Zwei Fische, recht viel Bier und Astrazeneca an der ScheinBAR

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Hagen

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Zwei Fische, recht viel Bier und Astrazeneca an der ScheinBAR

Die Wunderbare Ulrike hatte für uns als Nachtmahl vier Pangasiusfilets in Weißwein – Sahnesoße mit Reis zubereitet. Die vier Pangasiusfilets waren mild, cremig und wahnsinnig lecker, zumal sie einem 2018ger Riesling, Nik Weis Mehringer ‘Alte Reben‘ dazu gereicht hatte. Nun saßen wir entspannt an der ScheinBAR und genossen jeder einen ‘Forty Miles of bad Road‘.
„Weißt du“, sprach die Wunderbare Ulrike, als die Cocktails vor ihr standen, „eigentlich hatte ich nur zwei Pangasiusfilets gekauft. Der Fischhändler auf dem Markt hatte nur noch zwei.“
Schluck ‘Forty Miles of bad Road‘.
„Wieder mal ausgezeichnet, Der Cocktail! – Aber ich erinnerte mich der Bibelstelle Johannes 6,1-15, während der Jesus am Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt, nur zwei Fische hatte, aber jede Menge Leute, die ihm zuhörten und Hunger hatten.“
„Ah ja“, meinte ich und nahm auch einen Schluck ‘Forty Miles of bad Road‘. „Es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten. Ebenso machte er es mit den Fischen und alle wurden satt!“
Schluck ‘Forty Miles of bad Road‘.
„Ja“, sprach die Wunderbare Ulrike, „genau so bin ich auch vorgegangen, nur dass ich statt Brot Reis verwendet habe! Ich hatte nur zwei Pangasiusfilets und habe nur eine Portion Reis zubereitet! – Ich hoffe, du bist trotzdem satt geworden.“
„Und wie!“
Wir nahmen jeder einen Schluck ‘Forty Miles of bad Road‘.
„Siehst du“, fuhr die Wunderbare Ulrike fort, „ich sagte mir: ‚Vertraue auf deine Fähigkeiten‘ und ‚Stelle dich den Herausforderungen des Lebens und löse diese Schritt für Schritt!‘ Bei Johannes 6,1-15 spielt außerdem das “Teilen“ eine entscheidende Rolle! Teilen, obwohl man vermeintlich nicht genug hat, um am Ende zu sehen, dass es doch für uns beide reicht, man muss nur vertrauen!“
Schluck ‘Forty Miles of bad Road‘.
„Ja, ich weiß!“, sagte ich. „Viel zu häufig sind die Menschen nur auf den eigenen Besitz und Gewinn aus und vergessen dabei, dass man anderen durchaus etwas abgeben könnte und dann immer noch genug für sich selbst hat. Wenn alle etwas geben, dann wird genug für alle da sein. Wir hätten sogar noch Besuch haben können; es hätte auch gereicht!“
Schluck ‘Forty Miles of bad Road‘.
„Weißt du eigentlich“, fuhr ich jetzt fort, „das sowas auch mit Bier funktioniert?“
„Ach, du spinnst mal wieder!“ Die Wunderbare Ulrike schien mir aus der Situation heraus etwas ungehalten. „Immer wenn wir Cocktails trinken, fällt dir irgendein Blödsinn ein.“
„Ist kein Blödsinn! Diesmal nicht!“
Schluck ‘Forty Miles of bad Road‘.
„Als ich, lang, lang ist’s her, zusammen mit Herrn Dachtewitz in Achim wohnte“, fuhr ich fort, „pflegten wir des Öfteren zum Platz des Sportvereins Baden zu gehen, um den Fußballspielen besagten Vereins beizuwohnen. – Dieses Mal, von dem nun die Rede sein wird, sollte Sportverein Baden gegen Kickers Bierden spielen. Der Sportverein Baden erwartete von seinen Fans natürlich ein zahlreiches Erscheinen. Es war natürlich Ehrensache für Herrn Dachtewitz und mich am Sportplatz, in Ermangelung eines Bierstandes, proviantiert mit je einem Sixpack Bier, Hemelinger Spezial, glaube ich war’s, zu erscheinen. – Nun, kurz nach dem Anpfiff“, ich nahm einen Schluck ‘Forty Miles of bad Road‘, „öffneten wir die ersten Flaschen Hemelinger Spezial – nein, es war Maibock! Jetzt fällt’s mir wieder ein, es war bestimmt Maibock, passend zu Jahreszeit! – Jedenfalls fragte der Nachbar von Herrn Dachtewitz auch nach einem Bier. Herr Dachtewitz gab ihm eins und blickte entspannt auf die etwa fünfzig Zuschauer auf den Platz des Sportvereins Baden, auf dem die Kickers Bierden bereits das erste Tor machten. Schon näherte sich mir ein weiterer Sportsfreund bat um ein Bier. Da ich nicht ‘Nein‘ sagen kann, gab ich ihm eins. Wir stießen an tranken, und alsbald näherten sich weitere, durstige Sportsfreunde und baten um Bier.“
Schluck ‘Forty Miles of bad Road‘.
„Man sollte sich den Herausforderungen des Lebens stellen. Alle Probleme lassen sich lösen. Jesus dereinst am Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt, hatte nur zwei Fische! Er sah den vielen Menschen entspannt entgegen, wusste was er zu tun hatte und fing damit an, einen Menschen nach dem anderen mit Fisch zu versorgen. Wir hatten aber zwei Sixpacks Hemelinger Maibock! Auch wir sprachen das Dankgebet und verteilten diese an die Sportsfreunde auf dem Platz. Am Ende des Spiels Sportverein Baden gegen Kickers Bierden musste der Platzwart an die fünfhundert leere Flaschen entsorgen.“
Schluck ‘Forty Miles of bad Road‘.
Die Wunderbare Ulrike nickte und nahm auch einen Schluck ‘Forty Miles of bad Road‘.
„Man sollte nicht vor Herausforderungen davonlaufen!“, sprach sie, „schließlich hätte Jesus derzeit auch einfach weggehen können. Im Gegensatz zu seinen Kumpels, die nur viele Menschen und wenig Nahrung sahen, löst Jesus das Problem Schritt für Schritt. Daraus lassen sich zwei wesentliche Aspekte für das Leben ableiten, die durchaus dabei helfen können stressfreier und psychisch reiner durch den Alltag zu kommen!“ Schluck ‘Forty Miles of bad Road‘. „Ich denke, wir sollten jetzt noch ein Wenig Billard spielen und heute mal früh schlafen gehen, schließlich wollen wir morgen zum Schnelltest auf das Coronavirus SARS-CoV-2 …“
„Dabei fällt mir ein: Da ist doch dieser Hausarzt, der Astrazeneca verimpft. Der hat gerade zwei Dosen Impfstoff erhalten, aber auf seiner Liste stehen fünftausend Mann …“
„Ich glaube nicht“, sprach die Wunderbare Ulrike, „dass die Nummer mit den Fischen und dem Bier auf Impfstoff anwendbar ist! – Und nun lass‘ uns endlich Billard spielen!“

Forty Miles of bad Road
4cl Angostura
4 cl Licor 43
2 cl Scotch Whisky
Auffüllen mit Dry Tonic Water
Eis
Deco Olive
 
Zuletzt bearbeitet:

Inge. B

Mitglied
Guten Tag Hagen,
Das gefällt mir gut.
Bei dem Satz
Die vier Pangasiusfillets schreibt man da nicht waren anstatt war.
 

Hagen

Mitglied
Hallo SilberneDelfine,
Vielen, herzlichen Dank für den Sternenregen.

Nun denn, in diesem Sinne, wir sehen uns in der ScheinBAR!
Zudem lesen wir uns weiterhin!
... und bleib' schön fröhlich, gesund und munter!
Herzlichst
Yours Hagen
 

Hagen

Mitglied
Hallo Inge,
Danke zunächst für die vielen Sterne; und ebensolchen dicken Dank für das aufmerksame Lesen meines Textes.
Dass ich diesen dummen Fehler gemacht habe, ist mir peinlich. Ich habe bereits Asche auf meinen Kopf gestreut.
Aber aus seinen Fehlern kan man nur lernen, und das habe ich getan!
1. Ich lese immer einmal Korrektur zu wenig.
2. Auf diese Weise zu überprüfen ob der geneigte Leser auch aufmerksam liest, haut nicht hin.
3. Stimme niemals ein Klavier in nassem Zustand! (Aber das gehört, glaube ich, in eine andere Geschichte!)

Nun denn, in diesem Sinne, wir sehen uns in der ScheinBAR!
Zudem lesen wir uns weiterhin!
... und bleib' schön fröhlich, gesund und munter!
Herzlichst
Yours Hagen
 

Isbahan

Mitglied
Lieber @Hagen, ab heute bin ich guter Hoffnung.
Es ist nicht das, wonach es klingt. Sondern die frohe Botschaft eines sich wundersam vermehrenden Impfstoffes, der die Hustenden wieder einfach nur erkältet, die Keuchenden wieder einfach nur alt und uns alle wieder einfach nur unglaublich heiß auf Umarmungen, soziale Kontakte und das Shoppen macht.
Ich werde Dich in mein Nachtgebet einschließen.
Gruß,
Isbahan
 

Hagen

Mitglied
Hallo Isbahan,
Danke für den Sternenregen und die Beschäftigung mit meinem Text.
Allerdings, so möchte ich bemerken, äußerte die Wunderbare Ulrike dezente Zweifel daran ob das was mit Pangasiusfilets in Weißwein – Sahnesoße und mit Hemelinger Maibock funktioniert, auch bei AstraZeneca glückt!
Sie meinte zudem, dass sowas mit Pflanzen problemlos hinhaut. Daraufhin habe ich ihr einen Titanenwurz oder Titanwurz (Amorphophallus titanum), die zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) gehört, für die Verschönerung des Gartens besorgt, weil der Titanwurz bringt den größten unverzweigten Blütenstand im Pflanzenreich hervor. Was mir bei der Beschaffung entgangen war ist, dass die bis zu drei Meter hohe Blume leider einen furchtbaren Aasgeruch absondert, was von der Wunderbaren Ulrike leider mit Unmut gesehen beziehungsweise gerochen wurde.

Nun denn, in diesem Sinne, wir sehen uns in der ScheinBAR!
Zudem lesen wir uns weiterhin!
... und bleib' schön fröhlich, gesund und munter!
Herzlichst
Yours Hagen

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Kaum ist die Ernte einer Erfahrung eingebracht,
wird der Acker vom Schicksal neu umgepflügt.

Johann Nepomuk Nestroy,
österr. Lustspieldichter, 1801-1862
 

Hagen

Mitglied
Hallo Betcy,
danke für den Sternensegen.
Nun denn, in diesem Sinne, wir sehen uns in der ScheinBAR!
Zudem lesen wir uns weiterhin!
... und bleib' schön fröhlich, gesund und munter!
Herzlichst
Yours Hagen
 

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