Zeitzeilen

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Mondnein

Foren-Redakteur
Teammitglied
vergeht Zeit? nichts ist ewiger als der Augenblick, das unverlierbare Jetzt

Ganz nett. Nicht schlecht.

"gefangen im Jahr" verstehe ich nicht.
Vielleicht meinst Du den Sachverhalt, daß Vergangenes sich nicht ändern läßt, solange wir zu Zeitreisen nicht fähig sind. Andererseits existiert das Vergangene nur noch in der Erinnerung, oder man sieht es im Gegenwärtigen "aufgehoben" in allen drei Bedeutungen des Wortes.
Aber der astronomisch begründete Rhythmus der Jahresschwingungen hält doch kaum etwas gefangen, und wenn schon, was denn? Selbst der Winter gibt die erstarrten Lebewesen wieder frei, überläßt sie dem Frühling - oder?

Ich würde als alter Kantleser natürlich auch eifrig anmerken, daß nicht die Zeit vergeht, sondern die Dinge, Zustände, Ereignisse und Erfahrungen in ihr. Aber das wäre fast so spießig, als müßte ich mich dafür rechtfertigen, daß ich die reformierten Reformen all der Phasen der Rechtschreibreformen nicht mitmache und die Nebensatzkonjunktion "daß" mit Eszet schreibe (statt mit Doppel-Es). Nein, wer würde schon dafür seine Zeit verschwenden.
 
E

Einsprengsel

Gast
Hi Mondnein

ich versteh schon, wenn dir mal ein ordentliches Gedicht vor die Nase gerät, schlagen bei dir die Sprechblasen aus. Du als "alter Kantleser" müsstest doch das Thema Zeit geradezu gefressen haben. Nichts für ungut, aber manch einem ist sogar der kategorische Imperativ höhere Mathematik.

Einsprengsel
 

Mondnein

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ja, was müßte ich nicht alles.
Tut mir leid, Deine Antwort verstehe ich genauso wenig wie die Verszeile - immerhin die Schlußpointe?!? - von dem Gefangensein im Jahr.
"Sprechblasen" ist ja eine ganz nette Zuschreibung oder auch Unterstellung, aber auch hier ist mir nicht ganz klar, ob Du mir bloß was zuschreibst (was auch immer das sein soll) oder etwas unterstellst (etwa, daß meine Frage bedeutungslos für Dich ist und deshalb nicht beantwortet werden braucht?) -

nää.
 
E

Einsprengsel

Gast
Hi Mondnein

sag mal, bist du wirklich interessiert, dass ich dir das mit den Sprechblasen hier in aller Öffentlichkeit ins leichter Verständliche übersetze, damit auch du begreifst, was es so mit Sprechblasen auf sich hat?

Übrigens, ob du nun "daß" oder "dass" schreibst - es ist und bleibt eine Konjunktion und nicht mehr.

Aber beeindruckend, wie so ein "alter Kantleser" wie du das Naheliegendste nicht checkt, es ist schon imponierend. Und wenn du die Conclusio nicht begreifst, wer soll dir da helfen können? Da musst du schon deinen eigenen durch Kant gestählten Kopf gebrauchen, tut mir leid, ich werde mich der Mühe nicht unterziehen, dir etwas so verdammt Schwerverständliches erklären zu wollen.

Einsprengsel
 
E

Einsprengsel

Gast
Mondnein

lass mal sein. Wenn du mit meinem Text nicht zurechtkommst, gibt es doch eine ganz einfache Lösung: Negiere, was du nicht verstehst. Aber nerv mich bitte nicht wie der Mops, der den Elefanten anbellt.

Einsprengsel
 
E

Einsprengsel

Gast
Hi Mondnein

ich bin entzückt, auf einen so wissensdurstigen Leser wie dich zu treffen. So haben wir Dichter es gern, zeigt es doch das ungebrochen große Interesse an literarischen Werken. Noch ist die Literatur also nicht verloren, solange es Menschen und Leser gibt, die sich intensiv mit literarischen Texten beschäftigen, auch wenn ihnen bestimmte Passagen eines Gedichtes verschlossen bleiben müssen. Mir tut das ausgesprochen leid, für dich, weil du deshalb die Fülle meines Gedichtes nicht in ihrer Gänze genießen kannst, und für mich, weil man ausgesprochenes Glück haben muss, in jedem Fall auf den adäquaten Leser zu treffen. Ein Vorschlag zur Güte: Nimm die Passage als gegeben, und wenn du etwas älter und reifer bist, wird sie sich dir hoffentlich erschließen, das wünsche ich dir von ganzem Herzen.

Einsprengsel
 

Label

Mitglied
Hallo Einsprengsel

es gelingt mir, mich in deine Vorstellung von Zeit einzufühlen.
Lediglich beim Titel -Zeitzeilen- bin ich mir unsicher, ob es tatsächlich nur um Offensichtliches, i.e. Gedichtzeilen die von Zeit handeln, geht.
Besonders einprägsam finde ich:
die Tage nur noch Geräusch beim
Umblättern des Kalenders,
die Zeit tickt am Handgelenk

......Stimmen von
damals klingen ins Heute nach

das zeigt mir ein LyrIch, das schrecklich vereinsamt, keine spirituelle Verbindung zu irgend etwas hat aufbauen können, sich nicht als Teilchen im Fluss der Zeit empfinden kann.
Dies hingegen
und dann wieder, schon wieder
gefangen im Jahr

interpretiere ich, dass der Zeitenfluss widerwillig doch, aber als bedrohliches Gefängnis wahrgenommen wird.

ein interessantes Gedicht, das mir eine andere Sicht ermöglicht.

liebe Grüße
Label

PS: nicht textbezogen, aber vielleicht doch hilfreich - dann das Folgende ist keinesfalls unfreundlich gemeint, dein Kommunikationsverhalten zuvor, wirkt auf mich unfreundlich, das was du sagen wolltest, wäre sicher auch weniger hoheitsvoll möglich gewesen.
 
E

Einsprengsel

Gast
Einsprengsel

Hi Label

ein paar Gedanken über die Zeit, nichts Besonderes, was mir so in den Kopf gekommen ist.

Einsprengsel

PS: Was stört dich an gepflegter Ausdrucksweise?
 

Mondnein

Foren-Redakteur
Teammitglied
gepflegte Ausdrucksweise

Hi Mondnein

[blue]ich bin entzückt, auf einen so wissensdurstigen Leser wie dich zu treffen. So haben wir Dichter es gern, zeigt es doch das ungebrochen große Interesse an literarischen Werken. Noch ist die Literatur also nicht verloren, solange es Menschen und Leser gibt, die sich intensiv mit literarischen Texten beschäftigen, auch wenn ihnen bestimmte Passagen eines Gedichtes verschlossen bleiben müssen.[/blue] [red]Mir tut das ausgesprochen leid, für dich, weil du deshalb die Fülle meines Gedichtes nicht in ihrer Gänze genießen kannst, und für mich, weil man ausgesprochenes Glück haben muss, in jedem Fall auf den adäquaten Leser zu treffen. Ein Vorschlag zur Güte: Nimm die Passage als gegeben, und wenn du etwas älter und reifer bist, wird sie sich dir hoffentlich erschließen, das wünsche ich dir von ganzem Herzen [/red]

Einsprengsel
 

Zeder

Administrator
Teammitglied
Hallo Fettauge/Einsprengsel,

befleißige dich bitte eines anderen Tons - du hast die Regeln der Leselupe schon hinlänglich kennenlernen können.

Mahnende Grüße von Zeder
 
E

Einsprengsel

Gast
Hi Zeder

sehr gut, dass Sie mich daran erinnern, ich denke aber, an meinem höflichen, wenn auch sachlichen Ton wäre auch von Ihrer Seite aus nichts auszusetzen, sofern da vermutlich nicht alte Ressentiments mit hineinspielen würden, die im Zusammenhang mit dem damaligen Plagiat der Userin Orlando entstanden waren. Mir käme es allerdings auch entgegen, wenn Sie zum Beispiel Mondnein dieselbe Mitteilung machen würden wie mir. Gleiches Recht für alle, so sollte es sein, und daran hätte ich nichts auszusetzen.

Einsprengsel
 
O

orlando

Gast
Hallo Einsprengsel,
der Fairness halber teile ich dir mit, dass ich deinen Antwortkommentar auf Zeders "mahnende Worte" an eben diese weitergeleitet habe.
orlando
 
E

Einsprengsel

Gast
Orlando, Liebes,

was schmeißt du dich denn so ins Zeug? Meinst du, Zeder braucht deine Stütze? Was soll ich denn davon halten? Oder willst du dein Plagiat leugnen? Das wird dir leider nicht gelingen. Aber vorbei ist vorbei, jeder darf mal seinen Fehler machen, hoffentlich hast du daraus gelernt.

Einsprengsel
 
E

Einsprengsel

Gast
Label,

für mich, und nicht nur für mich, sondern auch für meine schreibenden Freunde, die da mehr Ahnung als ich haben, ist es ein Plagiat, wenn man eine ganze Strophe von einem anderen Dichter fast wörtlich übernimmt und als eigenes Gedicht ausgibt. Und es war ja nicht nur die erste Strophe. Erlaubt ist ein Zitat, das aber mit genauen Angaben ausgewiesen werden muss. Du wirst das so in jedem seriösen Gedichtband finden. Aber einer, der auf sich hält, vermeidet solches sowieso, um eben auch solche ärgerlichen Diskussionen zu vermeiden.

Ich nehme es Orlando ja nicht übel, das kann passieren, wenn man sich nicht ausreichend informiert hat, obwohl sie sich das hätte denken können, sie ist ja keine Dumme, zumindest kann sie das ganz gut verschleiern, aber dass nun hier in der LL per Ordre Muffti festgelegt wird, wie du schreibst, es ist kein Plagiat gewesen, das ist natürlich ein Witz. Ich verstehe Orlando, das ist peinlich, das kommt ja einem Betrug nahe, und das will sie nicht auf sich sitzenlassen - alles verständlich. Ihr ist ja auch nichts weiter passiert, die Erben des Dichters haben sich nicht gemeldet und etwa Forderungen gestellt. Im Grunde interessiert mich das auch alles nicht mehr, obwohl es der Anlass für meinen Weggang war. Mich interessiert viel mehr ihr jetziges Verhalten, das ich nicht klassifizieren möchte. Du kannst nachlesen, worum es sich diesmal handelt. Da kann man sich als Betroffener nur jeder Meinung dazu enthalten. Was ich hiermit tue.

Einsprengsel
 


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