Wir bleiben doch die Alten (gelöscht)

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Ji Rina

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Mir hat die Geschichte gefallen; mehr die Schreibweise, als der Inhalt. Knapp und zügig erzählt. Als es zu der Verwechslung kam, dachte ich, die Story würde einen seltsamen Verlauf nehmen – bei der Danziger seinen Freund tatsächlich irgendwie auf die Schippe nimmt. Aber nein, nur ein kurzer Schreck. Alles beim alten. Eine liebvoll, nette kurze Story. Ich find: Kurz: immer schwer.
Mit Gruss,
Ji
 
Danke, Ji Rina, für die freundliche Reaktion. Zum Thema Kürze: Das ist sicher auch eine Art von Altersstil. Schwer ist es nicht, nur den eigenen Text immer wieder auf Überflüssiges oder Ungenaues abklopfen, zehnmal und mehr. Auf die Dauer macht es sogar Spaß. Laut lesen hilft auch dabei.

Freundlichen Gruß
Arno Abendschön
 

steyrer

Mitglied
Schlusssatz

Hm … an diesem kurzen Text gibt es meiner Meinung nach nur wenig auszusetzen. Allenfalls wirkt der Schlusssatz etwas zu gestelzt.

Schöne Grüße
steyrer
 

Hyazinthe

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Hallo Arno!

Ich muss gestehen, ich verstehe deine Geschichte nicht so ganz. Was ist ihr eigentlicher Kern? Dass jemand nach Berlin übersiedelt? Dass er ein versehentlich eine falsche Nummer wählt? Dass sein Freund doch (oder auch nicht) noch der Alte ist?

Das Ganze lässt mich etwas ratlos zurück.

Gruß, Hyazinthe
 
Nun, Hyazinthe, ein wenig Erklärungshilfe. Die wirklich lohnenden Themen fürs Erzählen sind meiner Meinung nach die, in denen es um überraschende (enthüllende) Abläufe im Kopf einer oder mehrerer Figuren geht. Hier hat sich also einer verwählt, eine Stimme falsch zugeordnet - das kann jedem passieren - und hält daraufhin einen langjährigen Freund eines Verhaltens für fähig, das mit allen bisherigen Erfahrungen nicht übereinstimmt. Nachdem er seinen Irrtum bemerkt hat, ändert die Verunsicherung ihre Richtung - sie richtet sich nun gegen ihn selbst. Die harmlose Bemerkung des Freundes, er höre sich wie immer an, verstärkt die Verunsicherung: War er immer schon zu solchen Fehlreaktionen imstande?

Kurz gesagt: Es geht im Text um gestörte Identität.

Freundlichen Gruß
Arno Abendschön
 
steyrer, ich bedanke mich für den Hinweis auf die ein wenig gestelzte Wirkung des Schlusses von Version 1. Das ist jetzt nicht ironisch gemeint, deine Feststellung trifft ja zu. Allerdings hatte ich mit Bedacht so formuliert, um ein offenes Ende anzudeuten. Was sein soll, muss ja nicht kommen.

Inzwischen habe ich dieses "sollte" ein bisschen ausgebaut und der Geschichte eine nochmalige neue Wendung gegeben. Man kann auch sagen: Die Ausgangssituation wiederholt sich auf höherer, nein, besser: tieferer Ebene.

Freundlichen Gruß
Arno Abendschön
 
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