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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Bierküsse
Eingestellt am 07. 05. 2017 14:44


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Ella Castelllar
Hobbydichter
Registriert: Apr 2017

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Bierküsse
Die Zeit vergeht, mit dem Facharbeiter Abschluss, ist mein Verdienst etwas höher, aber üppig, das ist für mich etwas anderes. Obwohl ich bei meinen Eltern lebe, bildet sich trotz der Arbeitstage von acht dreiviertel Stunden kein richtiges Sparkonto.
Ich beschließe, ich mach mal wieder billig Urlaub, und fahr zu meiner Schwester.
Im Urlaub bleibt man zu Hause, oder man fährt zu Freunden und Bekannten.
Eine seltene Möglichkeit gibt es auch noch. Denn es soll wirklich Leute geben, die hin und wieder einen Platz, im knapp vorhandene FDGB Ferien Heim, bekommen. Ich kann das aber vergessen, bei so was sind eher die Familien dran. Ich bin glücklicherweise los und ledig.
Wie allen anderen, stehen mir aber gesetzmäßig ein paar Tage Urlaub zu. Es gibt für jeden Berufstätigen nicht mahl zwanzig freie Tage, und das für ein ganzes Jahr voller Schwielen an den Fingern. Ich reiche meinen Urlaub für den September ein.
Im Mai und Juni liefen die letzten Prüfungen, für den Facharbeiter. Ich hatte zusätzlich ein paar private Probleme, mir war nicht nach Urlaub. Juli und August, kann ich vergessen, dann sind Ferien und da werden ebenfalls die Leute mit Kindern bevorzugt.
Meiner Schwester ist es egal, wenn ich komme, bei der ist es immer eng.
Urlaub mit Ihren Eltern, sowas kennen meine vier Nichten nicht. Für die Mädchen, sie sind zwei bis zehn Jahre alt, ist es schon ein besonderer Tag, wenn sie mal bei ihrem Papa, auf Arbeit, fein raus geputzt, reih um, den Beifahrer machen dürfen. Mein Schwager ist Busfahrer beim Kraftverkehr.
Meine Schwester, ist mit ihrer Familie inzwischen, in eine neue Wohnung gezogen. Ein bisschen mehr Grün hat es dort um das Haus, aber mehr Platz ist auch nicht in den Zimmern.
Ich schlafe auf einem Sofa im Dachboden. Der Raum, ist auch noch Durchgangszimmer, in das Schlaf und das Kinderzimmer.
Eines Abends passt es besonders gut, dass ich am Ort bin.
Meine Schwester freut sich jedenfalls, denn Peter und Rosa wollen zu einer Betriebs Feier. Ich passe derweil, daheim, auf ihre Kinder auf. Die Kinder sind schon eine Weile im Bett, da schleiche ich unten im Flur an die Treppe und horche erneut hinauf. Alles ist ruhig, die Lütten sind wohl friedlich eingeschlafen. Nun kann ich meine Kontrollgänge wohl lassen. Ich nehm den Weg in die Stube und mach mich endlich auf dem Sofa breit. Es gehört heut nur mir.
Ich liege grade, auf dem eben ausgeklappten Teil, und habe mein Buch auf geschlagen, da poltert es, im Flur. Habe ich mich zu früh gefreut, sind das die Kinder, oder hat Rosa was vergessen?
Ich geh nachschauen, und sehe im Flur, einen gebeugten breiten Männer Rücken vor mir.
Das ist garantiert nicht mein Schwager, der hat hellere kürzere Haare.
Der Kerl vor mir, benimmt sich aber so, als ob er hier zuhause wäre. Er puhlt, vorn über gebeugt, an seinen Schnürsenkeln. Dabei, steht er auf wackligen Beinen und seine Hände mühen sich Erfolglos um die Entwirrung des doppelknoten an den Schuhen.
Ich werde entdeckt, sein Blick, hüpft von seinen Schnürsenkeln auf meine Füße. Er macht den Rücken grade und schaut mir schließlich prüfend ins Gesicht. Aha, den kenn ich doch. Er gehört zur Familie meines Schwagers. Wir sind hier in seinem Elternhaus. Ich begrüße ihn. „Joachim, du kommst heute umsonst, dein Bruder ist nicht da, Peter und Rosa sind zum feiern.“
Er antwortet mir mit undeutlicher Zunge „Och das macht doch nichts die kommen ja wieder“
„Die sind grade erst los, das dauert eine Weile“ versuch ich ihn zu informieren.
„macht nichts Fred, du bist doch da.“ He, wer heißt hier Fred? Ist der so besoffen oder will er mich hoch nehmen? „Ich heiße immer noch Ella“ stelle ich richtig. Er wiederholt „Ella?“ und schüttelt dabei behäbig den Kopf. Sein Blick aber, hängt förmlich in meinem Gesicht fest.
Schließlich macht er wieder den Mund auf. „Fred du willst mich verarschen. Ich kenn doch deine kleine Schwester. Das ist ein süßes Mädchen mit langen Zöpfen“ He, sehe ich aus wie mein Bruder, nur weil ich jetzt kurze Haare habe? Für den hier, ist scheinbar, irgendwann die zeit stehen geblieben. „Zöpfe, hab ich schon seid der Jungendweihe nicht mehr. … Sieht das hier nach Junge aus“ Verdammt ich mag es nicht so provokant, es ist mir fast peinlich, aber ich schiebe die Schultern nach hinten, und ziehe unten an meinem Pulli, damit sich der Stoff über meiner Brust ein wenig spannt.
Ich halte eigentlich nichts davon, vor einem Mann, meine Figur zu betonen, aber als Junge, möchte ich nun wirklich nicht durch gehen.
Er versteht meine Worte und nimmt meine Taten wahr. Sein Blick hüpft auf meinen Brustkorb, in mein Gesicht und wieder zurück auf meine Brust. Er schüttelt immer wieder den Kopf. Dann hebt sich seine Hand, zwischen uns in die Höhe. Der hat wohl nicht alle. Ich schlag kräftig zu. Ich lass mir doch nicht, von einem Kerl an die Brust grapschen.
„Ella!“ beschwert er sich lautstark. Oh, Schläge wirken manchmal wunder, ich bin verdammt schnell gewachsen. Er reibt sich mit einer Hand über die andere. Dann hebt er seine Hände noch höher und breitet sie aus. Meine Schultern sind sein Ziel Er hält mich dort fest und Begutachtet prüfend mein Gesicht. Dann konzentriert sich sein Blick, plötzlich auf meinen Mund. Im nächsten Moment zieht er mich an sich. Der hat sie doch nicht alle. Erst bin ich ein Junge und jetzt will er mich küssen. Das kann er vergessen, hier gibt es keine Verbrüderung. Meine Hände, vor seiner Brust, stoppen die Annäherung.
Sein Versuch, mir auf den Pelz zu rücken, ist glücklicher Weise halbherzig. Meine Abwehr wird wahr genommen. Er führt sein Vorhaben nicht aus. Viel besser so.
Aber er komm mir so nah, das ich noch mehr von seinem Kneipen Dunst war nehme. Er riecht nach Alkohol, Zigarettenrauch, und Küchendunst.
„Warst du auf einer Feier“ frage ich ihn.
„Hab einen alten Kumpel getroffen“ bekomme ich als Antwort.
„Und warum feierst du nicht mehr mit dem.“ Will ich von ihm wissen.
Er drängelt sich doch wirklich an mir vorbei, und betritt so den nächsten Raum in der Wohnung. Glaubt er mir nicht, dass niemand im Haus ist?
Zu meiner Frage höre ich „der musste heim, zu Weib und Kind“ Na die Frau wird sich freuen. Hoffentlich hat der Mann nicht so zu gelangt, wie das wankende Exemplar hier vor mir. „Warum gehst du denn nicht auch nach Hause“ frag ich ihn.
Er „Da ist doch niemand“ Er ist, während unseres Wortwechsel, mit den Schuhen an den Füßen, im Sessel der Stube nieder gesunken. Ich bin stehen geblieben, weil ich nicht so recht weiß, wie ich mit dem hier um gehen soll. Seine Augen tasten mich noch mal ab. Weiß er auch nicht wie es jetzt weiter gehen soll? Er schaut auf meine dunkle ausgewaschene Hose und den alten Labriegen Pulli. Dann ist sein Blick wieder in meinem Gesicht. Na Mann, was siehst du, ein Taler für deine Gedanken. Ich sag garantiert nichts, zu dir. Ich bin hier genau so zu Besuch wie du.
Er, öffnet den Mund und will von mir wissen „hast du ein Bier“ Ja, was hab ich wohl gedacht, sollte ein Betrunkener sonst so sagen.
Ich antworte „Ich habe kein Bier“ Wie gesagt ich bin zu Besuch. Mir gehören hier im Haus, nur ein Paar Klamotten, zum an ziehen, weil ich sie von daheim hier her getragen hab. Ich werde mich hüten, mich an dem Alkohol deines Bruders zu wagen. Der Mistkerl gönnt mir nichts. Der macht nur ausnahmen, wenn er mich als Studien Objekt benutzen kann. Zum Beispiel, wie viel Wein, verträgt eine dreizehnjährige, bevor man merkt dass sie besoffen ist.
Der vor mir, interessiert sich grade nur für sein eigenes Wohl. Er kommt mit der nächsten Frage. „Hast du einen Korn“
Ich „Ich habe keinen Korn“
„Was hast du denn überhaupt“ Will er schließlich ein bisschen genervt von mir wissen. Ob ich ihm jetzt wohl genaueres über die Anzahl meiner Hemden, Schlüpfer, Strumpfe und Hosen erläutern soll.
Ich antworte, weil er bisher, nur nach trinkbarem gefragt hat „Wasser aus der Leitung“ und denke dabei, das kann man wenigstens nicht stückweise nach zählen.
Von dem Kerl vor mir höre ich „Ich will mir doch nicht die Zähne putzen“
„Schaden könnte es nicht, du riechst nach Alkohol“ Ist mein sofortiger Kommentar, zu seiner schnoddrigen Antwort.
Er „Willst du mich küssen“ Hä, wieso das? Verdammt, falsche Richtung, falsche Frage. Bäh ich denk gar nicht dran. Mist, wo führt dieses Frage und Antwort Spiel noch hin? Ich habe mir sagen lassen, das Betrunkene unberechenbar sind, und den hier, hab ich zu selten gesehen, um ihn ein schätzen zu können. Also sollte ich lieber vor sichtig mit meinen Worten sein. Aber die Wahrheit kann ich hier wohl noch sagen. „Ich küsse keine Betrunkenen Männer.“
„warum nicht“ will er wissen. Ist der neugierig. Meine Güte betrunkene sind mir unheimlich, aber die Auskunft will ich ihm nicht geben. Ich antworte ihm „weil sie betrunken sind“
„Ich bin nicht betrunken. Küsst du mich jetzt“ Träum von was anderem du lallender Säufer. Ich mag Alkohol nicht, erst recht nicht von dir vor gekaut.
Ich „Ich küss dich nicht“
Er „Hast du ein Bier“
Ich „Ich hab kein Bier“ Meine Güte bist du zu, die Frage hatten wir doch schon geklärt. Er sitzt wie Bräsig in dem Sessel und wirk schon ohne neuen Alkohol ziemlich fertig.
Er „hast du ein Korn“ Ja klar noch ein paar harte Drogen und ich versteh dich noch weniger, oder du schläfst mir hier im Sessel ein. Von mir gibt es nichts zu saufen. Besorg dir das Zeug in einer Kneipe, oder sauf bei dir zuhause. Ich geh hier nicht an die Vorräte. Dein Bruder mag dir ja den Alkohol gönnen, aber der Schwester seiner Frau, gönnt er garantiert nicht die Selbstbedienung. Ich antworte, „ich hab keinen Korn“
Er „Mensch du verarscht mich doch, Peter hat immer was da.“ In seine schlaffen Gliedmaßen zieht leben ein. Er stemmt sich aus dem Sessel hoch, um in den Flur zu gehen. Ich höre Flaschen klimpern. Er kennt sich hier aus, er kehrt mit zwei Bierflaschen in den Händen zurück.
Ich hab mich nun doch gesetzt. Es sieht ja so aus, als ob sich der Typ hier einrichten will.
„Willst du auch eine?“ fragt er mich
„Nein“ antworte ich knapp. Seit dein Bruder, mich so betrunken gemacht hat, dass Sonntagsbraten und Wein den Rückweg wollten, geh ich dem Alkohol lieber aus dem Weg. Dir täte es auch gut, mal ne Pause von den Prozenten zu machen, denk ich für mich, sagen würde ich das nie.
Er weiß auch wo der Öffner ist, und rückt mir danach eine offene Flasche auf dem Tisch entgegen. Im nächsten Moment hält er seine Flasche hoch und sagt. „Prost“
ich antworte „Prost“ reagiere sonst aber nicht.
Das ist bei ihm ein Grund, für eine Beschwerde „na so geht das aber nicht. Du musst die Flasche auch in die Hand nehmen zum trinken.“
„Ich wollte nichts Trinken“ informiere ich ihn
Er „willst du mich beleidigen. Ich geb einen aus und du willst nicht trinken“ Mistkerl, was wird das hier. Willst du mich zu irgendwas nötigen? Deine Argumente, sind genau so betrunken wie du, sie stimmen nicht. „Peter gibt einen aus“ Erinnere ich ihn.
Er „das ist das gleiche, er ist mein Bruder. Jetzt trinken wir beide einen. Prost“ Verdammt, was ist das für eine komische Logik. Wie belege ich seinen Irrweg? Mir fällt grade nichts ein, was seine Worte, seinen Satz, für mich günstig aufheben könnte.
Wenn, ich Worte hätte, währe er dann überhaupt so aufnahmefähig um sie zu verstehen?
Verdammt, mir fällt kein Argument ein. Ich greife doch wirklich nach der Flasche, heb sie wiederwillig an den Mund, und schütte etwas von dem Bitteren Zeug, in meinen Hals. Der Betrunkene und seine Logik. Ich hab da so eine Ahnung, zu dem was der Kerl hier grade für sich erreichen will. Seine Wiederholung der Themen, weckt bei mir, dies bezügliche Befürchtungen. Hoffentlich geht das hier gut für mich aus.
„Na bitte“ sagt er „das schmeckt doch. Komm noch ein. Prost“ Ich heb die Flasche noch mal an den Mund. Die Flaschen stehen grad wieder auf dem Tisch, da höre ich „Bekomm ich jetzt einen Kuss“ Mistkerl ich hab doch geahnt das das Thema wieder auftaucht.
Da gibt es nur eine Antwort „Nein“
„warum denn nicht? Wir riechen doch jetzt beide gleich“ Verdammt sei dieser Schweinehund, aber er ist immerhin Zielorientiert. Hat er doch nicht so viel intus, wie er hier vor mir tut. Spielt er mit mir? Oder ist das irgendein Test, speziell für mich? Hat er sich das mit Peter zusammen ausgedacht? Rosa ist nicht da, find doch mal raus was bei Ella so geht! Mist, wie rede ich mich jetzt raus, und zwar so, das es für ihn nicht wie eine Provokation klingt.
„Ich küsse nur Männer die ich Liebe.“ Antworte ich, keine Beleidigung, und keine Abweisung.
„Hast du einen Freund“ will er wissen. Irgendwie ahne ich, dass das auch nicht gut aus geht, aber ich antworte tatsächlich wahrheitsgemäß „Nein“
„Na dann küsst du doch keinen. Willst du mich nicht doch küssen“ Mist, irgendwie drehe ich mich hier im Kreis. Ich weiß, das es dämlich ist, aber ich nehm die Flasche in die Hand und sag
„Prost“ um zu trinken, und suche dabei, nach den nächsten richtigen Worten. In mir ist ein wenig Angst vor seinem Kuss. Es währe nicht der erste. So weit war ich schon mal, wo anders. Ich weiß, dass die Berührung von Lippen, eine Weile den Verstand abschalten kann, oder doch wenigstens ein Haufen Verwirrung machen wird.
Den hier, kenne ich nur von gelegentlichen Besuchen.
Da, hat er aber das kleine Mädchen, mich, nicht wirklich registriert. Sein stures Begehren, jetzt ist mir unheimlich. Ich antworte „Nein ich küss dich nicht. Ich hab mich in den letzten fünf Sekunden, nicht in dich verliebt“ Oh, nicht schlecht, wieder keine Beleidigung und keine Abweisung.
Er „kannst du dich nicht in mich verlieben? Sehe ich schlecht aus?“ Oh dieser Mistkerl, weiß er, dass mich seine Fragen irgendwie in Bedrängnis bringen. Macht er das mit Absicht, bin ich grad sein Unterhaltungsprogramm. Ich frag mich schon wieder wie besoffen er wirklich ist. Sein Blick klebt hartnäckig suchend an mir. Der will eine Antwort. Versuchen wir es mal mit Kompliment und Zurechtweisung dicht beisammen. „Du siehst gut aus, aber du bist betrunken“ erkläre ich ihm
Er antwortet darauf. „Betrunkene küsst du nicht?“ oh ein echter Fixmerker.
Ich „Nein“
Er „Ich bin nicht betrunken“ Der fährt scheinbar gerne Karussell. Jetzt sagt er „Prost“ ich hebe entnervt die Flasche zum trinken an den Mund.
„Ella wir sind beide allein. Du hast keinen Freund, ich schon lange keine Freundin. Willst du meine Freundin sein?“ Scheiße, der will einen toten Gaul reiten. Oder ist das doch ein Test. Diese letzte Bemerkung war ziemlich lang. Hab ich den noch lallen hören? Ich versuche es mit einer Sachlichen Antwort. „Joachim, du bist an die zehn Jahre älter als ich.“ Ich weiß nicht wie alt er ist, hab aber in den letzten Jahren mit bekommen, dass Peter noch älter ist, wie er.
Er „Och, das macht doch nichts. Ich zeig dir wo’s lang geht“ meine Güte, ist der hartnäckig.
Der geht mir langsam auf den Geist. Zum überlegen noch ein Schluck aus der Flasche. Wie nehme ich ihm mit gemildert Worten, die Hoffnung?
„Joachim, ich will noch gar nicht wissen, wo es lang geht.“ Ja, das ist nicht schlecht, so steckt die Schuld immerhin in meiner Tasche. Wie komme ich nur wieder von diesem beschissen Thema weg. Über was reden Männer gern? Wenn ich doch nur ein bisschen Ahnung davon hätte.
Sein Blick prüft mich, dann höre ich ein kurzes „Aha“ das würde ich jetzt wohl auch, ein wenig ratlos sagen wollen. Verdammt, der Mann macht mich nervös.
Er ist nicht Ratlos, ihm fällt noch was ein „Du magst mich leiden?“ erkundigt er sich als nächstes. Oh, hab ich mich jetzt fest gefahren? Ich hab den noch nicht betrunken erlebt, nicht richtig bewusst. Bringen mich jetzt Wahrheit und Lüge gleichermaßen in Bedrängnis? Nein, wäre nicht ganz die Wahrheit und möglicherweise währe das auch zu provozierend. Ich antworte „Ja“ bin mir dabei, aber fast schon sicher, das das auch da hin führt, wo ich, gar nicht lang will.
Da höre ich von ihm „Ich mag dich auch leiden. Kannst du mich mal in den Arm nehmen“
Ich hab es gewusst! Ich hab es gewusst! Mann, ich weiß nicht, wie du reagierst, wenn ich erst mal so nah bei dir bin. Du hast sicher viel mehr Kraft wie ich, und ich trau dir zu, dass du das auch ausnutzen wirst. Sagen kann ich im das nicht, nicht so.
Ich sage „Nein du riechst nach Alkohol.“ Ich hab das grad aus gesprochen. Da weiß ich was von ihm kommen wird. Verdammte Scheiße, wo ist mein Gehirn. Ich suche fieberhaft nach einem Ausweg. Wenn ich nur wüsste welche Worte mir hier noch helfen können.
Er sagt wie erwartet „Du auch“ ja wohl, der Kandidat, bekommt einhundert Punkte. Ich hab es gewusst. Ich hab es gewusst. Mein Verstand lässt mich im Stich. Mir fehlen die Argumente. Um welchen Kreis, haben wir uns in diesem Gespräch, noch nicht gedreht. Mir fehlen die Worte, die hier passender weise das Steuer rum reißen. Ich sage doch wirklich „darauf trinken wir noch ein“
„Meine Flasche ist leer“ antwortet Joachim „und du magst doch keine Betrunkenen“ Oh, lernfähig!
Ist er deshalb, nicht los gegangen, sich eine neue zu holen.
Er „Bekomme ich jetzt wenigstens meine Umarmung, als Belohnung. Ich tu dir nichts“
„Ich trau dir nicht“ sage ich plötzlich wahrheitsgemäß. Im nächsten Moment, frage ich mich überrascht, wie die offenen ausgesprochene Wahrheit, in meinem Mund auf getaucht ist?
Hängt das mit der leeren, eben abgestellten, Bierflasche zusammen?
Er „Das kannst du ruhig. Ich hab noch keiner Frau, etwas gegen ihren Willen angetan.“ Der lächelt so komisch. Wenn ich das nur irgendwie identifizieren könnte. Heißt das, ich bin ehrlich, ich hab das nicht nötig. Oder sagt das, wart nur auf die Überraschung Rotkäppchen, ich mach dir den Wolf, wenn du mich nur dichter an dich ran lässt.
Ich habe keine Erfahrung, mit dem anderen Geschlecht. Ich weiß nicht, wie man einen Mann ließt. In meinem Kopf ist ein Wirrwarr zwischen Angst und Neugier.
Der da, hat mir was voraus, er weiß was er will. Ich weiß das grade nicht. Na toll, da war wohl doch, ein Schluck zu viel, in meiner Flasche? Der Alkohol macht mich scheinbar wankelmütig. Ich überlege doch wirklich, ob ich dem da, vielleicht, den Wunsch nach nähe erfüllen kann.
Noch aber, schreit irgendetwas in mir, der Kerl hat zu viel Kraft. Wenn du Sicherheit für dich willst, dann ist es keine gute Idee, dich so dicht, an den zu wagen.
Ist er ein guter Beobachter? Flüstert ihm seine Lebenserfahrung etwas zu? Weiß er schon, dass er mich irgendwo an einem wunden Punkt hat? Er schaut mich eine Weile beobachtend an, dann holt tief Luft und sagt fast bittend „Na komm, … süße kleine Ella“
Oh …! Mit den Worten, taucht uhrplötzlich eine schmerzende Erinnerung auf.
So was Ähnliches, hab ich schon mal gehört.
Der Mann, der das zu mir gesagt hat, war grade so volljährig, und hat sich damals an eine vierzehnjährige geklammert. Ich war damals vielleicht, auch <klein und süß> … Ich war aber auch unglaublich neugierig, und er hat das zu gelassen. Ich habe an dem Tag, das erstemal in meinem Leben, die Hand an einem, seinem, Glied gehabt. Der Mann an dem Glied, hat irgendwie einen Hammer. Keinen gefährlichen, aber so einen, das er sich und mir gleichzeitig damit weh tut. Er achtet ständig darauf, das niemand, ihn anfasst. Seine Hand, hab ich bei der ersten Begegnung berührt, sein Glied und seinen Mund bei der zweiten, dass in dieser aufgezählten Reihenfolge.
Vor einem halben Jahr, sind wir uns noch einmal begegnet.
Diese Vertrautheit, zwischen uns, war sofort wieder da. Wir haben in der Nähe seines Dorfs, einen langen Tag schwitzend in der Sonne gearbeitet. Er zog sich danach, auf einer Wiese, zusammen mit mir aus. Wir haben uns im Kalten Wasser eines Tümpels gewaschen. Er schob dabei, meine Hände, über seinen Unterleib. Das war die nächste Erweiterung, der erlaubten Berührung. Aber, es blieb dabei, nur er bestimmte den Bereich, den meine Finger an ihm berühren durften, und ich ließ diese Einschränkung voller Neugier zu. Was den Mann zum Mann macht, das durfte ich tastend untersuchen. Was für eine rasante Entwicklung von Begegnung zu Begegnung, wenn man die Jahre, zwischen unseren zufälligen Treffen vergisst.
Ich ließ mich an jenem letzten Tag auch von ihm berühren. Seine kalten nassen Finger, legten sich beim waschen heiß um meine Brüste. Oh das war schön, er so nah, hinter und vor mir. Ich habe ihm und seinen Händen vertraut, bis ich auf der Wiese, vor ihm in Fesseln lag. Dieser Mistkerl, hat meinen ersten Sex Rausch, zu seinem Vorteil genutzt. Damals, hatte man, auch versprochen, dass mir nichts gegen meinen Willen geschehen würde.
Na ja, er hat sein Versprechen schließlich auch irgendwie gehalten. Ich blieb, an Leib und Leben unverletzt, aber nicht unberührt. Ich weiß, seit diesem Tag, wie unglaublich ein Orgasmus sein kann.
Ich weiß, seit dieser letzten Begegnung, aber auch ganz sicher, dass der Mann, diese fass mich nicht an Phobie hat. Er hat mich erst hinterlistig zusammen geschnürt, und dann erklärte er mir, dass die Stricke, an meinen Hand und Fuß Gelenken, nur dazu da seinen, um für seine Sicherheit zu sorgen.
Der hat einen Hammer nicht war.
Ich hab auch einen. Ich hab ihm nach etwas Überredung geglaubt. Ich hab mich auch, in den Fesseln, an seiner Berührung, berauscht. Aber nach dem Glück, das er mir gezeigt hat, war die Enttäuschung schnell wieder da.
Die Striemen, die die Fesseln an meinen Gelenken aufgescheuert hatten, schmerzten noch. Da war der Kerl schon wieder verschwunden. Diesmal, war ich vielleicht sogar selber schuld. Nach dem ersten Blick, auf die rot brennenden Stellen an meinen Armen, hab ich ihn, verdammt, wütend, angeschrien, er soll Leine ziehen.
Mein Leib und Leben, war an dem Tag heil geblieben, aber mein Herz, hatte, wieder einen tiefen, neu schmerzenden, Krater. Es dauerte, lange bis Schmerz und Sehnsucht bei mir kleiner wurden.
Und nun, nun höre ich diese fünf Worte. Dabei reichen schon drei, von den gesagten, um mir weh zu tun. Diese schon einmal gesprochenen Worte, reißen, aufs Neue eine tiefe, schmerzende Wunde in meine Brust. Vergangenheit und Gegenwart stürzen auf mich ein, <<süße kleine Ella>> diese Worte, treffen mich, im Herz, im Hirn und beides zusammen, haut mich doppelt stark aus der Bahn. Mein Verstand geht auf eine ausgedehnte Tauchtour.
Irgendwo, tief in meiner Brust, tut es weh, das will ich jetzt weg haben.
Ich lechze, nach Ablenkung, nach Vergessen, nach Erleichterung.
Schaffen das andere Arme für mich? Kann ich die alte, quälende Erinnerung mit was Neuem vertreiben? Kann ich vertrauen? Ich weißes es nicht, aber ich will jetzt in die Arme genommen werden. Ich will dass jemand den Krater in meiner Brust füllt, oder doch wenigstens kurzzeitig zu drückt. Wie, ist mir grad scheiß egal. Vielleicht können starke Männer Arme, das Loch verbergen.
Ich will keine Vorsicht, ich will Hilfe. Jetzt! Sofort!
Ich steh doch wirklich, von meinem Platz auf, und setz mich auf seinen Schoß. Da versuch ich, meine Arme, um seinen Brustkorb zu legen. Oh, er ist überrascht von meiner Bewegung, macht mir aber trotzdem den Weg frei. Er beugt sich etwas vor. Dann lässt er seine Arme, behutsam, langsam, um mich sinken. Wir sitzen wirklich eine Weile nur so da. Mein Kopf liegt auf seiner Schulter, meine Stirn berührt seinen Hals. Ich bin dicht bei ihm.
Aber, die Ruhe in diesen Armen, erinnert mich auch an eine Vergangenheit, die jetzt weh tut. Das damals, das war ein dummer ängstlicher Junge. Das hier, ist was ganz anderes. Versuche ich mich selber zu ermahnen. Das hier bei dir, das ist ein gestandener Mann. Du hast eine richtige Männerbrust vor dir, eine Brust, die du ohne verbot für dich haben kannst. Der Mann hier, hat keine Phobie, vor deinen Händen und dir. Ich rede mir das so fest wie möglich ein, und ziehe nun eine Hand, von seinem Rücken, über die Seite, nach vorne auf seine Brust.
Dabei, suche ich irgendwie nach einer Ablenkung, für meine Sinne? Meine Nase ist dicht an ihm. Ich rieche zwischen Rauch und Alkohol, auch etwas dass er sein muss. Den Geruch mag ich. Also, nicht rückwärts, sondern nach vorne Denken. Das hier hören, riechen, fühlen und dabei im jetzt bleiben, so ermahne ich mich in Gedanken. Gut es hilft. Es hilft ein wenig.
Ich sitze auf einem Männerschoß.
Der, hat doch wirklich, das Spiel, zu seinen Gunsten verändert. Mist, bin ich auch schon irgendwie kaputt? Ich umarme den da wirklich. Ich lass mich umarmen. Ich bin kaputt, ich bin kaputt, ich bin wirklich kaputt, wie traurig, schaurig, verwirrend.
Wir halten uns aneinander fest. Die Luft ruckelt zittrig in meine Lungen
„Ella Geht’s dir gut“ will er zu dem Chaos, in meinen Gedanken wissen.
Ich nicke einfach nur. Ich weis nicht, wie meine Stimme jetzt klingen würde. Seine Hand sucht nach meinem Kinn. Er drückt es hoch. Wir schauen uns gegenseitig ins Gesicht
„Tu ich dir weh“ will er wissen. Nein das war ein anderer. Oh scheiße, die echte Besorgnis, in diesen Worten, haut mich irgendwie um. Ich schüttele nur den Kopf. Mehr kann ich grad nicht. Er reagiert mit einer Sachlichen Feststellung „Ella … deine Augen sind feucht“
Ich will doch nicht wirklich noch unter seinen Augen weinen, deshalb blinzele ich und konzentriere mich dabei mehr auf sein Gesicht. Ja, der Mann sieht gut aus. In seiner Mimik, ist etwas … das Sorge zeigt, … Sorge um mich? Oh, der Gedanke macht mich, … macht mich fassungslos. Seine Anteilnahme wärmt mir das Herz. Seine Arme umschließen mich stützend. Er mag mich, ich mag ihn? Seine Nähe ist ein Geschenk. Vielleicht, sollte ich ja wirklich was Neues suchen und aus Probieren. Sein Gesicht sein Mund ist so nah. Oh, hat der Mann schöne Lippen.
Oh, denkt er auch so, er kommt näher, und es stört mich nicht. Nein, ich überlege, was diese Lippen, mit meinen, machen könnten. Nein ich denk gar nichts. Ich will die Versuchung nur noch kosten und spüre ihn warm und weich auf meinem Mund. Oh! Ja! Mehr! Mm … Gehalten, gewärmt, geküsst, meine Hände sind dicht an ihm. Nicht nur mein Mund, drückt sich gegen ihn. Ja! Ja! Irgendwo in mir, zeigt sich die Neugier, die sagt, ja nimm was man dir schenkt, und genieße es. Ich schmelze dahin. …
Dann lösen wir uns voneinander.
Er lächelt strahlend und sagt „wir haben uns geküsst. Bekomme ich noch einen“
Ja, du Schweinehund. Ja. Ist sowieso zu spät, du kannst deinem Bruder bereits erzählen, dass du mit Ella geknutscht hast. Ich lass zu, dass er mich noch einmal, gegen sich und seine Lippen drückt. Oh scheiße, der erste Kuss war nur ein Probelauf. Der macht jetzt erst ernst. Mir gefällt es, das seine Lippen jetzt mutiger gegen meine drücken. Ich will das was mir gefällt und ich will mehr. Meine Hände rutschen hinter ihm hoch und runter sie suchen Kopf und Hüfte. Ich fahre in seine Haare und reibe über seine Haut. Seine Hände machen dasselbe auf mir.
Seine Berührungen kribbeln herrlich, auf meiner Haut, in meinem Mund, in meinem Bauch. Sein fordernder Kuss weckt in meinem Innern sehnend das begehren. Aufgestachelt will ich mehr. Er folgt mir, wir werden beide heftiger. Unsere Zungen reiben umeinander unsere Lippen drücken fordernd gegeneinander. Wir trinken unseren Atem unser Stöhnen. Ich halte ihn fest an mich gepresst. Er hebt mich an. Dann ist die Liege unter mir, und er ist mit seinem Schweren Körper über mir, trotzdem klammern sich meine Arme um ihn. Ich will ihn noch näher bei mir haben.
Dann lässt sein Mund meinen im Stich. Er stöhnt „Oh Ella“ an meinem Ohr. Seine Lippen liebkosen meinen Hals. Meine Hände wühlen in seinem Haar und streichen über seine Schulter, seinen Oberarm. Ich darf ihn kosten, riechen, und ohne verbot berühren, herrlich. Ich schwelge glückselig in allem was meine Sinne aufnehmen können, und werde so herrlich sinnlich berührt.
Seine Hand, streicht über meine Nackte Schulter, und umfasst danach die Wölbung meiner Brust. Dieses süße summen, flattert nun plötzlich aufgeputscht, von der Brust, hinab in meinen Bauch.
Von meiner Brust! Von meiner Brust? Achtung Ella, da stimmt was nicht. Was macht der da, mit deiner Brust? Oh Scheiße, seine Hände, sind auf meiner Nackten Haut. Seine Finger, drücken meine Warze. Ich erstarre. Der Kerl grinst mich verschmitzt an. Dieses zerrende rauschen in mir legt sich. Meine Gedanken werden wieder klarer, und ich fühle jetzt auf meiner Hüfte etwas, das mit druck Raum für sich fordert. Ich begreife, warum der so wagemutig ist.
Er macht sich Hoffnung. Sein Fortpflanzungsorgan wittert den Einsatz. Der kann das also auch.
Nicht mit dem, kreischt es in meinem Kopf. Scheiße, Scheiße, Scheiße. Das ist eindeutig zu viel. Das ist eindeutig zu Gefährlich, für mich. Es reicht. Das hier wird kein, ich hab Ella gefickt, Abend.
Ich frag ihn „Joachim was machst du da“
Oh scheiße, jetzt ja nicht schwach werden. Ich hätte nie gedacht, dass ein erwachsener Mann so verführerisch schmollen kann. Sein, scheiße ich bin erwischt worden und bitte lass mich doch weiter machen Blick, erwischt bei mir das volle Programm. Wach endlich auf Ella. Kreischt etwas in mir. Du lässt dich nicht vom Bruder deines Schwagers vögeln. Nicht für tausend solcher Blicke. Für den, bist du nur ein dummes Huhn mehr, das er rum gekriegt hat.
Du verschenkst dich nicht, an den da. „nimm deine Hand da weg“ fordere ich ihn auf.
Er weiß was ich meine. Seine Finger, schieben die Träger meiner Unterwäsche wieder auf die Schulter hinauf. Dann aber spüre ich, wie er am Träger entlang nach unten fährt. Kaum ist er an den Körbchen des BH da drücken sich seine Finger tiefer zwischen Stoff und Haut. Was soll das, ich spüre seine Fingerrücken die über meine Warze wischen. Bei der Berührung, stöhne ich unwillkürlich auf. Er lächelt süffisant und seine Finger ziehen im nächsten Moment am Stoff des BH. Soll das so was wie ordentliches anziehen sein? Mann, dein lächeln, enttarnt hier die Hinterlist.
Dann senkt sich sein Kopf. Sein Blick fixiert meine Lippen. Der will küssen und fummeln. ZU GEFÄRLICH schreit es sofort durch meinen Verstand. Wenn du dich jetzt auch noch im Kuss verlierst, dann vergisst du den Rest der Welt. Das willst du nicht. Das ist zu gefährlich. Ich sehe nur eine Lösung. Ich drehe den Kopf zur Seite.
„Ella …“ bei meinem geflüsterten Namen, kitzelt sein Atem an meinem Ohr „… du bist scharf. Du willst aus reiner Vorsicht nicht küssen“
Mist, der hat Erfahrung, eine leise Ahnung, flüstert ihm das ein. Ich bin erkannt, dazu sag ich aber nichts. Ich muss seine These, nicht auch noch dummer weise bestätigen.
Er macht mit seinem Mund was an meinem Ohr, das für kribbeln, Gänsehaut und Schüttelfrost gleichzeitig sorgt. Meine Muskeln zittern kurzzeitig körperweit. Ich habe keine Möglichkeit das zu verbergen. Sein Atem bläst über mein Ohr und im nächsten Moment bitzelt und zittert es schon wieder in mir. Verdammt, warum ist mein Körper so ein williger Verräter? Das muss auf hören.
Ich dreh den Kopf und schau ihn wieder an.
Der Kerl lächelt unglaublich breit, seine Bauchmuskeln ruckeln dazu ein paarmal an mir.
Für den, bin ich also was zum Amüsieren. Mistkerl.
Zum Glück sagt er nichts dazu. Sein verborgenes Kichern ebbt ab. Auf meinem Bauch ergibt sich mehr Druck und er zeigt mir schließlich seine, beiden, frei hoch gehobenen Hände. Soll das vielleicht heißen, siehst du, ich mach, was du möchtest. Er atmet tief durch. Das presst mich noch mehr unter seiner Last zusammen.
Dann aber schiebt er sich neben mich.
Ich kann wieder leichter atmen. Mit einseitig aufgestütztem Kopf, schaut er auf mich. Sein zweiter Unterarm, liegt auf meinem Oberkörper, seine Hand ist an meiner Wange und sein Daumen fährt auf meiner Unterlippe, hin und her. Seine Augen beobachten das eine Weile.
Ich kämpfe mit dem durcheinander in meinem Kopf.
Was ist mit mir los. Warum reagiere ich so auf das? Warum mach ich das mit? Was sieht dieser Kerl in mir, was ich in ihm? Dies hier ist ohne Zweifel ein viel zu gefährliches Spiel für mich. Sein Kopf rückt wieder näher. Oh Scheiße. Wegdrehen oder Mund spitzen. Mund spitzen, das mit dem weg drehen kann ich jetzt nicht noch mal machen. Aber, die Lippen auf alle Fälle geschlossen, spitz und hart lassen. Die Spannung halten. Achtung! Der darf jetzt nicht auf deinen Mund fallen. Du darfst dich nicht berauscht vergessen.
Gut das wurde verstanden, er zieht sich wieder von meinem Mund zurück. Und grinst im nächsten Moment so was von breit. Ja, Ja ich verstehe was das heißen soll. Seine hoch gezogen Mundwinkel schreien förmlich, ich hab recht, ich hab recht, du hast wirklich Angst vor meinen Küssen.
So lange, wie er diese Tatsache, nicht in Worte formt, kann ich die Sache übergehen.
Ich nutze die nächsten Atemzüge, bis ich endlich, so weit klar im Kopf bin.
Ich muss für Abstand zwischen uns sorgen. Ich beginne meinen Rückzug zu planen.
Zu plump soll das aber nicht sein, er könnte, wenn er Lunte riecht, auf die Idee kommen, kraft ein zu setzen. Ich lächle ihn an. Jetzt muss eine Verzögerungstaktik her. Ich heb eine Hand und hoffe mit seinen Kieferknochen, eine gute Stelle zu haben, um nicht zu erotisch, drüber zu streichen. Ich berühre ihn, mit der Außenseite von meinem Zeige und Mittelfinger. Er ist ein bisschen stoppelig.
„El…“ hüpft über seine Lippen, da lege ich meinen Daumen auf seinen Mund und streiche danach großflächig über seine Wange. Gut es hilft, er ist wieder still. Ich will mich, gar nicht mehr, auf unnütze Diskusionen ein lassen. Ich will nichts entstehen lassen, das mich von meinem Entschluss abbringt. Aber er ist so dicht bei mir. Meine Hand rutscht in seinen Nacken. Ich zieh ihn auf meinen Mund und er reagiert auf meine gespitzten harten Lippen wie vorher.
Ich will, ich will nicht, ich will. Unsere Lippen, tupfen so noch ein, zwei, drei, Mal übereinander. Für einen klaren Kopf, ist das nicht wirklich gut. Oh nein, nicht schwach werden. Nicht mit dem, kreischt es endlich in meinem Verstand.
Ich zieh ihn an seinen Haaren zurück, fort von meinem Mund.
Meine Hand krallt sich noch in sein Haar, da flüstert er. „Ich mach nur das was du willst“
Ich schau ihn einen Moment prüfend an. In meinem Kopf, schreit es dabei, was er da eben gesagt hat, das musst du unbedingt, für dich ausnutzen, versuch es zumindest. Nagle ihn gleich mit seinen eignen Worten fest. Ich frag ihn „darauf kann ich mich verlassen?“
Er nickt und sagt „ja“
„Das ist gut“ erkläre ich ihm „dann möchte ich, das Peter nichts von dem hier erfährt“ er nickt. Ich frage noch mal nach „Versprochen?“ Er wiederholt „Versprochen“
Verdammt, das verpflichtet mich zumindest, ihm jetzt etwas mehr zu bieten. Es währe ganz schlecht, wenn ihm auf fällt, das er nach dem Versprechen, trotzdem nichts bekommen hat.
Er würde mich, garantiert, noch viel schneller, bei seinem Bruder verpfeifen.
„Gut dann aber ohne fummeln“ bestimme ich. Ich beschließe einen Test für uns beide und zieh ihn wieder auf meinen Mund. Er schenkt mir seine Lippen, nach einem kurzen wiederstand überrennt mich, ein betörend sinniger Kuss. Nachdem wir uns aus ihm lösen, sind seine Hände wie versprochen über meinem Stoff. „Zufrieden mit mir?“ will er wissen.
Ich nicke. Bist du auch zufrieden mit dir? fragt etwas, irgendwie bissig, in meinem Kopf. Ich komme zu keiner Antwort. Er kommt schon wieder näher. Dieser neue Kuss, wird wieder wilder wogender fordernder und brennender. Oh ha! Oh Ja! Mehr! Lass uns ineinander verkriechen. Ich erwische mich dabei, das ich … das ich ihn … begehrlich an mich drücke.
Nein. Nein. Nein. Hör endlich auf mit dem Feuer zu spielen. Hast du das noch unter Kontrolle?
Du willst das nicht. Doch ich will, ich will irgendwie auf seine Stange. Du … willst … das … Nicht. Nicht mit Peters Bruder! Du weist nicht wie viel die zwei miteinander auswerten. Wenn ich ihm, den Ritt meines Lebens, liefere, dann hat er was Scharfes, mit Peter aus zu werten. Du bist ein Dummes Huhn, wie willst du einen Kerl beeindrucken, der schon so viele Hühner, auf seiner Stange hatte. Du hinterlässt nur einen Blutfleck, das war es dann.
Willst du bei jedem Besuch hier, daran erinnert werden, wie leichtfertig, du dich verschenkt hast.
Nein! Da haben wir die Erkenntnis, ich währe nur eine Kerbe mehr in seinem Bettpfosten.
Nein, so leicht will ich es diesem Mann dann doch nicht machen.
„Ella…“ setzt er an. Wieder hüpft meine Hand mein Finger vor seinen Mund. Ich will keine Worte hören die es mir noch schwerer machen von ihm weg zu kommen. Ich will keine Hinweise von ihm, dass er mein Verlangen fühlen kann. Ich muss hier weg, solange ich noch klar denken kann. Wer liegt wo? Wie kommt er eigentlich vorne an die Sofakante. Das muss ich ändern ich schiebe mich auf ihn und stütze mich dann auf den Ellenbogen ab, um ihm prüfenden ins Gesicht zu schauen.
Verdammt sieht der gut aus, perfekte Augenbrauen, Augen die sich nicht entscheiden könne zwischen grau und blau, dichter an der Pupille zeigt sich das nächste Mysterium zwischen braun und grün, Wimpern dunkel und dicht, die mich neidisch machen, diese Nase gut geformt, passend zu dem Mann, und dann erst, dieser perfekt geschwungene Mund, der grade etwas amüsiert lächelt.
„Die Frauen hier in Karl Max Stadt müssen alle schlecht sehen“ sag ich zu meiner Betrachtung.
Dann aber stöhne ich überrascht, weil mir ein neuer Gedanke kommt „oh, … vielleicht können aber alle gut riechen, vielleicht geht es den meisten so wie mir, sie mögen den Alkohol Dunst an einem Mann nicht“ Meine Finger kriechen in seine dunklen Hare ich kämme sie aus der Stirn. Dann tupft mein Mund zwischen seine Augenbrauen.
Ich möchte etwas von ihm wissen „Joachim wie alt bist du“ er zögert. Überlegt er ob und wie er die Wahrheit sagt. „Sei ehrlich“ bitte ich ihn darauf hin. Er lächelt und sagt dann „zweiunddreißig“ Oh mein Gott, ich denke daran, es mit einem gut aussehenden Opa zu treiben. Sag ich ihm, was dazu? „Joachim du bist eine echte Versuchung …“ Aber? Verdammt, was für ein, Aber, lass ich jetzt folgen. Das mit Peter, kann ich nicht bringen. Ach nehmen wir nach dem Alter das Alter. „… aber ich bin nicht deine Altersklasse“ Mann, du bist ungefähr doppelt so alt wie ich.
Ich sehe wie sich sein Mund zu einem Lächeln verzieht. Dann holt er tiefer Luft „Ella …“ Meine Lippen verschließen sofort seinen Mund. Ich will keine gegenteiligen Argumente hören und liefre ihm doch tatsächlich selber eines. Ich, ich küsse hart, verzweifelt, gierig und sehnend. Ja in dem Kuss zeigt sich mein Verlangen ihm dichter unter die Haut zu kriechen.
Ich krieche unter ihn, oder er dreht mich dort hin, keine Ahnung. Meine Sinne waren grad anderweitig beschäftigt.
Nach diesem Wahnsinns Kuss liege ich unter ihm. Er drückt seinen Oberkörper in die Höhe und schaut mich danach eine Weile an. Dann höre ich „Ella … du siehst aus wie ein vierzehnjähriger Junge, aber du Küsst wie ein Nymphomanin. Wie alt bist du“ Oh, das beweist mal wieder, das mich der Kerl, Jahre lang nicht gesehen hat. Vierzehn jähriger Junge, damit kann er nur meine Haare meinen, denn seine Hände, haben ja auf Anhieb das gefunden, was mich von einem Jungen ganz gewaltig unterscheidet. Jetzt wo an mir was dran ist, das nach Frau aussieht, interessiert ihn plötzlich mein alter. Will er wissen ob das Jugendschutz Gesetz noch für mich gilt.
Erst zu grabschen und dann darüber nach denken wie alt ich bin? Oh, Oh, Opa.
„Ich bin vor ein paar Wochen siebzehn geworden. Was ist eine Nymphomanin?“ sag ich irgendwie trotzig zu ihm. Und im nächsten Moment ziehen sich seine Mundwinkel so was von nach oben. Er drückt sie wieder runter und im nächsten Moment ruckelt sein Bauch über meinem. Der Kerl lacht über mich. Ha, Ha, Ha, das hier sind scheinbar die, Lach mal über Ella, Lustspiele?
Ich glaube, diesen Begriff mit … in hinten dran, hab ich schon mal gehört, aber ich muss mich nicht, dafür interessiert haben, was er bedeutet. Küssen wie diese …in? Die muss irgendwie das Gegenteil, von einem schüchternen, kindlichen, Jungen sein. Sonst hätte er das nicht gegenüber gestellt. Ist diese …in eine draufgängerische Frau? Verdammt, sende ich ihm wirklich solche Signale, wenn ich küsse. He, der küsst mich doch auch. Verdammt, der Opa animiert mich zu solchen Küssen und dann, macht er sich über mich lustig.
In meine Arme kommt Bewegung. Ich fasse an seine Schultern und bemühe mich ihn von mir runter zu drücken. Ich merke aber nur, dass seine Schulter mit dem Lachen ebenfalls bebt. Verdammt die Hüfte heben geht auch nicht ich bin unter dem Kerl förmlich fest geklemmt.
Mann, ich finde das hier grade nicht zum Lachen, nein das ganze macht mir eher Angst.
Oh er reagiert endlich, … aber nicht so wie ich das wünsche. Sein Lachen ebbt ab. Er schaut mir ins Gesicht und schiebt sich dabei ein Stück nach unten, schließlich legt sich sein Kopf, auf meinen Brustkorb. Dort atmet er ein paarmal durch. „Tut mir leid Ella. Ich hab nicht über deine Wissenslücke gelacht sondern über deinen Trotz. In dir steckt viel mehr Frau wie Junge. Aber irgendwie irritieren mich deine kurzen Haare. Warum hast du sie dermaßen ab schneiden lassen. … ach so. Eine Nymphomanin mag den Sex mit fast jedem Mann“
Aha, so was Ähnliches hab ich ja fast schon von dieser Nymphomanin gedacht.
Das mit den Haaren war reiner Zufall. Ich wollte mir nach der Arbeit die Haare schneiden lassen.
„Der Damen Friseur hat keine Termine frei“ Erklärte mir eine Friseuse mit Blick auf den Terminplan. Ich hatte schon eine Weile gewartet, und zwischendurch ein paar mal gehört, das ein Mann, im Kittel erschien, und forderte „der nächste Herr bitte“ Deshalb beschwerte ich mich ärgerlich, bei der Frau. „Bei den Männern ist das aber nicht so“ sie verdrehte genervt die Augen, und erklärte. „Da ist die Sache auch einfach, die wollen nur die Haare ab haben“ … „Das will ich auch“ bekundete ich. „So kurz“ stöhnte die Frau. Ich hab genickt, und ihre Augen wurden groß. „Wirklich“ Ich hab noch mal genickt. Sie kam hinter ihrem Tresen hervor und schob ihre Finger in mein langes Haar. Dann brüllte sie dicht an meinem Ohr „Sibille, komm mal her, Ich hab hier das Haar, für deine Prüfungs Perücke“ Ich tauschte mein langes Haar, gegen fünf Herrenschnitte, bei jener Sibille. Zwei hab ich noch gut. Sie hat mir auch gezeigt wie mühsam es ist eine Perücke aus Haaren zu Häkeln.
„Ist praktisch“ erklär ich dem Mann auf mir nur zu meiner Frisur.
Dass stimm auch. Wenn ich gewusst hätte, wie einfach die Pflege kurzer Haare ist, hätte ich das schon viel eher gemacht. Meine sonst widerspenstigen Locken stören mich bei dem kurz Haar schnitt nicht mehr. Wenn ich wieder Bier nehmen muss, um die Haar Lage auf meinem Kopf irgendwie zu festigen, dann hole ich mir eben den nächsten Haar schneide Termin.
Meine Finger streichen durch seine Haare, die sind noch ein Stück länger wie meine. Ich denk das ist so, weil mein letzter Friseur Termin, nicht so lang her ist wie seiner.
„Ella, du gefällst mir mit langen Haaren besser. Das hier, passt nicht zu den Stoppeln, auf deinem Kopf“ Ich glaub es ja nicht, der Kerl legt seine Hand auf meine Brust, und streicht mit der innen Fläche permanent kreisend um meine Wölbung. He das macht mich nervös. Da frag ich mich eben noch ob er mich früher, wirklich mit langen Haaren bemerkt hat, und dann holt er mich, so verwirrend ins jetzt. Mann lass das, du fummelst an einer grad siebzehnjährigen rum. Ich hab dir doch gesagt wie alt ich bin.
He, sag mal, machst du mir, doch was vor? Unsere Themen, sind inzwischen ziemlich nüchtern geworden. Ist dein Alkoholkonsum doch nur vorgetäuscht. Machst du hier mit voller Absicht einen Test? Hab ich das an gestoßen? Hab ich mit dem Brust raus strecken einen Fehler gemacht? Hab ich das hier, schon damit provoziert? Verdammt! „Ella, … darf ich die mal in den Mund nehmen“ Was? Wen? Von was redet der da? Oh! Der hat eindeutig einen Knall.
Sein Kopf hebt sich, er schaut mir ins Gesicht, sein Mund öffnet sich und dann senk er sich so über meine Brust. Ich spüre seine Zähne die über mich und den Stoff schaben. Verdammt was macht der da? Irgendwas kitzelt von meinem Brustkorb direkt in mein Hirn und zwischen meine Beine. Test, Test, Test, aufpassen, Gedanken zusammenhalten. Verdammt, was soll das, ist das hier auch noch ein Reaktionstest, du Mistkerl lass das. Seine Hände drücken meine Brüste zusammen und sein Mund und der Unterkiefer reiben über den Stoff und mich.
„Ella … nackt könnte ich dich jetzt kosten. Zieh dich aus ich zeig dir was ein Orgasmus ist“
Ich „Danke, aber das weiß ich“ Oh, verdammt was hab ich da gesagt. Ich bin irgendwie wütend auf ihn und mich, seine Worte locken mich, und das will ich nicht zugeben und zulassen erst recht nicht.
Er erstarrt, seine Hände stehen still und sein Blick taucht in meine Augen ein.
„Ella ... warum zierst du dich dann?“ Blödmann weil du zu viel willst. Ich „Verdammt noch mal, musst du jeden Satz mit meinem Namen beginnen? Ich weiß dass ich so heiße. Ich ziere mich weil ich das kann. Schon vergessen, ich bin grade siebzehn. Ich habe jedes Recht, mich zu zieren. Such dir was in deinem Alter, für deinen Ständer“ Ihm klackt doch wirklich das Kinn ein wenig nach unten, und er starrt mich einen Moment entgeistert an.
Dann wächst ein Lächeln um seine Mundwinkel in die Höhe.
Er schaut behäbig nach rechts und nach links über seine Schultern in den Raum und begutachtet auf diese Weise Möbel und Tapete, als sähe er sie das erste Mal. Dann schaut er unverschämt grinsend zurück auf mich. „Ella … ist grad keine andere da“ sagt er und lacht doch wirklich schon wieder schallend über mir. Verdammt diese Pause jedes Mal nach meinem Namen stachelt meine Wut an. Aber sie hilft mir nicht Kraft zu sammeln. Der Lachende Kerl über mir ist wie fest genagelt. Ich richte nichts aus gegen sein Gewicht.
Das Sein Witz, bei mir nicht an kommt, bemerkt er gar nicht.
Er atmet schließlich durch, und sein Kopf sinkt zurück auf meine Brust. Er holt tiefer Luft und ich höre seine Worte „oh, Ella wer hätte gedacht, das die Zeit, aus dir so eine schöne und witzige Frau macht. Ich habe das kleine Mädchen, mit den Langen Zöpfen, Jahr für Jahr beobachtet, und staunend gesehen, das du deiner großen Schwester immer ähnlicher wirst. … Peter ist ein Dummkopf, weil er ihr so viele Kinder macht. … Er füllt sie regelmäßig, und beschwert sich dann, dass ihr Körper sich nachteilig verändert. … Ich würde meiner Frau höchstens ein Kind machen. … Willst du, die Mutter meines Kindes werden?“
He, ist in seinem Hirn, mein Alter immer noch nicht an gekommen? Will er das jetzt gleich besorgen, verdammt, was kommt jetzt noch. Meine Muskeln reagieren mit ängstlicher Anspannung. Er zeigt mir doch, das sein Gewicht allein, genügt um mich zu besiegen.
Er „He, He, keine Angst, ich tu dir nichts. Mein Versprechen dir gegenüber gilt“
Oh, hat er meine Anspannung bemerkt? Der Gedanke ist kaum ab gehackt da frage ich mich schon wieder ob sein Alkohol Konsum nur vorgetäuscht ist. Aber, nach der voraus gegangenen längeren Bemerkung, denke ich das es auch möglich währ, das er alleine auf die Idee gekommen ist, hier passend auf zu kreuzen, eben für eine Begutachtung meinerseits.
Bin ich irgendwie auf ihn rein gefallen?
Ist er zufrieden, mit dem, was er erreicht und raus gefunden hat.
Er liegt weiterhin entspannt auf mir, aber da gibt es wohl noch was zu sagen. Er holt tiefer Luft.
„Ella ... du bist was besonderes. Deine Neven sind ziemlich feinfühlig. Deine Gedanken aber die hast du voll im Griff. … Ich mag es, wenn Frauen nur dann reden, wenn sie wirklich was zu sagen haben. … Oh. …Im Gegensatz zu Peter, denke ich Frauen sollen mit reden. Ich habe meinen Schwestern viel besser zu gehört, wie er. … Ella! … Ach … ich glaub ich hab genug gesagt“
He, was ist das, erst so was wie ein Kompliment, und dann eine Lebensansicht. Was soll ich mit dem gesagten an fangen? Und was um Himmels Willen, soll diese Verdammt Pause, um meinen Namen, und dieses aufstöhnen um das Ach. Wollte er was sagen was er dann doch nicht gesagt hat?
Der verwirrt mich, nicht nur mit seinen Händen.
He ich habe grade mein sechzehntes Lebensjahr beendet. Das siebzehnte ist grade an gefangen, und der Tut so, als ob ich seine Lebenserfahrung zur Verfügung hätte um ihn zu begreifen. Meine Schwester, ist die Frau in seinem Alter, nicht ich. Sieht der in mir so was wie ein Ersatz für sie? Er sagt auffällig oft meinen Namen, passt das zu der Vermutung? …
Der Kerl ist besoffen oder er redet mich besoffen.
Deutet er mir was von einer Beziehung an, damit er bei mir leichter an sein Ziel kommt. Wenn er so hinterlistig denkt, dann kann er aber nicht so besoffen sein. Oh ich geh kaputt. Da ist ein verwirrendes Durcheinander in meinem Kopf. Ich würde verdammt gerne vor all dem flüchten. Würde er hören, wenn ich jetzt befehle geh von mir runter? Oder würde er mir eher mit meinem BH die Arme fesseln und dann den Rest besorgen? Bin ich zu misstrauisch? Er hat versprochen mir nichts zu tun. Es war ein verdammter Fehler, ihm auf den Schoß zu springen.
Oh … über mir zeigt sich Bewegung.
Hat mein Körper schon wieder irgendwelche Gedanken verraten? Er stützt sich mit den Händen auf der Liege ab, und drückt seinen Oberkörper hoch. Aus der Position schaut er mir ins Gesicht. Was zum Teufel, sucht er grade an mir, oder in seinen Gedanken? Trifft er jetzt eine Entscheidung, bei der ich nicht gut weg kommen werde?
Er „Ella … Elvira … Lara … Larissa jetzt haben wir aber genug geredet. Ich will noch ein paar Nymphomanische Küsse von dir“ Oh, er kennt sogar alle meine Vornahmen, mir klappt das Kinn runter und er nutzt das prompt aus. Seine Zunge steckt so schnell in meinem Mund dass ich nicht aus dem stauen raus komme. Verdammt, dieser Kuss sengt sich durch meinen Hals kribbelnd in den Bauch und wandert dann tief zwischen meine Beine.
Dann komme ich zur Besinnung. Er liegt auf und auch neben mir. Und da ist etwas das mich verwirrt. Seine Hand streicht in meinem Schritt über der Hose hin und her. Was er da tut das gefällt mir es prickelt viel versprechend in mir. Mehr, flüstert es verlangend in meinem Kopf. Da ist aber noch was, das fordert gleichzeitig, leg die Beine zusammen. Vorsicht oder Scham, egal was, das will, es geht grad nicht. Sein Knie liegt zwischen meinen Oberschenkeln.
Ich bin mir ganz sicher, dass er sich mit voller Absicht so platziert hat. Der will mich so richtig verwirren. Es funktioniert. Mein Versuch, diese Lage zu ändern, bringt nichts. Ich lasse ihn reiben, und beobachte es mit einem leichten lustvollen Nebel. Oh …
„Ella … zieh dich aus ich möchte dich kosten“ Oh, weiß er, wie verführerisch das Angebot ist. Seine Worte und Taten ziehen meine Gedanken in eine herrlich Süchtige Richtung. Ich will! ICH WILL!
Ausziehen! Ausziehen? Nackt? ELLA ACHTUNG! Das hattest du schon mal. Du weißt doch was dir damals passiert ist? Du willst das nicht noch mal, also vergiss dich nicht. VERGISS DICH NICHT! VERGISS DICH NIE WIEDER! Behalte auf alle Fälle deinen Verstand.
Ja, ich habe nicht vergessen, wie verletzbar ich nackt bin.
Den Fehler, mich im Rausch zu verlieren, und dabei die Konsequenzen zu übersehen, will ich nicht machen. Meine Hose, bleibt sicherheitshalber da wo sie ist. Aber der Kerl muss dort weg wo er grad ist. Wenn nötig, gebrauche ich jetzt Gewalt. Ich verkrall meine Hände, in seinen Haaren, und zieh ihn so, auf meinen Mund. Ich hab es satt, sein Spielball zu sein. Jetzt will ich bestimmen, was während des Kuss passiert. Ich verlass mich darauf, dass er nicht an mir rum fummelt. Ich will ihm die Worte und den Atem für alles Weitere nehmen. Ich küsse hart, und vertiefe mich gierig in diesen Kuss. So löscht sich auch meine Verwirrung wohlwollend aus.
Mit Wange und Ohr auf seiner Brust, und irgendwie außer Atem, komme ich wieder zur Besinnung. Es hat funktioniert, er liegt nun unter mir. Ich spüre den Druck seiner Hände auf Hintern und Rücken. Gut, das heißt er ist auf dem Stoff. Er hält sich an meinen Wunsch, nicht unter den Stoff zu fassen. Ich atme immer wieder durch. Es muss sein, ich brauche Zeit um mich zu sortieren. Sein pochendes Herz unter meinem Ohr, hilft mir bei der Besinnung.
Seine wärme, prahlt auf meiner Wange, seine Nähe aus.
Nähe! Wärme! Prahlt! Hitze? Hat sich da was verändert? Ich sollte das mal nach prüfen. Ich verschiebe meinen Kopf beobachtend auf ihn, und spüre doch wirklich, unterschiedliche Temperaturen. Dann will ich genaueres raus finden, und mehr von der Lage erkennen. Ich hebe den Kopf, und schaue, auf sein viel zu weit geöffnetes Hemd.
Drei Knöpfe sind offen, ich sehe einen breiten Spalt nackter Haut, auf dem sich ein paar Haare zeigen. Wer hat da die Knöpfe geöffnet? Wer? Ich hätte doch seine Hände bemerkt, oder? Warum sollte er an sich selber rum fummeln? Verdamm, hab ich mich selber, nicht an meine Bedingung gehalten. Hab ich mich irgendwie vergessen? War ich das? Ich schau auf das Männer Dekolleté und grübele darüber nach. Wer wohl seine Haut frei gelegt hat.
Da höre ich „Ella siehst du, du willst es auch“ seine Worte kribbeln so eigenartig auf meiner …, in meiner …, tief zwischen meinen …
Er kippt seine Hüfte leicht an, und seine Hände drücken mich am Po gegen ihn.
Ich spüre, an was, mein Unterleib, mit der wechselnden Schwerkraft reibt.
Er will es auch, soll das wohl, für mich zur Erklärung heißen. Ja verdammt, ich will. Ich will raus finden was da so geht. Der Mann ist heiß. Aber, da ist es schon wieder dieses verfluchte, aber. Wir sind in der Wohnung meiner Schwester. Er ist der Bruder meines fiesen Schwagers. Wir lieben uns nicht, oder ist bei ihm was? Ich habe keine zeit zum Nachdenken. Er hat mir nur seine Neugier gestanden, mehr nicht. Vielleicht sucht er in mir nur eine zweite Rosa. Das hier wird für mich nur was Einmaliges. Ich bin für ihn, wahrscheinlich nur eine unter vielen. Ich werde mich hier, oder bei ihm, immer an meine Dummheit erinnern, jedes mal wenn wir uns begegnen.
Und da ist noch was, das könnte das schlimmste von allem sein. Ich will jetzt noch kein Kind, erst recht keines, das mich mit ihm verbindet. Wenn ich ja zum vögeln sage, hebt das vielleicht sein Versprechen auf, jetzt kein Kind zu machen. Ich kann ihm nicht wirklich trauen. Er ist ein Mann um ans Ziel zu kommen, könnte er unterwegs eine Menge vergessen. Er ist alt genug, um sich meinen Bauch, dick mit seinem Kind, zu wünschen. Ne, Ich will nicht von dem, entjungfert und gefüllt werden. Ich sollte endlich damit auf hören, ihm Hoffnung aufs vögeln zu machen. Ich unterdrücke das Bedürfnis, unter seien Augen, mit dem Kopf zu schütteln.
Ich habe Angst, dass er doch mit Gewalt reagiert.
Ich lege meinen Kopf, zurück auf seine Brust und suche nach Worten, die mild mein Nein verkünden. Dabei, muss ich mich nicht beeilen. Denn so viel weiß ich schon von diesem Trieb, ruhe sorgt für den Abbau der Säule und das macht den Gedanken mehr Platz.
„Joachim ich mag dich. Du bringst mich mit deiner nähe durcheinander. Ich gebe zu, die Versuchung ist für mich da. … Ich mag dich aber nicht genug, um dich so dich bei mir zu wollen. Für mich gibt es zu vieles was bei uns nicht zusammen passt“ Ich höre, auf meine Worte, ein unbestimmtes brummen von ihm. Dann holt er Luft und sagt „Ella … du machst dir zu viele Gedanken. Bis jetzt, hat mein Stecker, noch in jede Dose gepasst“
Ich „siehst du, das ist schon etwas, das mir nicht passt“
Er „Ella, ich bin eben nicht mehr neu im …“ Er verstummt mitten im Satz, geht ihm auf, das er mir grad das nächste Argument liefert. Oder, verdammt, … fragt er sich jetzt vielleicht, ob ich neu, oder gar nicht im Geschäft bin. Überlegt er, ob er mich mit Gewalt darin ein führen soll. Immer schön ruhig bleiben, die Muskeln entspannt lassen. Keine Provokation, durch das anrucken erschrockener Muskeln erzwingen.
Ich bleibe unbewegt auf ihm liegen und lasse seine Worte nach und nach verklingen.
Gut. Eben ist die Lage nicht gefährlich. Aber mir sollte was ein fallen, das Abstand zwischen uns her stellt. Ich suche nach einer Dringenden Erklärung, um von ihm weg zu können. Dringend! Urbedürfnis! Trinken. Bier. Pinkeln. Ja das ist was das gehen könnte. Wir liegen inzwischen lange genug still. So dass sich dieses Bedürfnis bei mir melden könnte. Es braucht noch ein paar Worte, die meinen Gang in die Richtung ankündigen „Schlägt Bier, auch so schnell durch wie Kaffee“ frage ich noch im still liegen, mit dem Kopf auf seiner Brust. Ich erkläre weiter „morgens, nach dem ersten Kaffe, treibt es mich garantiert zum pinkeln“
Er hat dazu keine Bemerkung. Die Stille zwischen uns zeigt sich wieder.
Nur seine Hand an meinem Hintern, bewegt sich leicht reibend.
Ich muss mich nun auch bewegen. Ich reibe mit meiner Wange über seine entblößte Brust. Dann tupfen meine Lippen ein paarmal auf die Haut. Erst danach, drück ich mich von ihm und der Liege hoch und setze meine Füße auf den Boden.
Er lässt es still liegend zu, beobachtet mich aber dabei.
Neben der Liege stehend, lege ich meine Hand an seine Wange. Er lächelt zufrieden. Ich streiche über seinen Hals und krieche dann mit den Fingern auf seine Brust. Das offene Hemd lädt mich dazu ein. Ich beug mich auf seinen Mund und lasse Lippen und Hand reiben. Das er nicht nach mir greift, ist gut und macht die Sache leicht. Leicht bleibt auch mein Kuss.
Ich mache danach den Rücken grade und schaue zufrieden lächelnd, auf ihn hinunter. Ein tiefes sehnendes Luftholen das kann ich mir erlauben. Dann reiße ich mich von dem Anblick los, und halte mich wieder an die Realität. „willst du noch ein Bier“ frag ich schließlich. Eine kurze Drehung, und meine Hände greifen nach den leeren Flaschen.
Er beobachtet mich. Dann höre ich „Ich denke du hast keins“
Meine Füße tragen mich aus dem Raum, da antworte ich „Ich hab auch keins, aber Peter“ Seine Antwort verstehe ich nicht. Ich mach jetzt dass ich weg komme. Die leeren Flaschen klimpern im Kasten. Dann geh ich auch noch raus, zum Plumpsklo, pinkeln. Die Haustür lass ich vorsichtshalber einen Spalt offen, falls er auf das klacken der Klinke achten sollte. Beim zurück kommen, scheint der Spalt unverändert. Der Flur ist leer, ich steige gleich die Treppe hoch und flüchte auf die Art in mein Durchgangszimmer unters Dach.
Die Tür, die gleich vor oder hinter der Treppe ist, hat zwei Riegel. Ich schieb meinen von innen zu. Ich fühl mich so sicherer. Ich weiß nicht, ob mich dieses Stück Metall, vor ihm, oder vor mir schützt.
Ich weiß nur, er ist ein Schutz.
Meine Hoffnung, dass er nach einer Weile Ruhe, auf dem Sofa ein schläft, gibt nicht viel her.
Grade als ich denke das Glück ist mir hold. Da höre ich im Haus Schritte und Türen klappen. Dann sind seine Tritte auch noch auf der Treppe zu hören. Er rackelt an der Tür, die zu mir führt. Der Riegel hält, sein Versuch, die Tür zu öffnen, schlägt fehl.
Er setzt sich auf die Stufen vor der Tür. Oh so ein Mist.
Das Holz hat viele Ritzen ich höre ihn Flüstern „Ella“ und reagiere nicht. Er sagt meinen Nahmen noch mal und wird dabei lauter. Ich zische „Pssst die Kinder schlafen nebenan“
Seine Stimme wird wieder leiser, aber er hält mir vor das ich abgehauen bin. Ich bin müde. Ignoriert er. Er bettelt mach auf, ich will dich doch nur in die Arme nehmen. Ich antworte ihm „Ja, ich will das auch. Ich trau mir aber nicht“ Nach dem Satz herrscht ein weile Schweigen. Dann erkundigt er sich „Ella hast du eben gesagt, du traust dir nicht?“ Ja stimmt, mit dem Schwarzen Peter bei mir, kannst du dich hoffentlich leichter abfinden. Ich „Ja“ aber halt endlich die Klappe.
Klappe halten ist bei ihm nicht drin „Ella du kannst mir trauen. Ich tu dir nichts. Wir können auch so ein bisschen Spaß haben“ Was er mit Spaß meint, kann ich mir vorstellen. So weit reichen meine Erfahrungen. Ja ich hab eine wenig Ahnung. Ich kann mir denken, auf was er mich da hinweisen möchte. Aber der Grat ist mir zu schmal, zu gefährlich.
Und ein anderer Gedanke taucht auch wieder auf und wird immer größer. Ich beiß mir auf die Zunge, kneif die Lippen zusammen, und verhindere das aus dem Gedanken Töne werden, such dir für den Spaß was in deiner Altersklasse, will unbedingt über meine Lippen hüpfen. Aber das könnte jetzt viel zu gehässig klingen.
Verdammt. Verdammt. Verdammt.
Wer zieht da wo die Grenzen, wenn ich darauf ein gehe.
Ich kann nicht vertrauen. Ich sehe Mauern fallen, und da sind Steine, die mich beim fallen verletzen.
Selbst dann, wenn wir keinen Spaß haben, will ich nicht, dass Rosa und Peter ihn bei mir im Bett liegen sehen. Ich bleibe stumm. Ich … bleibe… stumm …. Nichts davon will ich ihm erklären. Ich will ihm keine Möglichkeit geben, mich doch noch zu überreden. Er versucht es, dann wird er still und endlich tritt er die Stufen wieder runter. Die Haustür klappt nach einer Weile.
Jawohl, geh such dir was anderes, zum umarmen, Küssen und vögeln.
Ich horche und horche. Dann trau ich mich endlich den Riegel zu lösen.
Na Ella wieder was gelernt? Sex geht auch ohne Liebe. Den Kerl liebe ich nicht, das weiß ich ganz genau. Ich mag ihn, das ist alles. Das er es auch geschafft hat, mich irgendwo, irgendwie, gleich doppelt zu berühren, sollte für mich eine Warnung sein, keinen mehr so dicht an mich ran zu lassen. Meine Güte wie doof bist du?
Du hast dich, doch schon mal vergessen. Und was kam dabei raus, du hast dich in Stricken wieder gefunden. Mensch Mädchen, denkst du, du hast noch mal das Glück, an einen Mann zu geraten, der seine Fortpflanzung, für dein Glück vergisst. Du hattest damals mehr Glück als Verstand. Du kannst nicht immer auf sowas setzen.
Was hättest du gemacht, wenn der hier, nicht zu grob an dir rum gefummelt hätte. Was wenn er dein Zögern übersehen hätte. Was wenn er mit Kraft das erreichte verteidigt hätte.
Oh scheiße. Was hätte alles schief gehen können. Würde er jetzt über seinen Erfolg triumphieren. Oh nein, entjungfert von dem Bruder meines Schwagers. Sein Kind in mir.
Oh, das gäbe aber eine Gardinenpredigt von meinem Vater. Meine Eltern, würden doch wohl nicht nach meinem achtzehnten Geburtstag verlangen, dass ich den Vater des Kindes heiraten soll. Der würde das vielleicht tun, damit man ihm nichts Gerichtlich anhängt. Oh mein Gott, der erwirbt sich damit, auch noch das Recht, sich nach den Sauftouren in mir auszubreiten.
Ich hüte die Kinder und er geht saufen.
Nein so will ich nicht leben. Oh, gepriesen sei das Fünkchen Verstand, das mich grad vor diesem Fehler gewarnt hat. Oh ja, so gedankenlos, war ich glücklicher weise nicht.
Oh mein Gott, hoffentlich kann der Kerl die Klappe halten. Hoffentlich wertet er mein dämliches Verhalten nicht auch noch mit Peter aus.
Joachim, vergiss um Himmels willen nicht dein gegebenes Versprechen.
Dir, soll nie wieder, das Ding zur Fortpflanzung, zur Verfügung stehen, wenn du zu viel plauderst.
Prompt denke ich zurück, an so ein anderes steif stehendes Glied. Da ist auch noch die Männliche Hand, die es reibend umschließt. Er hat mit dem Griff in seinen Schoß, so lange gewartet, bis mich mein Glück überrollt hat. Nach meinem, macht er sich nun auch sein Glück.
Oh ja, Der Anblick war fantastisch. Das Spiel seiner Muskeln, unter der vernarbten Nackten Hau, der lockende Trieb, in mir verhallend, und in ihm Aufbrausend, sein Stöhnen, und dann die Glücklich hoch getriebene Erlösung. Der Samen der durch die Luft schoss. Sein Körper, der zusammen sank. Sein Kopf, nieder gelegt, durch atmend, auf meinem Bauch. Und dann dieser Kuss von ihm, der mich meine Lust, von seinen Lippen kosten ließ.
Beim nächsten Kuss, ist dann irgendwas zwischen uns entgleist.
Seine hart geküsste Gier, vertrieb meine Lust, und das ließ Platz, für die Angst um zu wachsen. Dazu kam dann auch der Schmerz den die Fesseln erzeugten, wir lagen beide auf meinen Armen. Seine Hüfte presste sich mit Gewalt gegen meine geöffneten Beine.
Sein drängender Kuss, schrie für mich unmissverständlich, ich nehme mir jetzt alles von dir.
Er ist eindeutig auch erschrocken, als er sich von meinem Mund löste. Erst als er seine Stange zwischen uns auf meinem Bauch sah, atmete er ein wenig auf. Ja, der damals, wollte mir nicht körperlich schaden. Er schenkte mir einen Orgasmus, aber er versenkte sich nicht in mir.
Er wollte mir nicht weh tun.
Er tat es aber doch, seelisch. Immer dann, wenn er wieder weg war, und das war, nach jeder Begegnung, ein bisschen schlimmer. Biss … ja biss ich ihn nach diesem Angst Kuss, endlich von den Fesseln befreit, an gebrüllt habe, er soll Leine Ziehen.
Der junge Mann, der nackt, im Gras hockte und geduldig meine schimpfenden Worte ertrug, wusste von seiner Schuld. Er wollte mein Mitleid, für sich und seine Tat. Das aber konnte ich ihm nicht gewähren. Ich war viel zu sehr enttäuscht, verletzt, gereizt.
Die Wut, das er mich zu einem verschnürten Packet gemacht hatte, war brennend aufgeflammt und so war das alles viel zu groß, um ihm zu verzeihen. Ich hab mich an gezogen und bin Ärgerlich angefressen davon gestapft. Der und ich das geht auch nicht, nicht in dieser Welt.
Ich soll Futter für seine Sex träume sein, hat er damals behauptet.
Das mag ja sein, er taucht auch hin und wieder in meinen Träumen auf. Das ist mal so und mal so, mal macht er mir Angst, mal macht er mir, im Traum das Glück.
Im Wachen, sagt mir mein Verstand, da ist zu vieles um ihn ungewiss.
Ich weiß nur wenig von ihm. Er kommt und geht sporadisch, und hinterlässt jedesmal ein größeres Loch in meinem Leben.
Was ist das? Wie erkennt man die Liebe? War das mit Reiner Lotar, auch kein so großes Gefühl? Warum taten dann, die Tage, Wochen, Monate nach jedem unser Treffen, so weh.
Verdammt, vielleicht hätte ich doch den alten nehmen sollen.
Von dem Jungen, weiß ich nichts weiter wie Vornahmen, Alter und das er diese Narben auf Brust und Rücken trägt. Mir ist Nicht mal bekannt wo er wohnt. Es wäre möglich, dass er irgendwo weit weg studiert, aber nicht mal das, weiß ich sicher von ihm. Er hat mir diese Auskunft verweigert. Ach da ist ja noch was, das ich weiß, sein Alter ist ein Säufer, das hat er mir auf Nachfrage erzählt.
Damals hatte ich grade ein Deka an Jahren hinter mir. Er war in der zehnten Klasse, und ein schlaksiger dünner Junge. Aber er war, mein Helfer in der Not. Er hat, mit flinken Fingern den Reifen an meinem Fahrrad repariert.
Ade Vergangenheit ade. Ich mach mir was vor, nichts ist Ade.
Nur so ein dämlicher Versuch von Nähe und Sex und ich hänge der Vergangenheit wieder nach. Ob Reiner Lotar ab und zu noch an mich denkt. Oh nein nicht so. Denk nicht in diese Richtung. Erinnere dich an die Striemen auf deiner Haut. Was willst du noch von diesem Mistkerl und seiner angeknacksten Psyche. Anfassen ist bei dem nicht, Der lässt dich nicht auf seine Narbige Haut. Hängt das zusammen, die Narben und seine Berührungsangst, in dem Bereich?
Ich grübele zu lange. Ich schlafe deshalb nur Schlecht ein. Ich träume von stummen Umarmungen. Ich streiche über Haut und Küsse verbotene runde Narben. Ein Metallenes Klicken schreckt mich hoch. Ich suche in der grünen Weite, nach einem Spion, der mit einem klackendem Feuerzeug, mein gestreicheltes Liebespiel beobachtet.
Es gibt keine Weite. Es gibt kein Grün.
Rosa und Peter, schleichen durch meinen Schlaf Raum, in ihr Zimmer. Der Hebel der Tür hat wohl geklackt. Die Narben bleiben auch im Wachen in meinem Gedächtnis. Ich hab sie schon ein paarmal gesehen, aber das war es auch. Ich fand sie schrecklich, aber tiefere Gedanken darüber, hab ich mir nur selten gemacht. Seine Wärme, an meinem Rücken, seine Hände, auf meiner Haut, vertrieben alles andere.
Jetzt haken sich meine Gedanken, an den runden vernarbten Wülsten fest. Meine Schwester, hat vor ihrer Ehe, im Krankenhaus gearbeitet. Vielleicht, hat sie da einiges erfahren. Ich muss Rosa fragen, ob sie weiß wie diese Pocken auftreten. Sind sie kreisrund?
Oh Mist, ich habe zu lange überlegt. Peter und Rosa, verlängern das Fest in ihrem Bett. Wie peinlich ich will dabei nicht zu hören, unter dem Kopfkissen, stecke ich mir die Finger in die Ohren. Es hilf auch beim Einschlafen.
Am nächsten morgen, beim Tisch decken fürs Frühstück, erkundigt sich meine Schwester „war gestern Abend alles in Ordnung.“ Ich denk an die Kinder und antworte knapp „Ja.“
Mein holder Schwager kommt aus dem Flur und erkundigt sich bei mir „wie viel Bier hast du getrunken.“ Nein ich erzähle ihm nicht das mir das fast auf gezwungen wurde. Ich antworte nur knapp „eins“ ich kann sie auch diese kurzen Fragespiele.
„und die anderen“ will er nun wissen.
Ich hab doch geahnt, dass er die Dinger ganz genau durch gezählt hat.
„Dein Bruder Joachim“ antworte ich ihm.
Meine Schwester grinst mich sofort breit an. Meine Schwester! Nicht ihr Fiesling von Mann.
Sie fragt auch noch diesbezüglich „Hast du ihn dir vom Leib gehalten“ Wie bitte, mir fällt die Kinnlade runter? Ich schau sie verblüfft an bevor ich ihr antworte
„Ja, ich hab mich nach oben geschlichen, und den Riegel vor die Tür geschoben.“ Und sie erklärt mir darauf hin immer noch in belustigter Stimmung
„Jo wird immer anhänglich, wenn er ein Glas zu viel getrunken hat.“
Ja. Ja. Das sind hier, die wir machen uns alle über Ella lustig, Festspiele. Ich hab doch so was geahnt. So ein Mist, das mein Holder Schwager, nun doch noch davon erfährt. Er spitzt verdächtig seine Ohren, bei dem Gespräch, das ich mit meiner Schwester begonnen hab.
Hoffentlich erinnert sich Joachim, an das Versprechen, das ich von ihm ein gefordert hab. Wenn der hier bei ihm nach fragt, was in seinem Haus los war, dann soll er nur das notwendigste sagen. Ich hab den festen Verdacht, dass mein Schwager das Gespräch mit seinem Bruder suchen wird.
Rosa fällt noch mehr ein sie redet weiter.
„Peter, hat Joachim schon mal aus unserm Ehebett geschmissen. Seit dem, schließen wir nachts immer zu. Mich haben nachts im Dunklen, die nach mir grapschenden Finger gestört. Ich wollte weiter schlafen und hab mich beschwert. „Peter lass das. … Peter, nicht jetzt, las mich zufrieden, es ist noch finstere Nacht“ Dann knackte sein Lichtschalter. Ich wollte mich schon beschweren. Das macht aus der Nacht, auch keinen Tag. Dann aber wummerte es so komisch dumpf, hinter mir. … Ich hab im Bett aufgesetzt, nur noch zu gesehen, wie Joachim, am Revers seiner Jacke, aus unserm Bett gezogen wurde“
Ha. Ha. Ha.
Ihre Worte sind kaum aus gesprochen. Da schaut Rosa zu ihrem Mann und wird auch noch rot.
Ich schätze mal, dass Peter, danach bekommen hat, was seiner Meinung nach nur ihm zustand.
Ihm war dabei, ganz sicher scheiß egal, ob grad Tag oder Nacht war.
Kaum habe ich jenen Gedanken abgehackt da frage ich mich, als nächstes ob Joachims Anhänglichkeit Typ oder Anwesenheit bezogen ist.
Ach scheiß egal, sollen doch andere das Mysterium Mann entschlüsseln. Ich halte mich da lieber raus.






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flammarion
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