gefällt die Freude, das Beschwingte, die Rhythmik. Tanzen dazu ist möglich :)

@trivial:….ich erlebe dabei vorerst, spontan die unterschiedliche Wahrnehmung des Daseins von Frau und Mann – erst durch derer Überwindung ist die Sigetik, ein neuer Begriff für mich, erlebbar, so wie ich die Sigetik verstehe –

LG wirena
 



 
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