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Leselupe.de > Kindergeschichten
Du kannst fliegen kleiner Biber
Eingestellt am 13. 05. 2014 13:54


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MIO
AutorenanwÀrter
Registriert: Feb 2014

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Genau an der Stelle, wo der Fluss eine Biegung macht, steht ein alter, knorriger Kastanienbaum. Auf dem untersten Ast des Baumes hat der Rabe sein gemĂŒtliches Nest.
"Hallo", ruft ihm sein Rabenfreund im Flug zu,"kommst du mit an den Teich, da gibt es was Ordentliches zu futtern.
"Nein, heute nicht, es ist mir viel zu heiß."
Er sitzt lieber im Schatten der grĂŒnen BlĂ€tter, schaut auf das trĂŒbe Wasser und denkt sich Geschichten aus.
Da gibt es einiges zu entdecken: WasserlĂ€ufer, Fische, die munter herumspringen und MĂŒcken, die fröhlich tanzen.Da ist das struppige Gras, das sumpfige Ufer und die Burg, in der die Bibermutter allein mit dem kleinen Biber lebt.
Gerade beobachtet er, wie der pelzige kleine Biber aus seinem Bau schwimmt und hört die Bibermutter rufen:
"In einer halben Stunde gibt es Abendessen."
"Bleib in der NĂ€he, es sieht nach Regen aus.

Er denkt zurĂŒck an seine Zeit als Jungvogel.
Ein heftiger Windstoß erfasste das windschiefe Nest seiner Rabeneltern. Er fiel in die Tiefe auf den kalten, harten Waldboden. Hilflos schlug er mit den zu kurzen FlĂŒgeln.
KlÀglich krÀchzte er um sein gerade begonnenes Leben.
"He, wer bist denn du?", hörte er eine leise Stimme.
Zwei warme, zÀrtliche HÀnden hoben ihn behutsam auf.
Er bekam ein weiches Nest und reichlich Futter in seinen stÀndig weit aufgesperrten, winzigen Schnabel.
Schnell kam er wieder zu KrÀften und verbrachte eine
unbeschwerte Zeit bei den Menschen. Sie hatten viel Spaß. Gurgelnd, glucksend plauderten sie gern mit ihm.
Sie lachten ĂŒber seine ausgefallenen KunststĂŒcke.
Er jonglierte auf dem RĂŒcken liegend mit Kiefernzapfen.
Oder schaukelte kopfĂŒber an einem Ast, wie ein Akrobat.
Dann wurde er flĂŒgge und es zog ihn in die Freiheit...

Er unterbricht seinen Gedankengang und sieht zum Himmel.
Oh, es wird gleich ein heftiges Unwetter geben.
Die Wolken haben sich zu einer dichten, schwarzen Decke zusammengezogen. Plötzlich zucken erste Blitze.
Ein gewaltiger Regenguss lÀsst den Fluss rasch ansteigen.
Allerdings, so schnell wie das Gewitter gekommen ist,
geht es vorĂŒber. Der Rabe schĂŒttelt sich die letzten Wassertropfen aus dem samtschwarzen Gefieder.
Staunend betrachtet er den leuchtenden Regenbogen,
dessen bunte Farben sich im abschwellenden Fluss spiegeln.
Da hört er die Àngstlichen Rufe der Bibermutter.
Ist der kleine Biber noch immer unterwegs?
Wo kann er nur sein? Er muss der Bibermutter helfen.
Vorsichtig fliegt er flußabwĂ€rts, von Baum zu Baum.
Schon von Weitem hört er die Hilfeschreie des Kleinen. Zitternd hĂ€ngt er an einem trockenen Ast, ĂŒber dem steinigen Flussbett.Der Rabe setzt sich zu ihm und versucht ihn zu beruhigen.
"Hab keine Angst."
"Ich hab aber Angst, ich hab keine FlĂŒgel wie du",
schluchzt der Biber. "Ich kann nicht fliegen, niemals.
Ich gehe auch nie wieder ins Wasser."
Der Rabe kennt dieses GefĂŒhl genau - Ein Biber der nicht schwimmt, ist ja wie ein Vogel der nicht fliegt.
"Weißt du was? Du kannst fliegen kleiner Biber."
"Wann?"
"Jetzt! Sofort!"
"Du lĂŒgst!"
"Nein, hör zu! Du hangelst ganz langsam den Ast entlang,
bis zur Mitte des Flusses. Dann lÀsst du los und fliegst.
Du wÀrst der erste Biber, der jemals geflogen ist."
Der Biber schaut in die Tiefe. Sein Herz klopft wie wild.
Mit letzter Kraft setzt er ein Vorderbein neben das andere.
Als er in der Mitte des Flusses angekommen ist, zÀhlt er:
"Eins, zwei, drei", kneift die Augen fest zusammen und
lĂ€sst sich in das kĂŒhle Nass fallen.
Platsch! Das Wasser spritzt bis zum Raben hinauf.
"Fliegen, ist toll!", die Augen des mutigen Bibers strahlen.
"Hast du das gesehen? War das nicht fantastisch?"
"Ja, fantastisch", sagt der Rabe und atmet erleichtert auf.
In der AbenddÀmmerung machen sich beide auf den Heimweg.
Ist das eine Freude, als die Bibermutter ihren Kleinen
wiedersieht.
Einige Tage spÀter zieht der Rabe um. Auf einen der
höheren Äste im Baum. Da ist die Aussicht viel schöner.
Jeden Abend aber fliegt er herunter und erzÀhlt seinem
neuen Freund eine Gute Nacht Geschichte.




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Ciconia
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2012

Werke: 303
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Hallo MIO,

eine nette kleine Geschichte fĂŒr Kinder, die mir gut gefĂ€llt. Noch besser wĂ€re sie, wenn Du die AbsĂ€tze etwas reduzieren wĂŒrdest. Es zerfleddert einen Text zu sehr, wenn fĂŒr fast jeden Satz eine neue Zeile begonnen wird. Nur bei SĂ€tzen, die mit wörtlicher Rede beginnen, ist das wirklich notwendig.

Einige kleine Fehler sind noch drin, wenn Du magst, kannst Du sie ja noch ausbessern:

quote:
Auf dem untersten Ast des Baumes, kein Komma hat der Rabe sein gemĂŒtliches Nest
quote:
da gibt es was ordentliches Ordentliches zu futtern
.
quote:
Da gibt es einiges zu entdecken: WasserlĂ€ufer, Fische, Komma die munter herumspringen und MĂŒcken, Komma die fröhlich tanzen. Da ist das struppige Gras, das sumpfige Ufer und die Burg, in der die Bibermutter allein mit dem kleinen Biber lebt.
Zweimal ein Satz, der mit „da“ beginnt, das sieht nicht schön aus. Ich wĂŒrde das Ă€ndern.
quote:
Gerade beobachtet er, wie der pelzige kleine Biber aus seinem Bau schwimmt, Komma und hört die Bibermutter rufen:
quote:
Er unterbricht seinen Gedankengang
Finde ich ein wenig zu gestelzt fĂŒr eine Kindergeschichte – ist aber vielleicht Ansichtssache.
quote:
Zitternd hĂ€ngt er an einem trockenen Ast, kein Komma ĂŒber dem steinigen Flussbett
quote:
Der Rabe kennt dieses GefĂŒhl genau - Ein ein Biber der nicht schwimmt, ist ja wie ein Vogel, Komma der nicht fliegt.
quote:
Du kannst fliegen, Komma kleiner Biber
quote:
Mit letzter Kraft setzt er einen Arm neben den anderen.
Haben Biber „Arme“? Ich wĂŒrde sagen: rudert er aufgeregt mit den Vorderbeinen
quote:
Als er in der Mitte des Flusses angekommen ist, Komma zÀhlt er
quote:
Jeden Abend aber, kein Komma fliegt er herunter und erzÀhlt seinem neuen Freund eine Gute-Nacht-Geschichte.

Ich hoffe, ich habe alles gefunden und Du kannst etwas damit anfangen.

Gruß Ciconia

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