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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der Wirrwarr
Eingestellt am 26. 05. 2003 20:47


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Petra
AutorenanwÀrter
Registriert: Dec 2000

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Es war einmal ein kleiner Junge, der wollte partout nicht sein Zimmer aufrĂ€umen. Alle Spielsachen lagen rings umher und kreuz und quer durcheinander. Die Schienen der Eisenbahnen waren durch vielerlei Bausteine blockiert und der Zug am Weiterfahren gehindert, die Zinnsoldaten waren unter BĂŒchern vergraben. Die Malstifte indes steckten nicht etwa fein sĂ€uberlich im dafĂŒr vorgesehenen Kistchen, sondern einige tummelten sich an der Tafel zwischen all den bunten Kreiden, so dass sie schön schmutzig und klebrig waren, der ein oder andere Stift hatte sich auch zwischen die BĂŒcher verirrt; einer verbarg sich sogar hinter dem großen Blumentopf auf der Fensterbank. Soviel die Mutter auch schimpfte, nichts half - der kleine Junge rĂ€umte und rĂ€umte nicht auf.
"Warte", rief die Mutter da verzweifelt. "Es kommt bestimmt bald der garstige Wirrwarr und bringt dich zur Vernunft!"
"Ha!", lachte jedoch der Junge bloß. "Soll der nur kommen! Mit dem will ich schon fertig werden." Im Übrigen glaubte er nicht daran, dass es den Wirrwarr tatsĂ€chlich gĂ€be.
Es dauerte allerdings nicht lange, da stand besagter Junge eines Nachts wieder auf, weil er Lust zu spielen verspĂŒrte, obwohl es draußen bereits seit Stunden stockdunkel war. Er schaltete das Licht an und ließ die Eisenbahn fahren, nachdem er mĂŒhsam die Bausteine von den Schienen geschoben hatte. Endlich jedoch war er des Spielens mĂŒde, löschte das Licht und ging zu Bett. Da gab es sich mit einem Mal, dass von draußen her ein seltsamer Lichtschein durch das Fenster herein fiel und den mittleren Blumentopf auf der Fensterbank in gleißendem Licht hell erleuchtete. Dahinter nun trat ganz unverhofft ein MĂ€nnlein hervor, nicht sehr groß von Wuchs, aber auch nicht allzu klein, verbeugte sich in Richtung des kleinen Jungen, den er nur schemenhaft sah, und erklĂ€rte, er sei der Wirrwarr und komme, um mit ihm zu spielen. Der Junge hingegen erwiderte, er sei jetzt zu mĂŒde und wolle schlafen. Daraufhin drehte er sich, ohne ein weiteres Wort zu verlieren, auf die Seite, zog die Decke bis weit ĂŒber den Kopf und schloss die Augen.
Der Wirrwarr hingegen ließ sich davon nicht im mindesten beeindrucken. Er sprang in einem hohen Satz auf den Boden, setzte die Eisenbahn in Gang und ließ sie laufen. In jeder Kurve kreischten ihre RĂ€der in den Spuren, vor jedem Hindernis, das der LokfĂŒhrer nicht einsehen konnte, stieß sie einen gellenden Schrei aus, dass es dem Jungen in den Ohren schmerzte und er glaubte, der Radau mĂŒsse im ganzen Haus zu hören sein. Doch nichts geschah. Das Haus lag ruhig.
"Hör mit dem LÀrm auf!", rief der Junge dem Wirrwarr zu.
"Ich denk nicht daran", gab der Wirrwarr zurĂŒck. "Es macht solchen Spaß!"
"Ich will aber jetzt schlafen!", erklÀrte der Junge aufgebracht.
"Das tut mir nichts", gab der andere unbekĂŒmmert zurĂŒck. "Schlaf du nur - ich spiele!"
"Du weckst mir ja das ganze Haus!", rief der Junge nun wutentbrannt.
Der Wirrwarr erwiderte darauf erst gar nichts.
"Gleich werden die Eltern hier sein und dich schimpfen!", versuchte es der Junge noch einmal.
"Iwo!", gab der Wirrwarr in aller Ruhe zurĂŒck. "Wenn deine Eltern das Zimmer betreten, werde ich verschwunden sein."
Daraufhin drehte der kleine Junge sich trotzig zurĂŒck zur Wand. Ängstlich horchte er auf die GerĂ€usche des Hauses. Vielleicht hörte er Schritte auf dem Flur? Kam die Mutter denn nicht? Schritte hĂ€tten ihn beruhigt, doch dann fiel ihm ein, dass, wenn die Mutter kĂ€me, aber der Wirrwarr verschwunden sei, er selbst Ärger bekommen wĂŒrde wegen des LĂ€rms in seinem Zimmer. Und Ă€ngstlich horchte er weiter hinaus in die Nacht. Doch hörte er nichts als den Schlag seines eigenen Herzens, der in seinem Kopf widerhallte.
In der darauffolgenden Nacht wiederholte sich der Spuk. Wieder erschien der Wirrwarr just, als das Licht verlosch. Und wieder ließ er die Eisenbahn ihre ohrenplagenden Runden ziehen. Diesmal versuchte es der kleine Junge auf eine andere Art und Weise. Anstatt das GesprĂ€ch mit dem Wirrwarr zu suchen, blieb er im Bett liegen und schwieg; bald jedoch sprang er auf, löschte das Licht, ehe der Wirrwarr sich dessen versah, und verschwand wieder unter der warmen Bettdecke.
Der Wirrwarr jedoch sprang nun seinerseits auf und schaltete das Licht wieder an, und weiter und noch viel rasanter als zuvor ging die wilde Fahrt der Eisenbahn. Wieder sprang der Junge auf und löschte das Licht; wieder sprang der Wirrwarr auf und knipste es an. So ging es eine Zeitlang in einem fort, bis letztlich der kleine Junge vor Erschöpfung einschlief.
In dieser Art ging es nun die ganze Woche lang.
Am achten Tag aber erschien der Wirrwarr nachmittags. Jetzt wollte er nicht mehr Eisenbahnen kreisen lassen, sondern lesen. Der kleine Junge, der nicht die geringste Lust dazu verspĂŒrte, bot ihm ein Buch an, kĂŒmmerte sich selbst hingegen weiter um seine Bausteine. Nach einer Zeit jedoch bettelte der Wirrwarr: "Lies mir vor!"
"Lies selber", erwiderte der kleine Junge. "Ich habe keine Lust!"
"Ich kann nicht lesen", erklÀrte der Wirrwarr.
"Das ist mir ganz egal!", entgegnete der kleine Junge.
"Du bist nicht gerade sehr freundlich", bemerkte der Wirrwarr, nachdem er den Jungen eine Zeitlang schweigend beobachtet hatte.
"Du warst in den vergangenen NĂ€chten auch nicht sehr freundlich", meinte der kleine Junge, und da der Wirrwarr schwieg, fuhr er fort: "Du hast mich nicht schlafen lassen in all den NĂ€chten, obwohl ich Dich darum gebeten hatte."
"Ich habe eben spielen wollen!", erklÀrte der Wirrwarr frech.
"Es sind meine Spielsachen! Damit kannst Du nicht einfach so spielen.", wies ihn der kleine Junge sehr trocken zurecht und schwieg.
"So!", meinte der Wirrwarr langsam und zog die Augenbrauen in die Höhe. Und mit einem Blick ĂŒber die Schulter erklĂ€rte er: "Das kann ich aber sehr wohl! Wenn alles hier einfach so herumliegt."
"Ich will es aber nicht!", beharrte der kleine Junge.
"Und ich will es aber wohl!", parierte der Wirrwarr.
Dem kleinen Jungen, der ahnte, dass er im Ernstfall wohl keine große Chance gegen den Wirrwarr hĂ€tte, denn er erinnerte sich zu genau seiner nutzlosen nĂ€chtlichen Versuche, den Wirrwarr zu hindern, stellten sich vor Angst die Haare auf. Er Ă€ußerte jedoch nichts weiter.
Der Wirrwarr lĂ€chelte. "Was ist nun?", meinte er nach einem Weilchen. "Liest Du mir nun vor?" Der kleine Junge schĂŒttelte den Kopf.
"Nun gut", murmelte da der Wirrwarr, dass der Junge es kaum hören konnte. "In diesem Fall gedenke ich mich selbst beschĂ€ftigen." Er griff ein Buch, stellte es auf den Kopf und schaute es durchdringend an. Dann nahm er es in die HĂ€nde und rĂŒttelte und schĂŒttelte es krĂ€ftig in alle Richtungen, dass sich die Buchstaben einer nach dem anderen lösten.
In dem Augenblick trat die Mutter herein. "Oh Gott, wie es hier aussieht", rief sie vor lauter Schreck, schlug die HĂ€nde vor dem Kopf zusammen und entfloh rĂŒckwĂ€rts dem Zimmer, in das sie gerade erst eingetreten war. Den Wirrwarr jedoch sah sie nicht - der war, wie er selbst es ja vorhergesagt hatte, verschwunden; das Buch, das er in den HĂ€nden gehalten hatte, stand an die Wand gelehnt, auf dem Kopf zwar, aber sonst so, als sei nichts geschehen.
Kaum hatte sich die TĂŒr geschlossen, da kam erneut der Wirrwarr zum Vorschein. Wie vorhin nahm er das Buch in die HĂ€nde und fuhr fort, es zu rĂŒtteln. Die Buchstaben fielen nun gĂ€nzlich heraus. Der Wirrwarr strahlte ĂŒbers ganze Gesicht. Der kleine Junge staunte zunĂ€chst, dann aber war er starr vor Schreck. Die Buchseiten, die er sehen konnte, waren gefĂŒllt von grauenvoll gĂ€hnender Leere.
"Lass das sofort sein und klebe die Buchstaben wieder auf!", rief er zornig und wollte noch hinzufĂŒgen: "Und zwar so, wie sie waren!", aber dazu kam er nicht mehr. Der Wirrwarr lachte nur einmal, dann vollfĂŒhrte er mit den HĂ€nden ein paar geheimnisvolle Bewegungen, und die Buchstaben begannen zu tanzen und zu laufen. Die einen gingen spazieren, paarweise oder einzeln, die anderen rannten kopflos umher. Alles jedoch ging wild durcheinander und zudem auch drunter und drĂŒber. Keiner nahm auf den anderen RĂŒcksicht. Sie kletterten auf die TĂŒrme, die der kleine Junge im Begriff war zu bauen. Sie hĂŒpften auf dem Bett herum, bis das Bettzeug ganz zerzaust war. Eine Reihe großer Rs trieb sich auf den lose liegenden Bauklötzen herum, so dass an ein Weiterbauen nicht mehr zu denken war. Auch mit der Eisenbahn war nichts mehr los. Einige Buchstaben hatten die Waggons erklettert und wollten lauthals wissen, wann es denn nun endlich losginge mit der Reise; es sei ja doch eine bodenlose Frechheit, dass man solange warten mĂŒsse. Doch einige tummelten sich auf den DĂ€chern der Waggons herum, so dass sie, wenn die Anfahrt zu ruckartig ausfiele, herunterzufallen drohten, auch sprangen zu viele auf den Gleisen hin und her, so dass man diese unweigerlich wĂŒrde ĂŒberfahren haben, wenn der Zug sich in Bewegung gesetzt hĂ€tte. So gab es ein großes Durcheinander, der eine verstand das Wort des anderen nicht mehr, man schubste und drĂ€ngelte, auch wurde der ein oder andere ohne viel Federlesens aus dem gottlob noch stehenden Zug geworfen.
Der kleine Junge wurde ein wenig nervös, doch war es damit noch nicht genug, denn unterdessen war der Wirrwarr an weitere BĂŒcher herangetreten, hatte auch diese zu schĂŒtteln begonnen, und es wurden immer mehr und mehr der Buchstaben, die zu den bereits vorhandenen sich drĂ€ngten. Bald wimmelte das ganze Zimmer von ihnen. Auch den Zinnsoldaten wurde es langsam zuviel; wenn sie anfangs noch recht munter mit einzelnen Buchstaben geschwatzt hatten, erfreut ĂŒber die gelungene Abwechslung, so wurden sie es doch langsam mĂŒde, auf die fortwĂ€hrenden Fragen der Buchstaben, die so etwas wie Zinnsoldaten noch niemals gesehen hatten, Rede und Antwort zu stehen. Darum zogen sie sich zurĂŒck ins BĂŒcherregal in der Hoffnung, dort dem Treiben zu entgehen, was ihnen sichtlich aber nicht gelang. Selbst unter der Decke befanden sich vereinzelte GrĂŒppchen von buchstĂ€blichen SpaziergĂ€ngern, zumeist Hs und Ps, auch ein S war dabei, denn sie hatten entdeckt, dass es sich vorzĂŒglich die WĂ€nde hinaufspazieren ließ. Von dort aus ihrer luftigen Höhe versuchten sie nun, andere, noch auf dem Boden sich vergnĂŒgende Artgenossen auf sich aufmerksam zu machen, so dass auch diese heraufkĂ€men und sich die Welt von oben betrachteten.
Der kleine Junge nun aber versuchte, da ihm ein Spielen in dem Durcheinander doch nicht mehr möglich schien, die Buchstaben einzufangen und zurĂŒck in die BĂŒcher zu verbannen, indem er sie haufenweise auf einzelne Seiten presste und alsdann die Seite rasch umblĂ€tterte. Doch wollte ihm das nicht gelingen. Kaum dass er die Seite umgeschlagen hatte, stemmten sich die Buchstaben ihrerseits dagegen, drĂŒckten die Seite empor und sprangen ĂŒber die Buchecken und -rĂ€nder hinab und zurĂŒck ins Zimmer. Andere Buchstaben, die vom Boden aus Zeuge dieser kuriosen Handlungsweise geworden waren, kicherten albern oder lachten sich schadenfroh ins FĂ€ustchen. Der kleine Junge seufzte ergeben, gab aber nicht auf, sondern versuchte sein GlĂŒck weiter - was jedoch aussichtslos war, denn es fanden fortwĂ€hrend, wie bereits erwĂ€hnt, tausende und abertausende neuer Buchstaben sich ein.
Da kam so um die Abendzeit die Mutter ins Zimmer. Mit einem Schlag war der ganze Spuk vorbei. Der Junge erschrak sehr darĂŒber, dass von einer Sekunde auf die andere jedwedes GerĂ€usch verstummt war und dass wie auf ein vereinbartes Zeichen hin alle Buchstaben verschwunden waren. Kein Laut war zu hören. Es war totenstill. Schnell warf er angstvoll einen Blick auf die BĂŒcher, die Seiten jedoch waren zu seinem Erstaunen voller Buchstaben und Text. Ganz so, als sei nichts geschehen.
So folgte er der Mutter zum Abendbrot, doch blieb er an der TĂŒr noch einmal stehen und warf einen Blick ĂŒber die Schulter zurĂŒck, es tat sich jedoch nichts im Zimmer. Doch kaum hatte sich die TĂŒr geschlossen, vernahm er wiederholt Tumult und Gekicher dahinter. Er öffnete die TĂŒr noch einmal und sah, dass wie vorher alles durcheinander tanzte. Mit hĂ€ngenden Schultern saß er beim Abendessen. Er aß ohne rechten Appetit. Das konnte ja eine heitere Nacht werden.
Zu seinem großen Erstaunen allerdings verlief die Nacht vollkommen ruhig, so dass er ordentlich schlafen konnte. Die Buchstaben verkrĂŒmelten sich in ihren BĂŒchern auf die entsprechenden Seiten. Auch die Eisenbahn blieb still. So ging es auch die ĂŒbrigen NĂ€chte. Aber die dazugehörigen Tage verliefen wild. Der kleine Junge war verzweifelt. Er versuchte, den Wirrwarr danach zu befragen, warum er das mache, warum er ihn so Ă€rgere, erhielt aber keine Antwort. Der Wirrwarr lĂ€chelte nur und fuhr fort, das zu tun, was er gerade tat. Er dirigierte die Buchstaben in ihrem Tun, meist in ganzen Gruppen. Zwar gaben sie keine Musik von sich, wie ein dirigiertes Orchester es getan hĂ€tte, aber der Wirrwarr hatte Gewalt ĂŒber ihre Bewegungen und ließ sie ausschließlich das tun, was er ihnen befahl.
Einige Tage dachte der kleine Junge darĂŒber nach, was zu tun wĂ€re, um dem Treiben des Wirrwarrs, den er nicht lĂ€nger zu ertragen gewillt war, Einhalt zu gebieten, doch so sehr er sich auch den Kopf zermarterte, es wollte ihm nichts Gescheites einfallen.
Plötzlich jedoch - es war mitten in der Nacht, es war mucksmĂ€uschenstill und der kleine Junge schlief schon lange tief und fest - kam ihm die Lösung wie im Traum. Der Wirrwarr, so fiel ihm ein, hatte am Anfang ja geĂ€ußert, es sei ihm sehr wohl erlaubt, ungefragt mit den Spielsachen zu hantieren, weil ja doch alles wahllos herumliege. Am nĂ€chsten Morgen nun also stand der Junge einen Augenblick frĂŒher auf als gewohnt, so dass, noch ehe die Mutter ins Zimmer trat, um ihn zu wecken, man dieses blitzblank aufgerĂ€umt und geputzt vorfand. Alles lag dort, wo es seinen Platz hatte. Die BĂŒcher im Regal. Die Stifte im Kistchen auf dem Tisch. Die Kreiden an der Tafel.
Als der Wirrwarr nun am Nachmittag zu Besuch kam, erschrak er sehr ĂŒber die ungewohnte Ordnung und stockte verbissen. Angewidert verzog er das Gesicht, dann setzte er eine hochmĂŒtige Miene auf und meinte: "Nein, hier mag ich nicht spielen!"
Der Junge lÀchelte fein. "Es hindert dich niemand zu gehen."
Das ließ sich der Wirrwarr nicht zweimal sagen und schlĂŒpfte durch das offene Fenster nach draußen. Er ward - wenigstens in diesem Zimmer - nie wieder gesehen.

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
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schade

Der Ausgang der Geschichte liegt wohl ganz im Sinne der Eltern, die gerne das aufgerÀumte Kinderzimmer sehen wollen.
Ich hÀtte lieber die menschliche Seite gewinnen lassen:
Geliebte Chaoten!

"Ich liebe dich, weil du anders bist! Bis du mir zu anders wirst!"

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
Kommentare: 8208
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einfach

super, deine geschichte. rund, flĂŒssig, gut erzĂ€hlt. und ohne holzhammer. mach mal so weiter.
ganz lieb grĂŒĂŸt
__________________
Old Icke

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Petra
AutorenanwÀrter
Registriert: Dec 2000

Werke: 19
Kommentare: 66
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Liebe anemone,

danke fĂŒr Deinen Kommentar!
Sicherlich wĂ€re es auch nett gewesen, die Welt des Jungen im Chaos versinken zu lassen. Aber - das ist ja auch der Fall gewesen! Nur leider tat er mir so leid, als ich meinen Protagonisten kennenlernte, dass ich ihn letztlich - spiessig, wie ich in dem Augenblick empfand - doch einfach vorm konstruktiven Chaos erretten mußte.
Aber Du hast recht - ganz zufrieden bin ich mit der Geschichte nicht, insbesondere was den "inhaltlichen Inhalt" anbelangt. Allerdings muß ich anmerken, dass ich verschiedenstes (!) ausprobiere, und nicht jede meiner Geschichten endet chaotisch anarchistisch. Und im letzteren Fall gibt es dann auch jedesmal eine Handvoll Leute, die grummelnd eine Ablehnung in ihren Bart murmeln.
Insofern kann man dann einfach nur versuchen, im Einzelfall sein Bestes zu geben. Ob das dann auch Gefallen findet, steht auf einem anderen Stern.

Viele GrĂŒĂŸe.
Petra

P.S. Und entschuldige bitte, dass die Antwort solange auf sich hat warten lassen!

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Petra
AutorenanwÀrter
Registriert: Dec 2000

Werke: 19
Kommentare: 66
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Liebe flammarion,

einen fröhlich dankenden Gruß nach Berlin!
In aller KĂŒrze: Mille grazie e grazie mille! FĂŒr die positiven, aufbauenden Worte. Manchmal kann man das gut gebrauchen. Ich bin mir meist sehr unsicher im Hinblick auf die QualitĂ€t meines Geschreibsels; da stĂŒtzt positive Kritik ein wenig!

Noch einmal ein leises "Merci bien" murmelnd,

Petra

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majissa
Autor mit eigener TV-Show
Registriert: Jan 2002

Werke: 27
Kommentare: 399
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Liebe Petra,

ich bin entzĂŒckt!!! Selten habe ich eine Kindergeschichte mit so viel Freude gelesen wie diese hier. Das liegt nicht nur an deiner Ă€ußerst lebendigen und bildhaften Sprache, sondern auch an deiner durch die Zeilen schimmernden Vorliebe fĂŒr die AltertĂŒmelei, der ich selbst mich nur schwerlich entziehen kann. Ebenfalls fasziniert hat mich die Sorgfalt, mit der dieser Text geschrieben ist. Da holpert nichts, selbst Wiederholungen – die ich bei anderen Texten gleich bemĂ€kele - fallen hier nicht störend ins Auge. Wie machst du das nur? Ohne euphorisch werden zu wollen, möchte ich dennoch mal behaupten, dass dir auf literarischem Gebiet so schnell nichts mehr passieren kann. Garant dafĂŒr ist zum einen deine Phantasie, die du mit Bravour umzusetzen weißt und zum anderen die Leichtigkeit, mit der du berichtest. Ganz zu schweigen vom Fehlen jeglicher Rechtschreibe- und Grammatikfehler. Das ist hier nicht selbstverstĂ€ndlich. Du hast vortrefflich gearbeitet. Das schĂ€tze ich sehr.

Was ich gerne noch wissen möchte:
Handelt es sich um eine Kindergeschichte fĂŒr Erwachsene? Wenn nicht, wĂŒrde ich doch noch mal ĂŒber Termini wie „Partout, vielerei, indes, hingegen, just, parieren, gottlob, vorzĂŒglich, ertragen gewillt, Einhalt gebieten“ nachdenken. Kinder hĂ€tten da sicher VerstĂ€ndnisschwierigkeiten.

Ach ja, beim Lesen dachte ich noch, wie schade es ist, dass der Wirrwarr nicht ausfĂŒhrlich beschrieben wird. Aber das ist nur eine Kleinigkeit, die deiner Geschichte keinen Abbruch tut.

Wenn mir noch was ein- oder auffÀllt, melde ich mich wieder.

Liebe GrĂŒĂŸe
Majissa

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