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Leselupe.de > Kindergeschichten
Dragomir und Joseline
Eingestellt am 27. 08. 2005 23:28


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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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Deagomir und Joseline

„Jetzt kaue ich schon eine Ewigkeit auf diese GemĂŒsestĂŒckchen herum!" Joseline macht ein verĂ€rgertes Gesicht. „Das ist ja auch kein Wunder, bei DEN ZahnlĂŒcken! Du könntest sie lutschen, versuche es!" Dragomir wippt seine Drachenzehen, so dass sie stauben. Sie liegen beide mit ihren RĂŒcken auf dem staubigen Boden unweit des Jungbrunnens.
„Weißt du, was ich glaube?", schiebt Dragomir noch hinterher. Wir sollten beide in den Jungbrunnen springen.
Du wĂŒrdest neue ZĂ€hne bekommen und ich....." Dragomir beginnt nachzudenken. Es fĂ€llt ihm so alles Mögliche ein. Doch das sollte Joseline nicht unbedingt erfahren.
„In diese BrĂŒhe soll ich freiwillig hineinspringen? In meinem ganzen Drachenleben nicht!",ruft Dragos Freundin entrĂŒstet aus. Doch Dragomir reizt immer mehr der Gedanke an ein Abenteuer, so dass ihm schon mĂ€chtig die FĂŒĂŸe jucken. „Stell dir vor, Du kannst wieder alles beißen!", malt er ihr aus und dabei blitzen seine Augen unternehmungslustig, wie lange nicht mehr. „Was wĂŒrdest du zuerst essen wollen?, Vielleicht SĂŒĂŸigkeiten oder Rachendrachen? Wir könnten sie uns in der Apotheke stehlen. Einer passt auf und der andere klaut!" „Und du glaubst im Ernst, dass du aus dem Brunnen wieder heil heraus kommst? Argwöhnisch wird Dragomir von Joseline beĂ€ugt. Im Geiste sieht sie sich schon mit einem superfeinen Gebiss dem Brunnen entsteigen und Rachendrachen mag sie ja wirklich fĂŒr ihr Leben gern!


Am frĂŒhen Morgen schon scharwenzelt Dragomir vor der Höhle von Joselines Eltern herum.
Die Drachenmutter lĂ€uft unruhig auf und ab: „Sie fĂŒhren hoffentlich nichts im Schilde!?" sagt sie zu ihrem Mann
und kaum hat Joseline sich das lĂŒckenhfte Gebiss geputzt, hat sie es ihrer misstrauischen Mutter schon versprochen:
„Nein, nein, Ich werde heute artig sein. Nichts kaputtschlagen, niemandem etwas wegnehmen und keinen Unsinn machen!" Sobald Dragomir Joseline erblickt, raunt er ihr zu: "Ob du jetzt mitwillst oder nicht, ich werde heute in den Jungbrunnen springen!" „Aber ich kann heute nicht. Ich habe es versprochen!" Joseline versucht noch, ihn von seinem Entschluss abzubringen. Doch damit hat sie keinen Erfolg. Drago lĂ€uft schnurstracks auf den Jungbrunnen zu und mit einem Anlauf lĂ€sst er sich in das schmutzige Wasser plumpsen.
Joseline sitzt schon den dritten Tag am Brunnen und wartet auf ein Zeichen von Dragomir.
Oft schimpft sie laut vor sich hin.: „DU DUMMKOPF. Jetzt hast du den Salat!" Sie vermisst
ihren Freund sosehr und weiß nicht, mit wem sie noch spielen soll. Einige Wasserkringel lassen sie hoffen, er taucht auf, aber das war wohl nur eine MĂŒcke! Sie beginnt damit, ihren Freund zu rufen. Ihre Laute locken einige Neugierige herbei, die wissen wollen, was los ist. Gustav Grille hĂ€lt diese Ruferei fĂŒr sinnlos. „Geh doch runter und sieh nach!",schlĂ€gt er Joseline vor.

"Aber was, wenn ich auch drei Tage nicht wiederkomme? Meine Eltern werden mich vermissen und ĂŒberall nach mir suchen. Sie lieben mich doch!" Da weiß Gustav Grille auch keinen Rat. Er fragt nur: „Und was ist mit Dragomirs Eltern?" Es stimmt! Sie haben ihren Sohn bis jetzt noch nicht gesucht. „Drago ist ein freier Drache. Er kann tun und lassen was er will. Seine Familie hat es genauso getan!" sie beugt sich so tief es geht ĂŒber den Brunnenrand und der muffige Geruch, der ihr in die NĂŒstern steigt, lĂ€sst ihr fast schlecht werden. Sie will warten, sagt sie „und wenn es ein ganzes Leben ist!" schiebt sie noch hinterher. „Da kannst du unter UmstĂ€nden warten, bis du schwarz wirst!" folgert Gustav Grille, wĂ€hrend Joseline sich schĂŒttelt. „Scheiß was auf die ZĂ€hne!" spuckt sie aus. Gustav Grille versteht den Satz aber nicht und trollt sich davon.
Joseline hĂ€lt sich tĂ€glich in der NĂ€he des Brunnens auf. Diesmal schneidet sie sich die viel zu langen FußnĂ€gel. Die FußnĂ€gel fallen hier und dort in den Brunnen. Es stört sie nicht weiter. „Das muss ein Brunnen vertragen können!" meint Joseline. Sie hofft immer noch darauf, Dragomir aus dem Brunnen steigen zu sehen. Als die FußnĂ€gel so links und rechts um sie herum in das Wasser des Brunnens fallen, bemerkt sie nicht, dass sie nicht mehr allein ist. Um den Brunnenrand krabbelt ein kleiner Minidrachen. Er kann nicht Ă€lter, als ein paar Wochen sein.: „ Dragomir, bist du das?", spricht sie den Minidrachen an, doch der scheint sie nicht zu verstehen und brabbelt und krabbelt und sabbert vor sich hin. Plötzlich fĂ€ngt er mĂ€chtig an zu schreien und reißt dabei sein Maul weit auf. Sie schnappt ihn sich und nimmt ihn in die kurzen Stummelarme und sagt:„ Du Dummkopf! Siehst du jetzt, was du angerichtet hast?" Und der Kleine kuschelt sich eng an ihre schmutziggrĂŒne Haut: „Jetzt bist du zwar sauber, aber viel zu jung, um mein Freund zu sein." und sie singt ganz nah in seine kleinen Drachenöhrchen: "Dudeldudeldudeldu ich hab dich ja so lieb, dudeldudeldudeldu ach wenns doch nur so blieb! Mein Drachenbaby werd bald groß. Ich lass dich nicht allein.
und dann, ja dann lÀuft sie schnurstracks zu ihrer Mam und ruft: Schau, was ich am Brunnen gefunden habe!




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flammarion
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hm,

soweit ganz gut. nur der schluss ist nicht schlĂŒssig. springt sie hinein? kommt dragomir heraus?
fragend guckt
__________________
Old Icke

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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hallo Marion,

ob sie hineingeht oder Dragomir herauskommt, darĂŒber grĂŒbel ich noch. Es soll ja keine Frau Holle Geschichte werden!

Liebe GrĂŒĂŸe, danke fĂŒrs Lesen

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