waffenlose zeit

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sitze in meiner schreibklause
warte auf gefühlte antworten
aus dem verschwiegenen

aprilregen warm wie schon im mai
rinnt von der fensterscheibe
tropft in halb geöffnete vorgartenblüten
vom bücherregal quillt radiomusik
und nachrichtensprache
auf den roten teppich
rentner erschoss einen landrat und sich
auf der a eins ein geisterfahrer
kriegsdrohungen aus nordkorea
auch morgen wieder regenschauer
und ein amokläufer

unfrieden staut meinen gedankenfluss
waffen habe ich keine
 

revilo

Mitglied
ein gelungener Aus-und Einblick in Deine Studierstube.. das Gedicht muss so frisch sein wie Mairegen im April, denn die traurige Geschichte des Landrates habe ich heute im Internet gelesen.. mir gefällt hier, wie Du Naturerlebnisse, persönliche Empfindungen und aktuelles Tagesgeschehen kombinierst...
LG revilo
 
Danke, lieber revilo,
Deine positive Kritik freut mich natürlich sehr...
Im übrigen bin ich froh, dich hier wieder häufiger zu finden-
Gruß
Karl
 

Cellist

Mitglied
Ich mag hier Oli zustimmen. In der Tat ein interessanter Einblick, wie du diesen Apriltag 2013 erlebst. Menschlich eben ...

LG
Bernd
 

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