Weihnachtswunsch / Für Kinder

3,50 Stern(e) 2 Bewertungen

molly

Mitglied
Was wünschst du dir zu Weihnacht? (Aktuelle Version)

Die Mutter sagt: "Das ist nicht schwer,
ich weiß schon, was ich will".
Sie schreibt den Wunsch auf ein Papier
und lächelt dabei still.

„Ich wünsche mir zum Weihnachtsfest
nur einen freien Tag.
Da mache ich von früh bis spät
das, was ich gerne mag.

Ich setze mich zum Frühstück schon
an den gedeckten Tisch,
und mittags kocht ihr, was ihr wollt,
ich esse auch mal Fisch.

Am Nachmittag, da möchte ich
in Ruhe Krimi lesen.
Ich rühre keine Töpfe an
nicht einmal einen Besen.

An meinem schönen, freien Tag
hör ich kein Telefon
und öffne auch die Haustür nicht.
Ich weiß, das macht ihr schon.

Beim Abendbrot erzähl ich euch
wie's war so ohne Pflichten,
und wie es euch ergangen ist,
das dürft ihr mir berichten." ©
 
Zuletzt bearbeitet:

anbas

Mitglied
Hallo molly,

die ersten drei Verse sind metrisch sauber. Der Reim Tisch/Fisch wirkt auf mich etwas sehr gewollt, doch mir fällt spontan auch nix Besseres ein.

Ab Vers vier läuft die Metrik dann aber fast komplett aus dem Ruder. Gut, Mutter hat frei - da muss es vielleicht zu Hause nicht ganz so geordnet ablaufen... in dem Gedicht sollte es das aber schon tun, finde ich :D.

Vielleicht findest Du ja noch Lösungen für die zweite Hälfte.

Liebe Grüße

Andreas
 

molly

Mitglied
Hallo Andreas,

Danke Dir, aber Fisch stimmt schon, eines meiner Kinder hat an dem geschenkten Tag immer Fischstäbchen gebraten.

Schau mal, wäre das besser:

Am Mittag, ja, da möchte ich
sehr viel in Ruhe lesen.
Ich rühre keine Töpfe an
und auch keine Besen.

Ich lauf an meinem freien Tag????
gewiss auch nicht ans Telefon
und öffne unsre Haustür nicht.
Ich weiß, das macht ihr schon.

Am Abend dann erzähl ich euch
von meinem Tag, so ohne Plagen,
und wie es euch ergangen ist,
das werde ich dann fragen.“

Grüßle

Monika
 

molly

Mitglied
Was wünschst du dir zu Weihnacht?

Die Mutter sagt: "Das ist nicht schwer,
ich weiß schon, was ich will".
Sie schreibt den Wunsch auf ein Papier
und lächelt dabei still.

„Ich wünsche mir zum Weihnachtsfest
nur einen freien Tag.
Da mache ich von früh bis spät
das, was ich gerne mag.

Ich setze mich zum Frühstück schon
an den gedeckten Tisch,
und mittags kocht ihr, was ihr wollt,
ich esse auch mal Fisch.

Am Nachmittag, da möchte ich
in Ruhe Krimi lesen.
Ich rühre keine Töpfe an
nicht einmal einen Besen.

An meinem schönen, freien Tag
lass ich die Hand vom Telefon
und öffne auch die Haustür nicht.
Ich weiß, das macht ihr schon.

Beim Abendbrot erzähl ich euch
wie's war so ohne Pflichten,
und wie es euch ergangen ist,
das dürft ihr mir berichten." ©
 

molly

Mitglied
Beim fünften Vers fällt mir leider noch nichts anderes ein, die anderen habe ich (hoffentlich) jetzt geglättet.
Gruß molly
 

Nosie

Mitglied
Liebe Molly,

Vorschlag für die 5. Strophe:

An meinem schönen, freien Tag
hör ich kein Telefon
....


Dein Gedicht gefällt mir sehr gut, die Alltagssprache passt perfekt zum bodenständigen Thema und man spürt hinter den Zeilen eine liebevolle familiäre Wärme mitschwingen, sehr schön!
Liebe Grüße
Nosie
 

molly

Mitglied
Was wünschst du dir zu Weihnacht?

Die Mutter sagt: "Das ist nicht schwer,
ich weiß schon, was ich will".
Sie schreibt den Wunsch auf ein Papier
und lächelt dabei still.

„Ich wünsche mir zum Weihnachtsfest
nur einen freien Tag.
Da mache ich von früh bis spät
das, was ich gerne mag.

Ich setze mich zum Frühstück schon
an den gedeckten Tisch,
und mittags kocht ihr, was ihr wollt,
ich esse auch mal Fisch.

Am Nachmittag, da möchte ich
in Ruhe Krimi lesen.
Ich rühre keine Töpfe an
nicht einmal einen Besen.

An meinem schönen, freien Tag
hör ich kein Telefon
und öffne auch die Haustür nicht.
Ich weiß, das macht ihr schon.

Beim Abendbrot erzähl ich euch
wie's war so ohne Pflichten,
und wie es euch ergangen ist,
das dürft ihr mir berichten." ©
 

molly

Mitglied
Hallo Nosie,

herzlichen Dank für Deine Antwort und die sehr gute Bewertung.
Deinen Vorschlag habe ich gleich umgesetzt.

Liebe Grüße und Dir friedvolle Weihnachtstage

molly
 

Mondnein

Mitglied
Hallo, Molly! Ich finde gerade erst, etwas spät, Dein Weihnachtsliedchen und bin ganz angetan davon. Ich leide überhaupt nicht an der Metrik, auch bei den vorherigen Versionen kaum, denn es fließt alles jambisch durch; mich würde es nur stören, wenn auf einmal Doppelkürzen reinstolperten.
Nein, es gefällt mir sehr, und ich mußte lächeln und lachen über die ganze Idee und ihre Ausführung. Wir waren sechs Kinder plus vier Pflegekindern unter den Fittichen unserer Mutter (allerdings gestreckt über einen Zeitraum von 30 Jahren, nicht alle zugleich), da hätte es nie und nimmer geklappt mit einem freien Tag für die Immereifrige. Der Wunsch ist so realistisch-bescheiden, und gleichzeitig so unerfüllbar, es dreht mir das Herz um.
Ein glückliches neues Jahr Dir, liebe Molly!
 

molly

Mitglied
Hallo Mondnein,

Ich danke Dir herzlich für Deinen Kommentar. Wünsche, die nicht mit Geld zu haben sind, kann man nicht immer leicht erfüllen. Darum habe ich meinen freien Tag jedes mal sehr genossen. So gab es bei uns manche Jahre in den Weihnachtsferien einmal Fischstäbchen und einmal Milchreis, mit Liebe gekocht von den Kindern und direkt aus Pfanne und Topf auf den Teller.
Bei 2 Kindern ist das möglich. Ich wüsste aber im Moment nicht, was ich mir von 10 Kindern wünschen könnte.
Am Text wird jetzt nichts mehr gekürzt, der bleibt.

Auch Dir, lieber Mondnein ein gesundes und friedvolles Neues Jahr und vielen Dank fürs Lesen.

Herzliche Grüße
molly
 

molly

Mitglied
"Muttertag MUSS individuell sein - und nicht stur am zweiten Sonntag im Mai!"

Hallo rogathe,

Stimmt!
Ich kann mir vorstellen, dass auch Du Erfahrung mit individuellen Muttertagen hast.
Danke Dir fürs Lesen.

Liebe Grüße

molly
 

Oben Unten