Zecken

anemone

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Esther konnte sich ihre körperliche Schwäche nicht erklären. Sie war zwar noch nie die stabilste Person gewesen aber diese ständigen Entzündungen, bei denen sie oft hohe Dosen Antibiotika schlucken musste, sie machten ihr im Lauf der Zeit doch zu schaffen. Speziell fanden die Ärzte lange nicht heraus, woran es lag. Die Laborwerte zeigten bei ihr jedoch immer wieder eine Entzündung im Körper an und jetzt begann es auch noch mit den Zähnen.
Schon wieder wurde ihr eine Krone entfernt, weil der Zahn darunter sich gelockert hatte. Sie suchte einen Heilpraktiker auf und dieser fand es heraus: Borelliose!
„Sie müssen schon einmal von Zecken gebissen worden sein!“ lautete seine Diagnose.
„Daran kann ich mich nicht erinnern!“ ihr Kommentar dazu. Doch die neuesten Laborwerte bestätigten es und der Erreger war in ihrem Körper vorhanden, wenn auch nicht so stark, dass es akut für sie wurde.

Lange dachte Ester darüber nach, wie sie zu diesem Zecken gekommen sein sollte. Dabei fiel ihr der Hund ein, den sie vor Jahren hatte und der immer wieder diese Genossen in seinem Fell beherbergte. Besonders reichlich fand sie diese Viehcher in seinem Fell, als sie in ihren Spanien-Urlaub mit Waldi reichlich Wanderungen unternahmen. In dem niedrigen Gestrüpp hielten sich jede Menge der Zecken auf und die spezielle Zeckenzange musste täglich herhalten, um den Hund von diesen lästigen Kandidaten zu befreien.

Während die Zange auch für die die Kinder herhalten musste, blieb sie selbst doch davon verschont, aber wer weiß es so genau, ob nicht vor dem Kämmen der Haare ein Zeckenkörper in ihrer Kopfhaut stecken blieb und der Zeckenkopf in ihrem Körper weiterhin sein Unwesen trieb.

Esther hatte aber nach langer Überlegung eine andere Erklärung dafür: Es musste die Brandwunde sein. Die Brandwunde an ihrem Handgelenk, die ihr Hund vor lauter Mitleid leckte.
 

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