Wünschelwind

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Mondnein

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Ich bin, lieber Walther, lieber Patrick,

ein wenig blind für die bösen Spitzen dieses Lieds. Für mich ist es selbstverständlich, daß Wünsche so unerfüllt bleiben, daß es geradezu zu ihrer verallgemeinernden Charakteristik gehört, vor ihrer Erfüllung zu fliehen.

Im metaphorischen Feld macht mir ihre Flüchtigkeit eher einen impressionistischen Eindruck (tautologisch verdoppelt - eine eindrückliche Impression, aber ihr versteht mich schon (verdammt, jetzt auch noch ein alberner Binnenreim)) ...

grusz, hansz
 

Mondnein

Mitglied
Schöner Titel übrigens: in Assoziation zur "Wünschelrute" und ihrem Orientierung suchenden Magnetismus (für durstige Sucher nach Wasser oder nach großen roten Atomknöpfen).
 

Walther

Mitglied
Lb Hansz,

danke für eintrag und freundliche wertung.

wünsche und traum sind eng verbunden. erstere haben also solche eine eigene qualität - wir könnten wissen, daß, wenn sie erfüllt sind, wünsche meist ihren herrlichen geschmack in "schal" verwandeln. was hat man sich gesehnt nach dieser erfüllung!

wünsche sind unendlich: sind die einen erfüllt, wachsen stetig neue. unsere zeit giert nach schneller erfüllung - bis zur erschöpfung des wünschenden, der sich bis in den schuldenturm des offenbarungseids begibt. das ist schon realsatire.

das tragische ist, daß die erfüllung nicht wirklich glücklich macht. vielmehr ist der glücklich, der noch wünsche hat, vor allem solche, deren erfüllbarkeit realistisch erscheint.

lg W.
 

molly

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Lieber Walther,

Dein kleines Wünschegedicht gefällt mir sehr. Es ist schon gut, dass nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen, ich z. B. müsste jetzt nur auf hohen Stöckelschuhen gehen, weil ich mir mit 14 Jahren das gewünscht habe.

Viele Grüße

molly
 

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