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Leselupe.de > Kindergeschichten
Der Zauberer und die Piraten
Eingestellt am 31. 01. 2015 01:51


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molly
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Der Zauberer Jack und die Piraten ab 5 Jahren

Auf einem großen Meer fuhr einmal ein Segelschiff. Die Matrosen waren alle Piraten, echte SeerĂ€uber mit wuscheligen BĂ€rten und rauen Stimmen. Zwei Piraten trugen eine schwarze Klappe ĂŒber dem Auge. Jeder SeerĂ€uber besaß eine Pistole und einen Dolch in seinem GĂŒrtel. Dem PiratenkapitĂ€n gehörte dazu noch ein Fernglas. Mit dem hielt er Ausschau nach einem anderen Schiff, das sie ausrauben konnten.
Die Piraten hatten schon lange kein fremdes Schiff mehr gesehen. Die VorrĂ€te waren aufgebraucht, sie hatten nichts mehr zu essen. Es gab nur noch Wasser und den Piraten knurrte der Magen. Der KapitĂ€n suchte mit seinem Fernglas die Gegend nach einem Schiff ab. Auf einmal hob er die Hand und rief: „Land in Sicht."
Nicht weit entfernt, auf einem HĂŒgel, stand ein hoher Turm, umgeben von einer Mauer. Der KapitĂ€n befahl seinen Leuten so leise wie möglich ans Ufer zu rudern. Dort sprangen sie an Land, zogen ihren Dolch aus dem GĂŒrtel und liefen geduckt auf den Turm zu.
In diesem Turm lebte Jack Schubiak, der Zauberer. Er stand auf der Mauer und hatte die Piraten lĂ€ngst entdeckt. Laut rief er: „Keinen Schritt weiter, sonst geht es euch schlecht!“
Die Piraten lachten laut, und hoben ihren Dolch in die Höhe. Im selben Augenblick klatschte Jack in die HĂ€nde und den Piraten fiel die scharfe Waffe aus der Hand. Als sie ihren Dolch aufheben wollten, klatschte der Zauberer noch einmal und alle Dolche blieben am Boden kleben. Die Piraten stampften wĂŒtend mit den FĂŒĂŸen und der KapitĂ€n befahl: "Pistole aus dem GĂŒrtel."
Wieder klatschte Jack und statt den Pistolen hielten die Piraten auf einmal eine Banane in der Hand. Sie vergaßen den Turm zu plĂŒndern. Augenblicklich setzten sie sich auf den Boden und aßen ihre Frucht. Endlich wurde ihr grĂ¶ĂŸter Hunger gestillt.
WĂ€hrend die Piraten aßen, erkundigte sich der Zauberer nach ihren PlĂ€nen. Der KapitĂ€n meinte, sie wĂŒrden gleich den Turm stĂŒrmen, Jack einfangen und ihn mit auf ihr Schiff nehmen. Jack, der Zauberer wiegte den Kopf bedĂ€chtig hin und her und sagte dann: "Lasst mich in Ruhe und ich schenke euch drei WĂŒnsche!" Die Piraten fanden diese Idee wunderbar und der grĂ¶ĂŸte Pirat rief: "Gib uns die Pistolen wieder!" Jack schlug die HĂ€nde zusammen und sogleich krĂŒmmten sich die Piraten vor Schmerz. Die Banane, die sie gegessen und schon im Bauch hatten, wurde wieder zur Pistole und drĂŒckte und zwickte die SeerĂ€uber sehr. Der kleinste Pirat flehte Jack an, die Pistole sogleich wieder in die Banane zu verzaubern. Auch den zweiten Wunsch erfĂŒllte der Zauberer. Der KapitĂ€n raufte sich die Haare und rief: „Ihr Dummköpfe, nun haben wir nur noch einen Wunsch frei, ich wĂŒnschte, ihr wĂ€rt auf unserem Schiff geblieben!"
Die beiden Piraten fielen auf den Boden und rollten zurĂŒck zum Schiff. So schnell war der letzte Wunsch erfĂŒllt. Jetzt fiel der KapitĂ€n auf die Knie und bat: "Wir machen, was du willst, aber lass uns auf unser Schiff zurĂŒck kehren!" Der Zauberer Jack Schubiak antwortete: Wenn ihr mir versprecht, nie wieder zu meinem Turm zu kommen, lasse ich euch laufen, und außerdem mĂŒsst ihr mir noch ein Piratenlied vorsingen!" Der KapitĂ€n versprach, was der Zauberer verlangte.
Jack zauberte Brot und WĂŒrste herbei. Er sagte: Nimm das mit, dann braucht ihr niemanden auszurauben.“ Der KapitĂ€n bedankte sich und rannte laut johlend auf das Schiff zurĂŒck. Nachdem die Piraten ihr liebstes Lied gesungen hatten, fuhren sie, so schnell sie konnten, aufs offene Meer hinaus.
Jack Schubiak, der Zauberer, lachte schallend und schlug auf seiner Mauer einen Purzelbaum. Danach setzte er sich hin und zauberte einen Apfel herbei. WĂ€hrend er diesen aß, schaute Jack zufrieden aufs
weite Meer hinaus.
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©M. Rieger

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Vom RÀuber Kunibert gibt es Geschichten bei den PfeffermÀnnchen-Geschichten





Version vom 31. 01. 2015 01:51

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