Wie es begann

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Walther

Mitglied
Wie es begann


Ich traf dich auf dem Feld, das Leben heißt:
Du klangst am Anfang nicht so sehr begeistert.
Am Auge hing ein Lid, es war verkleistert.
Der Mann, der Dich total vom Hocker reißt,
Den hatte ich gespielt, nur nicht gemeistert.
Am Ende war ich nichts als blau und dreist.
Und schrecklich jung: Das sind wir Buben meist,
Wenn es beginnt, wenn Lust durch Hirne geistert
Und Wildheit schäumt, bis sie aus allem leuchtet,
Die Lippen und die Höschen heiß befeuchtet,
Weil alles schnell zusammenstreben will.
Du hast damals gelächelt, edel, still.
Dann hast Du meine Hand vor mir gerettet
Und sie in Deinen Schoß ganz sanft gebettet.
 

HerbertH

Mitglied
Lieber Walther,

das gefällt mir ausnehmend gut. Schade, dass ich es "damals" übersah. Hier ist der Perspektivwechsel des LyrI vom jungen Burschen zum entspannt zurückblickenden reifen Mann gut gelungen.

Liebe Grüße

Herbert
 

Walther

Mitglied
lb herbert,

das habe ich der liebsten zum geburtstag gedichtet, und sie mußte schmunzeln, da sie natürlich die erlebnisse kennt, die verarbeitet wurden. :) danke für freundliche wertung und besprechung!

lg w.
 


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