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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Am Meer
Eingestellt am 18. 08. 2019 16:07


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Kapitano
Festzeitungsschreiber
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Strandspaziergang
Wie ein glĂ€nzender Teppich legt sich das Meerwasser mit großem Schwung ĂŒber die mich umgebenden SandflĂ€chen. Bis zu meinen FĂŒĂŸen und weiter dehnt sich das Wasser aus, um an den aus Tang und Steinen bestehenden RĂ€ndern des Ufers sein Ende zu finden. Das Wasser zerstört die Sandburgen der spielenden Kinder und fĂŒr Sekunden funkeln die feuchten Sandkristalle wie ein unendliches Lichtermeer. Schon verschwindet das Wasser wieder und der eben noch glĂ€nzende Sand wird zu einer mattbraunen FlĂ€che, in der sich Rinnsale und kleine TĂŒmpel bilden, die schließlich auch versiegen.

Ihr Anblick erinnert an die Millionen Jahre dauernde Formung der Erde, in der sich tausende Meter hohe Eismassen durch Mitteleuropa einen Weg durch das Land bahnten, und bis an das Massiv der Alpen rĂŒckten um im RĂŒckzug zu den Polen auf ihren nĂ€chsten Einsatz zu warten. ZurĂŒck ließen diese Bewegungen die heutigen Landschaften, die HĂŒgel und Niederungen, mit ihren FlĂŒssen, Seen und den Findlingen, die dies alles bezeugen.

Der Grundton des Meeresrauschens, eine menschenunmögliche Komposition aus unendlichen WellenschlÀgen mischt sich mit dem Kreischen der Möwen.
So entsteht eine Sinfonie, ein universeller Naturklang, der archaisch alle KĂŒsten der Welt vereint.
Meine Gedanken sind gerade verweht, da umspĂŒlt die nĂ€chste Welle die FĂŒĂŸe, die wie die SpaziergĂ€nger vor und hinter mir fĂŒr kurze Zeit einen Abdruck im feuchten Sand hinterlassen. Ich erinnere mich an die SpaziergĂ€nge am Ostseestrand mit meiner ersten Liebe und werde traurig.

Stelle mir vor, einmal zu Fuß den europĂ€ischen Kontinent am Ufer entlang spazierend zu erobern. Immer an der KĂŒsteentlang, in TravemĂŒnde startend, ĂŒber Polen weiter an den baltischen Staaten vorbei nach Russland, eine Pause in St. Peterburg dann hinĂŒber zu den skandinavischen LĂ€ndern. Von dort mit der FĂ€hre nach Großbritannien, dann zurĂŒck nach Deutschland an die Nordsee. Schließlich weiter durch die Niederlande, Belgien und ĂŒber die Normandie in die Bretagne.
Am Atlantik runter die iberische Halbinsel umrundend, gegenĂŒber von Gibraltar das nahe Afrika ignorierend an den Costas mit ihren berĂŒhmten Badeorten und Barcelona vorbei wieder nach Frankreich. Eine nicht mehr vorhandene Grenze ĂŒberschreitend rĂŒber nach Ligurien den italienischen Stiefel runter und wieder rauf, in Venedig mit der FĂ€hre hinĂŒber zum Balkan dann nach Griechenland zur Wiege der europĂ€ischen Kultur.
Von hier aus spaziere ich am Goldstrand entlang die europĂ€ische Grenze ĂŒberschreitend bis zum Bosporus! Überall das Wasser, die Wellen, die Möwen und immer dieser Horizont.
Auf dem Weg begleiten mich ĂŒberall die Dinge, die das Meer ausspuckt, Muscheln, Tang, Nussschalen, BambusstĂŒcke, GrĂ€ten, Algen und das, was die Menschen hinterließen.
Vom Wellengang abgeschliffene HolzstĂŒcke, Ziegel und Glasscherben, schließlich PlastikstĂŒcke in allen Farben und GrĂ¶ĂŸen. Verwaschene farblose Kanister, die ausgefransten Seilenden von Seglern und Fischern in rot, gelb und blau. Alte Badelatschen, ĂŒber Bord geworfene Wasserflaschen und die verwaisten Henkel von Kindersandeimern.
Es ist der Kunststoff, der vieles ĂŒberdauern wird. Ich denke an Pierre Bourdieu und seine AufsĂ€tze zu Plastik und Fleisch.
Denke daran, wie manches gefundene Strandgut Leben rettete! Bei SchiffbrĂŒchigen wie Robinson Crusoe oder Tom Hanks im Film Castaway!
Diese Geschichten könnten wahr oder StrandspaziergÀngen entsprungen sein.

Die Sonne brennt auf meine roten Schultern, ich befeuchte und kĂŒhle sie mit meiner Zunge, schmecke das Salz.
Vor noch nicht einmal hundert Jahren haben die ersten französischen KĂŒnstler den FundstĂŒcken, den „Objets trouvĂ©â€œ den Weg in die Kunst gebahnt. In Assemblagen und Collagen finden wir die StĂŒcke wieder. Wir sehen sie in Ausstellungen und sie erinnern uns an die eigenen FundstĂŒcke unserer StrandspaziergĂ€nge.

Plötzlich reißt mich eine große Welle in HĂŒfthöhe um und zieht mich unter Wasser. Meine unvorbereitete Lunge scheint sich mit Wasser zu fĂŒllen, der Sand, grober wie feiner Kies aber auch scharfkantige Steine schmirgeln ĂŒber meine Haut, mein RĂŒcken schmerzt, meine Badehose rutscht runter.
Obwohl ich Angst vor dem Brennen des Salzes habe, öffne ich panisch geworden die Augen, sehe weißen Schaum, rotgefĂ€rbtes Wasser, farbige GegenstĂ€nde und kleine Menschenkörper! Alles wird durcheinander gewirbelt wie in einer Waschmaschine.
Über mir lĂ€sst sich durch das tosende Wasser hindurch der Himmel erahnen. Die Sonne scheint grell durch das mit grobem Sand vermischte Wasser. Mein Herz rast, dann liege ich ohne Badehose mit zerkratztem RĂŒcken im aufgewĂŒhlten Sand, schaue zum Ufer und versuche mich im rĂŒcklaufenden Wasser mit MĂŒhe aufzurichten, stĂŒtze mich mit den HĂ€nden ab, die sofort im Sand einsinken.
Das zurĂŒckweichende Wasser spĂŒlt mich jedoch ein weiteres Mal im Sitzen durch, ich falle zur Seite, huste, spucke nach Luft schnappend das Wasser aus und bekomme ein weiteres Mal das salzige Wasser ins Gesicht geschossen. Benommen versuche ich aufzustehen und suche meine Badehose. Schließlich torkele ich nackt ans trockene Ufer.
Dort stehen schreiende MĂŒtter zwischen ihren vom Wasser ĂŒberfluteten Decken und Schirmen. Die VĂ€ter tauchen nach den verschluckten Kindern. Um mich herum liegen die FundstĂŒcke der letzten Sekunden, leere KĂŒhltaschen, MelonenstĂŒcke, Plastikflaschen, Plastikeimer, Schippen und meine Badehose.





Version vom 18. 08. 2019 16:07
Version vom 19. 08. 2019 00:13
Version vom 19. 08. 2019 11:30
Version vom 19. 08. 2019 19:38
Version vom 19. 08. 2019 20:30
Version vom 24. 08. 2019 17:09
Version vom 24. 08. 2019 17:10
Version vom 24. 08. 2019 17:13
Version vom 24. 08. 2019 17:19
Version vom 24. 08. 2019 17:26
Version vom 24. 08. 2019 17:31
Version vom 28. 08. 2019 20:34
Version vom 28. 08. 2019 20:41
Version vom 28. 08. 2019 20:44
Version vom 30. 08. 2019 12:33

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FrankK
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Hallo Kapitano
Ich habe diese Kurzgeschichte nun zum dritten Mal gelesen ... bin ĂŒber reichlich Unebenheiten gestolpert und Frage mich immer noch: „Was ist die Bedeutung dieser Kurzgeschichte? Was will mir der Verfasser zeigen?“

Ich beziehe mich auf die ausgestellte Version vom 19.08.2019 11:30
Der Basisplot deutet auf den „Kampf“ hin, hier speziell mit den Urgewalten des Wassers:
Der Ich-ErzĂ€hler (IE) spaziert am Strand, hĂ€ngt seinen (mehr als ausschweifenden) Gedanken nach und wird von einer unerwartet kraftvollen Welle umgerissen. Als er sich aus den „Fluten“ endlich wieder aufrichtet, erkennt er, das es einigen anderen Ă€hnlich ergangen ist.
Das ist die Story, sehr viel mehr steckt da auf dem ersten Blick nicht drin – aber da sind ja noch seine Gedanken. Sie wandern ĂŒber Jahrmillionen Entwicklungsgeschichte, Eiszeiten und (ungenannt) Erosionen hinweg.

Wenn ich am Strand spazieren gehe hÀngen meine Gedanken nicht an Welt-Entstehungs-Szenarien oder an philosophisch angehauchten Schriften. Ich versuche den Kopf frei zu bekommen, mich zu entspannen, abzuschalten. In dieser Hinsicht wirkt (mir persönlich) die Gedankenwelt des IE als etwas zu sehr konstruiert.

Konstruktiv:
Nicht jeder kurze Text ist auch eine Kurzgeschichte, hier ist mir das Ereignis zu sehr Bagatelle (wer wurde am Strand nicht schon mal von einer Welle ĂŒberrascht?) und die Pointierung (der Überraschungsmoment) zu dĂŒnn. Als erzĂ€hlte „Anekdote“ mag ich es aber durchgehen lassen – dafĂŒr ist der gedankliche Ausflug in die Entstehungsgeschichte aber viel zu lang (ziemlich genau die HĂ€lfte des gesamten Textes).

Charaktere:
Der Leser bekommt es nur mit einer Figur zu tun, dem IE und Strand-SpaziergĂ€nger. Seine tiefgrĂŒndige Gedankenwelt lĂ€sst mich ein gewisses Alter vermuten ... nĂ€her spezifiziert wird die Figur nicht. Auf Basis seiner Kenntnisse ĂŒber Robinson Crusoe vermute ich sein Alter auf 50 und mehr.


Details:

quote:
Strandspaziergang
wie ein glĂ€nzender Teppich ĂŒberrollt das Meerwasser mit großem Schwung die vor mir liegenden SandflĂ€chen.

Großschreibung am Satzanfang.
Die hinter ihm liegenden SandflÀchen bleiben trocken? Wohl kaum.

quote:
Dann versiegt das Wasser und der eben noch glĂ€nzende Sand wird zu einer mattbraunen FlĂ€che,in der sich unzĂ€hlige Rinnsale und kleine TĂŒmpel bilden, die schließlich versiegen.

Irgendwie die gleiche Aussage.

quote:
Ihr Anblick erinnert mich an die Millionen Jahre dauernde Formung der Erde ...

Bezug an dieser Stelle auf Rinnsale und kleine TĂŒmpel (die im ĂŒbrigen recht schnell versickern und eine glattgespĂŒlte FlĂ€che hinterlassen). Die im weiteren Gedankenverlauf aufgetĂŒrmten Gebirge und FlĂŒsse in tiefen Taleinschnitten widersprechen diesem Bild.

quote:
... in der sich durch in Jahrtausenden dauernden Eiszeiten Kilometer hohe Eisberge durch Mitteleuropa einen Weg durch das Land bahnten, das Massiv der Alpen formten und im RĂŒckzug zu den heutigen Polen auf ihren nĂ€chsten Einsatz warten.

Eisberge erwartet der geneigte Leser als einzelne BruchstĂŒcke auf hoher See, im Landesinneren spricht man ĂŒblicherweise von Gletschern.
Die Alpen wurden nicht in der Eiszeit, sondern durch Kontinentaldrift geformt.

quote:
ZurĂŒck ließen diese Bewegungen den heute so natĂŒrlichen Verlauf unserer FlĂŒsse und Seen.

Bei „Seen“ von einem Verlauf zu sprechen, erscheint mir etwas undeutlich, besser wĂ€re vielleicht der Ausdruck eines „Erscheinungsbildes“, und dann nicht nur FlĂŒsse und Seen – sondern ganze Landschaften.

quote:
Der Grundton des Meeresrauschens, eine menschenunmögliche Komposition aus unendlichen WellenschlÀgen mischt sich mit dem Kreischen der Möwen. Einem Orchester gleich, bieten die Möwenschreie, in ihren unterschiedlichen Entfernungen, Tonhöhen und LautstÀrken an, die sich mit dem vielschichtigen Meeresrauschen vereinen.

Die „menschenunmögliche Komposition“ erzeugt in meinen Kopf nur drei riesengroße Fragezeichen. Hier wird philosophischer Tiefgang suggeriert, aber nicht wirklich erreicht.
Auch wieder eine doppelte Aussage: Erst mischt sich das Meeresrauschen mit dem Kreischen der Möwen, dann vereinen sich die Möwenschrei mit dem vielschichtigen Meeresrauschen.
Das mit „bieten ... an“ ergibt irgendwie fĂŒr mich so ĂŒberhaupt keinen Sinn.

quote:
So entsteht eine Kakophonie, ein universeller Naturklang, der archetypisch die Welt an ihren KĂŒsten umspannt.

Duden behauptet hartnÀckig: Kakofonie
Das „archetypisch“ passt da nicht wirklich hinein.

quote:
Meine Gedanken sind gerade verklungen, da umspĂŒlt die nĂ€chste Welle meine FĂŒĂŸe, die wie die Menschen vor und hinter mir fĂŒr kurze Zeit einen Abdruck im feuchten Sand hinterlassen.

Ahh ... Wellen also doch auch hinter ihm.
Um es wirklich philosophisch zu untermalen mĂŒsste aus dem feuchten Sand „diese Welt“ werden.

quote:
... Kontinent zu umrunden.Immer an der ...

Korrektur: fehlendes Leerzeichen.
Es folgt eine langatmige Beschreiben aller KĂŒstenstaaten mit der fehlerhaften Aussage:
quote:
Überall der Wellenschlag, Möwen und die scheinbare unendliche Weite.

Entlang der MittelmeerkĂŒsten hast du ĂŒber weite Strecken nur einen sehr gerinegn Wellengang.
Bei gutem Wetter und klarer Sicht kann man zum Beispiel von Gibraltar aus den Afrikanischen Kontinent sehen.
Bei deiner Europa-Umrundung hast du Großbritannien und Irland vergessen.

quote:
Weich abgerundete HolzstĂŒcke,Ziegel und Glasscherben schließlich PlastikstĂŒcke in allen Farben und GrĂ¶ĂŸen.

Korrektur: fehlendes Leerzeichen hinter dem Komma
Korrektur: fehlendes Komma hinter „Glasscherben“

quote:
Es ist der Kunststoff, der vieles, der uns ĂŒberdauern wird.

Diese Aussage bleibt wie eine GrÀte im Hals stecken. Schwer verdaulich weil ... schwer verstÀndlich.

quote:
Ich denke an Pierre Bourdieu und seine AufsÀtze zu Plastik und Fleisch.

Dazu kann ich nichts sagen, diese Aussage ist (fĂŒr mich) zu abstrakt.

quote:
Denke daran, wie manches gefundene Strandgut Leben rettete! Bei Robinson Crusoe und bei Chuck Noland im Film Castaway!
Die Ideen fĂŒr diese Geschichten könnten wahr sein oder StrandspaziergĂ€ngen entsprungen sein. Die Sonne brennt auf meinen Schultern und ich befeuchte meine Lippen, schmecke das Salz.

Konstruktion: Der Zeilenwechsel vor „Die Ideen ...“ ist meines Erachtens nicht notwendig, da es noch zu den Beispielen gehört. Vor „Die Sonne brennt ...“ wĂ€re ein Zeilenwechsel sinnvoller, da das Augenmerk auf etwas anderes gerichtet wird.
Stilistisch: Das erste „sein“ könnte ersatzlos entfallen.

quote:
Vor noch nicht einmal hundert Jahren fand das Strandgut den Weg in die Kunst, in die Assemblagen mancher KĂŒnstler bis zu den Objets trouvĂ© in der Zeitgenössischen Objektunst.

Korrektur: Objektkunst

Thematisch machst du wieder etwas neues auf: Erst Weltentstehung, dann Philosophie, Kritik an der Umweltverschmutzung, ReiseplÀne, Abenteuergeschichten und jetzt die Kunst.

Übrigens: „Objets trouvĂ©â€œ
quote:
Ein Objet trouvĂ© ist ein Alltagsgegenstand oder Abfall, der wie ein Kunstwerk behandelt wird. Readymade wird er genannt, wenn ein KĂŒnstler am vorgefundenen Objekt keine oder kaum Bearbeitungen vorgenommen, den Gegenstand also lediglich prĂ€sentiert und fĂŒr Kunst erklĂ€rt hat.

Quelle: Wikipedia

quote:
Plötzlich reißt mich eine große Welle in HĂŒfthöhe um und zieht mich unter Wasser.

Wir verlassen die Vorgeschichte und kommen zum pointierten Abschluss.

quote:
Meine unvorbereitete Lunge fĂŒllt sich mit Wasser, der grobe wie der feine Kies als auch grĂ¶ĂŸere Steine scheinen mich zu zermalmen, mein RĂŒcken schmerzt, meine Badehose rutscht runter.

Wenn sich die Lunge mit Wasser gefĂŒllt hĂ€tte, wĂ€re der Rest der Geschichte obsolet.
Wo kommen plötzlich Kies und Steine her? Bisher befanden wir uns an einem Sandstrand.

quote:
Unabsichtlich öffne ich meine Augen, sehe weißen Schaum, Blut, farbige Sandeimer, Schippen und kleine Menschenkörper! Ich werde durchgewirbelt wie in einer Waschmaschine.

Trotz des Durchwirbelns kann er differenziert Eimerchen und SchÀufelchen unterscheiden?
Blut? Wieso Blut? Showeffekt? Nach der Welle gibt es keine Verletzen am Strand.

quote:
Über mir durch das klare aber aufgewĂŒhlte Wasser sehe ich in den blauen Himmel.

Das aufgewĂŒhlte Wasser ist nicht klar. Zu viel Sand dĂŒrfte in dem Moment darin herumgewirbelt werden. Der zuvor erwĂ€hnte Schaum dĂŒrfte ebenfalls die Sicht beeintrĂ€chtigen.

quote:
Die Sonne scheint grell, dann liege ich ohne Badehose im aufgewĂŒhlten Sand,auf harten Steinen in allen GrĂ¶ĂŸen.

Korrektur: Leerzeichen nach dem Komma
Ich verstehe wiederholt den Sandstrand nicht – wo kommen plötzlich die Steine (noch dazu in allen GrĂ¶ĂŸen) her?

quote:
Das zurĂŒckziehende Wasser spĂŒlt mich ein weiteres Mal im Sitzen durch, ich falle zur Seite, huste, spucke Wasser aus und bekomme mit dem zurĂŒcklaufenden Wasser ein weiteres Mal das salzige Wasser in den Mund.

Sehr viel Wasser, stilistisch sollte dies verÀndert werden.
Insgesamt solltest du auch noch einmal ĂŒber den Sinn dieses Satzes nachdenken:
Vorher liegt der IE im Sand, auf den Steinen – dann sitzt er – dann wird er wieder umgeworfen.
Sorry, in deiner Reisebeschreibung warst du so ausfĂŒhrlich und detailliert – und hier, zum Höhepunkt der Geschichte, wirkst du wesentlich nachlĂ€ssiger. Geradewegs so, als hĂ€ttest du es eilig gehabt, zum Ende zu kommen.

quote:
Benommen versuche ich hustend aufzustehen und torkele nackt an den trockenen Strand.Anderen ging es Àhnlich.

Korrektur: Leerzeichen nach dem Punkt
Dies ist der Abschluss. Etwas sehr dĂŒnn fĂŒr meinen Geschmack.


Du solltest versuchen, dich thematisch auf eine Linie zu konzentrieren, auch wenn die beschriebenen GedankengĂ€nge durchaus ĂŒberzeugend in Wanderung geraten. Es ist zu viel fĂŒr diese Kurzgeschichte, die im Grunde doch nur davon handelt, wie ein SpaziergĂ€nger von einer Welle umgerissen wird und dabei seine Badebuchse verliert.


Ich hoffe, meine AusfĂŒhrungen waren jetzt nicht zu niederschmetternd fĂŒr dich.


Aufmunternde GrĂŒĂŸe
Frank

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Leben und leben lassen.

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Kapitano
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Liebe Kritiker und Schriftsteller,
fĂŒr die vielen Tipps, Korrekturen und VerbesserungsvorschlĂ€ge möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken. Ohne Eure wertvollen RatschlĂ€ge wĂ€re die Geschichte nicht die geworden, die sie jetzt ist.
DAnke
Andreas

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