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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Das Echo der Einsamkeit
Eingestellt am 21. 09. 2014 19:18


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McFox
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2014

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Kommentare: 1
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Das Echo der Einsamkeit



Laut sch├╝ttelt sich der Waggon, durch die dunkle Nacht der Stadt.
In ihm sitzt eine alte Dame. In Gedanken versunken, den dahinhuschenden Lichtern, ruhig folgend.
Auf dem Scho├č ein braunes abgewetztes Ledert├Ąschchen.
Leise murmelt die Frau und der Anblick ihrer trockenen faltigen Lippen, ├Ąhnelt dem S├Ąuseln des Windes durch trockenes Herbstlaub.
Die d├╝rren klapprigen H├Ąnde durchzogen von vielen Adern, zittern kaum wahrnehmbar.
Viele Menschen befinden sich nicht in dem Abteil, die Wenigen die es tun stehen im Gang oder sitzen auf den muffigen Sitzgelegenheiten, welche der Zug zu bieten hat.
Durch ein kleines Fenster str├Âmt k├╝hle Herbstluft in den Raum und verbreitet ein unbehagliches Gef├╝hl der Unzugeh├Ârigkeit.
ÔÇ×Kettelenger AlleeÔÇť; lobpreist eine blecherne Frauenstimme, der Zug h├Ąlt leise knarrend und die Alte steigt aus dem Wagon.
Das Kopfsteinpflaster zu ihren F├╝├čen, ist uneben und das Klackern ihrer Schuhe, hallt durch die menschenleere Stra├če und die W├Ąnde echoen im Chor: Einsamkeit, Einsamkeit !
In geregelten Abst├Ąnden, stehen alte Stra├čenlaternen, wie H├╝ter der Nacht, deren Struktur stark verschn├Ârkelt, den Wuchs eines Efeus imitieren sollen.
Um deren sattes, gelbes Licht schwirren hektisch, aschgraue Nachtfalter.
Es scheinen die einzigen Lebewesen in dieser Nacht zu sein, die sich gegenseitig ihrer Koexistenz her begl├╝cken k├Ânnen.
Doch sie bleiben still, denn die Alte ist keiner der ihrigen.
Und so geht sie weiter von dannen.
Der kurze, starke Ton der von der Frau ausgeht entschwindet, wie die verschwimmende Kulisse der Allee.
Das Einzige was man vernimmt, ist das ruhige, sanfte S├Ąuseln des Herbstwindes durch die Baumkronen der dunklen, kalten Nacht.



__________________
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Paloma
???
Registriert: Aug 2002

Werke: 40
Kommentare: 461
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Hallo McFox,

erst mal herzlich willkommen in der LeLu, sieh dich um, lies viel und trau dich ruhig andere Geschichten zu kommentieren, die meisten User freuen sich ├╝ber ehrliche Kritik ÔÇô wie du, was man deiner Signatur entnehmen kann - und wenden sich dann auch deinen Texten mehr zu.

Nun aber zu deiner Geschichte:
Ich will dich keineswegs entmutigen, aber, so richtig schlau werde ich nicht da raus. Ich sag dir mal, wo es klemmt, vielleicht ├╝berlegst du, ob du an den Stellen das ein oder andere ├Ąndern willst. Erst dachte ich, es w├Ąre ein Zug, dann eine Stra├čenbahn ÔÇô wegen der ÔÇ×Kettelenger AlleeÔÇť, doch dann stellt sich raus, es ist doch ein Zug.

quote:
In Gedanken versunken, den dahinhuschenden Lichtern, ruhig folgend.

Das stelle ich mir schwierig vor, ich sehe richtig wie ihre Pupillen hin und herzucken, ruhig ist da mMn nicht das Richtige.

quote:
Es scheinen die einzigen Lebewesen in dieser Nacht zu sein, die sich gegenseitig ihrer Koexistenz her begl├╝cken k├Ânnen.

Den Satz verstehe ich leider gar nicht. Was soll er mir (dem Leser) sagen?

quote:
Doch sie bleiben still, denn die Alte ist keiner der iIhrigen.

Ich f├╝rchte, auch wenn sie wollten, sie k├Ânnten nichts sagen ÔÇŽ

Und was f├╝r ein kurzer, starker Ton geht von der alten Dame aus?

Es haben sich ein paar Tippfehler eingeschlichen, ein paar Kommas sitzen an den falschen Stellen und ein paar Adjektive k├Ânntest du streichen sowie ein paar Wortwiederholungen vermeiden (z.B. s├Ąuseln, Herbst usw.).

Ich finde, es dir gelungen die Stimmung dieser Nacht gut r├╝berzubringen und meine, es lohnt sich, den Text zu ├╝berarbeiten.

Liebe Gr├╝├če
Paloma

__________________
Plot - POV - Pointe

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Vagant
???
Registriert: Feb 2014

Werke: 25
Kommentare: 415
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hallo mcfox,

ich fand es am beginn sch├Ân, wie du das detail der alten lederhandtasche einf├╝hrst, und nahm an, dass du damit einen tieferen sinn verfolgst. aber es blieb nur ein detail unter vielen, leider. es kommen: das offene fenster, die knorrigen h├Ąnde, die star├čenlaternen , usw. sie alle veranschaulichen den realismus, und das ist auch gut so. aber diese details treten mir, in der k├╝rze der geschichte, dann doch zu geballt auf. du h├Ąttest die lederhandtasche als aufh├Ąnger benutzen k├Ânnen, um die geschichte der alten dame zu erz├Ąhlen. erinnerungen, assoziationen, gef├╝hle ÔÇô etwas, was sie mit dieser tasche verbindet. vielleicht findet sich ja in den erinnerungen der frau der schl├╝ssl zu ihrer momentanen situation, und macht diese f├╝r den leser anschaulich. dass der text am ende keine antworten hat ist nicht weiter schlimm, schade ist, dass er keine fragen hat.
trotz alledem: dein schreibstil hat mir gut gefallen.

lg vagant.

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