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Wespenstich. Faltenfreies Gesicht schnell und umsonst.

Im Sommer 2020 klagten viele über die Aggressivität der Wespen. Sie stachen jeden Zweiten von rechts und links, und manchmal ohne einen offensichtlichen Grund. Man hörte hier und da, dass jemand einen dicken Arm und ein anderer jemand ein dickes Bein durch einen Wespenstich bekam. Die allergische Reaktion war bei vielen einfach vorprogrammiert. Ich blieb auch nicht verschont. Und ich wäre nicht ich, hätte ich keinen „Bienenschmatzer“ auf die Lippen bekommen.

Ich möchte euch etwas ganz Wichtiges mit auf den Weg geben: Schaut immer ins Glas, bevor ihr einen Schluck daraus trinkt, insbesondere, wenn das Glas samt Inhalt eine Zeit lang unbeobachtet geblieben ist. So war ich einen Augenblick weiter weg vom Tisch und wollte nach der Rückkehr mein Rauchbier austrinken. Ich war stolz auf meine Reaktion. Ich stellte ziemlich schnell einen Fremdkörper fest und presste die Lippen zusammen. Es hätte ein Blatt oder eine Blüte, oder im schlimmsten Falle eine Fliege sein können. Aber nein, es war eine Wespe, die sich bedrängt fühlte und sich selbstverständlich verteidigen musste. Es hat für einen Augenblick stechend wehgetan. Und der Countdown fing an zu laufen. Mein Mann und ich warteten auf die Reaktion meines Körpers. Wir stellten uns verschiedene Horrorszenarien vor.

Innerhalb kürzester Zeit fing die obere Lippe an, zu wachsen und nahm eine groteske Form und nicht weniger groteske Maße an. Meine Facebook-Freunde ließen mich mit dem Stich nicht im Stich und unterstützten mich mit guten Worten und Ratschlägen aus eigener Erfahrung. Zu Hilfe kam auch meine Nachbarin, Krankenschwester Jenny. Mit gemeinsamen Bemühungen konnten wir das Schlimmste verhindern.

Die Fresse ging trotzdem in alle Himmelsrichtungen auseinander, machte aber irgendwann mal Stopp, was eine gewisse Beruhigung brachte. Und dann konnten mein Mann und ich laut aussprechen, woran wir die ganze Zeit schon dachten. Hätte sie mich in die Zunge gestochen… oder hätte ich sie geschluckt… dann hätte ich keine Luft bekommen… und mein Mann hätte mir die Luftröhre aufschneiden müssen, was er mal im Fernsehen gesehen, aber bis jetzt noch nicht praktiziert hatte… Wer weiß, wie das Ganze noch hätte enden können.

Am nächsten Morgen besaß ich zwar noch Hamsterbacken, aber sonst fehlte mir nichts. Bei Facebook berichtete ich über mein zufriedenstellendes Befinden, und ab ging die Post zur Arbeit, wo die aufmerksame Azubine Gina mindestens einen zahnärztlichen Eingriff vermutete. Ich behielt das Zisternengesicht noch zwei bis drei Tage und war froh, dass ich mit einem leichten Schrecken davonkam.
 


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