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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Frankenstein
Eingestellt am 01. 10. 2017 22:54


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Gollum
Hobbydichter
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Nerv├Âs strich er sich durch seinen schwarzen Bart mit grauen Str├Ąhnen, den er f├╝r diesen Anlass getrimmt hatte. Sorgf├Ąltig untersuchte er die Konsolen mit den Monitoren, Schaltern und Lichtern, die er in einen fast geschlossenen Kreis um den l├Ąnglichen, metallischen Tisch herum gebaut hatte. Es sollten keine Reste seiner Mahlzeiten den Augenblick st├Âren. Aus Mangel an Zeit a├č er ohnehin fast ausschlie├člich Pizza, Knabberkram und S├╝├čigkeiten, was zu seinem Bauchansatz gef├╝hrt hatte.

Frankenstein gl├Ąttete sein teilweise widerspenstiges Haar, dann dr├╝ckte er den Knopf.

Das Dach des zweist├Âckigen Rundturms ├Âffnete sich und gab den Blick auf das kommende Unwetter frei. Tiefste Schw├Ąrze zog heran. Die ersten Blitze durchzuckten den Himmel. St├╝rmischer Wind kam auf und mit ihm Regen, der in dicken Tropfen auf die ausgebreiteten Planen prasselten. Das Donnern ├╝bert├Ânte das st├Ąrker werdende Trommeln des Niederschlags und der Horizont leuchtete durch die unz├Ąhligen Blitze.
Der Wissenschaftler richtete seine vor Erwartung leuchtenden blauen Augen auf die zehn Meter hohe, steil nach oben gerichtete Antenne. Sie lief spitz zu, mit einem Durchmesser von mehr als f├╝nfzig Zentimeter an der dicksten Stelle. Massive Kabel liefen von dort zu dem Tisch und einigen der Apparaturen.
Sein rundes Gesicht mit dem schmal zulaufenden Kinn zuckten beinahe synchron mit den Blitzen. Ab und an schaute er besorgt auf den K├Ârper, der ausgestreckt mit ledernen Riemen festgebunden unter der wei├čen Decke lag.

Die Monitore, die in der Dunkelheit ihr schwaches Leuchten abgaben, zeigten grade Linien und Zahlen, bei denen die Null dominierte. Er hoffte auf hektische Aktivit├Ąten, Statusberichte und Zustandsdiagramme.

├ťber Stunden der L├Ąrm des Donners, das Leuchten am Himmel, das Prasseln des Regens. Nichts, keine ├änderung. Der Abstand zwischen Blitz und Donner wurde gr├Â├čer. Die Wolken heller und das erste Auto auf der nassen Stra├če war zu h├Âren.
Als die Sonne ihre Strahlen ausbreitete, war er entt├Ąuscht. Eine kostbare Gelegenheit, vertan. Er wandte sich ab.

Vor seinen Augen erschien ein grelles Wei├č. In seinen Ohren ein schriller Pfeifton. Einen Augenblick lang hatte er das Gef├╝hl, sein Kopf w├Ąre explodiert.
Als langsam seine Sinne wiederkehrten, schaute er vom Boden auf. Alles verkohlt und zerst├Ârt. Computer, Instrumente und selbst die gewaltige Antenne waren verbogen wie ein abgebranntes Streichholz.
Sich zu erheben erwies sich als zu schwierig. Die zitternden Gliedma├čen verweigerten den Dienst. Hitze durchstr├Âmte seinen K├Ârper, vor allem das Gesicht. Als er an sich hinunterblickte, erkannte er schwarzen Brandstellen ├╝berall auf seinem ehedem wei├čen Kittel. Zu seinem Gl├╝ck nutzte er f├╝r diesen Versuch im Wesentlichen feuerfestes Material wie das Laken auf den Tisch.

Mit fortschreitender Erholung realisierte er, das der Tisch durch glei├čende elektrische Entladungen und ├ťberspr├╝ngen eingeh├╝llt war. Der festgeschnallte Korpus zitterte so heftig, dass Frankenstein jeden Augenblick dessen Zerst├Ârung bef├╝rchtete. So gut es seine schwachen Gliedma├če zulie├čen, versuchte der Wissenschaftler zwischen sich und dem Elektrogewitter Distanz zu schaffen.
Die ledernen Riemen am Tisch zerrissen ebenso wie die Decke. Mit einem Ruck setzte sich die menschliche Gestalt auf.
Als er mit klareren Sinnen die Szene erfassen konnte, lag der K├Ârper ruhig auf dem Tisch, nur die Riemen waren zerst├Ârt und die Decke lag in Fetzen. Die Entladungen lie├čen nach und mit schmerzhaftem Kribbeln bekam er die Kontrolle ├╝ber seine Beine wieder.

Die Verw├╝stungen machten ihn fassungslos. Alle Ger├Ątschaften im Umkreis von f├╝nf Meter um die Antenne waren unbrauchbar. Er selber befand sich an der Grenze und konnte sich gl├╝cklich sch├Ątzen, ├╝berlebt zu haben.
Auf einen Positivblitz war er nicht vorbereitet gewesen. Von so etwas hatte der Wissenschaftler geh├Ârt, aber noch nie einen zu Gesicht bekommen.
Der Pr├╝fling lag weiterhin ausgestreckt da und ihm wurde bewusst, dass das Experiment gescheitert war.
Zun├Ąchst glaubte er an Einbildung. Frankenstein kniff die Augen zusammen, doch es wurde immer deutlicher: Ein Zucken ging durch den K├Ârper auf dem Tisch, das den rechten Arm und schlie├člich die Hand erreichte. Ein Schaudern durchlief die gesamte Gestalt, sie setzte sich auf und rieb sich die Stirn mit der Hand.

"Hast du dir das Kennzeichen von dem Bus gemerkt?"
Frankenstein war verwirrt. "B-Bus?" Er biss sich auf die Zunge. Mehr fiel ihm nicht ein.
"Der mich vorhin gerammt hat. Mann, sind das Kopfschmerzen." Der Proband rieb sich mit beiden H├Ąnden die Stirn.
"Es lebt!", rief er, nachdem er die Fassung wiedergewonnen hatte, weit weniger spontan, als er sich das vorgestellt hatte.
"Schon gut, es lebt. Aber k├Ânntest du vielleicht deine Stimme bitte etwas senkten?" Die Kreatur hielt ihre flache Hand unter dem Niveau des Tisches.

Frankenstein kam die jahrelange harte, verzweifelte, schmutzige Arbeit in den Sinn. Zum ersten Mal schaute er das Wesen genauer an.
"Was glotzt du so?"
Er hatte den ├Ąsthetischen Aspekt vernachl├Ąssigt. Die Haut glich einem grau gelben Flickenteppich. Sie spannte ├╝ber Knochen und Sch├Ądel. Die Z├Ąhne schienen in Ordnung zu sein, aber die Lippen waren zu d├╝nn. Das wirre Haar war zu sp├Ąrlich.

Der Wissenschaftler drehte der Szene den R├╝cken zu, um einem gesicherten Computer zu erreichen, der noch arbeitete. Ein Protokoll der Ereignisse musste er erstellen. Au├čerdem wollte er den Ablaufplan des Experiments noch einmal studierten. Er konnte es sich nicht leisten, die Kontrolle zu verlieren. Unterdessen verpasste er die ersten zittrigen Gehversuche der Kreatur.

Als er zu dem Probanden zur├╝ckkehrte, stand diese einigerma├čen sicher neben dem Tisch.
Da er ein akustisches Aufzeichnungsger├Ąt dabei hatte, konnte der Versuch ordnungsgem├Ą├č weitergehen.

Frankenstein r├Ąusperte sich. "Willkommen in dieser Welt. Mein Name ist Doktor Frankenstein. Ich habe dich erschaffen." Er dachte, dass der Doktortitel zwar ├╝bertrieben - daf├╝r hatte er nie Zeit gefunden - aber angemessen war. Auf den H├Ąndedruck verzichtete er, gab dem Pr├╝fling stattdessen eine Tablette gegen dessen Kopfschmerzen und ein Glas Wasser.

Nach einiger Zeit entspannten sich die Z├╝ge des Wesens und es setzte zum Sprechen an, wobei der Wissenschaftler noch immer kaum glauben konnte, dass das m├Âglich war.
"H├Ąh? Ich soll hier zur Welt gekommen sein, in diesem Tr├╝mmerhaufen?"
"Ähm, im gewissen Sinne schon. Ich habe dich in diese Welt gebracht."
Das Wesen sch├╝ttelte den Kopf. "Ich bin doch kein Baby. Hast du schon mal was von denen geh├Ârt? Babys meine ich."
"Wie bitte?"
"Du wei├čt schon. Diese kleinen Dinger, die entweder schreien oder schlafen. Es gibt tonnenweise da drau├čen, wei├čte", er lehnte sich an den Tisch, "statt mich mit K.O.-Tropfen in dieses traurige Theaterst├╝ck zu schleppen, h├Ąttest du doch einfach eins davon machen k├Ânnen?"
"Aber ich bin Wissenschaftler."
"Oh, ich verstehe."
"Nein, nein, lass' es mich erkl├Ąren."
"Ich bin nackt. Wolltest du mich etwa..."
"Was? Nein. Ich bitte dich, h├Âr mir zu jetzt zu."
"Bleibt mir wohl erstmal nichts anderes ├╝brig." Vorsichtig versuchte es ein Bein zu bewegen.

"Bitte stelle dir einen Fluss vor und in der Mitte einen Wasserfloh." Es war bislang nicht so gut gelaufen, wie Frankenstein sich das erhoffte hatte, aber mit dem Wasserfloh w├╝rde er das richtige Fahrwasser erreichen, davon war er ├╝berzeugt. "Der Fluss ist so breit, dass der Floh die Ufer nicht sehen kann. Jetzt gibt es einen gro├čen Felsen im Fluss, den der Floh ebenfalls nicht in seiner Gr├Â├če erfassen kann. Was wird er wohl denken?"
"Keine Ahnung, ich glaub' ja nicht, dass Fl├Âhe denken. Hatte ich schon erw├Ąhnt, dass ich nackt bin?"
Als der Wissenschaftler einen Kittel besorgt hatte und sich die Kreatur beschwert hatte, dass es keine ordentliche Kleidung war, musste er sich erst wieder konzentrieren.
"Also zur├╝ck zur Metapher, denn es ist eine. Das Wasser steht f├╝r das Leben, der Fels f├╝r den Tod und der Floh f├╝r uns." Ein Seitenblick verriet ihm, dass die Kreatur mit ihrem Kittel besch├Ąftigt war. "Das bedeutet: Das Leben endet nicht mit dem Tod, es geht nur au├čerhalb unsere Wahrnehmung weiter, in einer anderen Dimension, wenn du so willst. Um das zu beweisen bist du hier."
In dem Moment hatte er die Aufmerksamkeit des Wesens.
"Wie bitte? Ich soll aus einer anderen Dimension sein? Das kann doch nicht wahr sein!"
"Nun, die Gravitation ist - verglichen mit anderen Naturkr├Ąften - zu schwach, sie flie├čt in andere Dimension ab. Die Wissenschaft ist sich da einig. W├Ąhrend ein Blitz viel zu stark ist, als dass er durch Reibung einiger Eiskristalle entstehen k├Ânnte. Somit flie├čt Energie aus anderen Dimension zur├╝ck. Und ich habe diese beiden Naturkr├Ąfte vereint, um dich zu erschaffen." Dass er dabei im Wesentlichen im Nebel gestochert hatte, musste der Proband nicht wissen.
Er konnte sehen, wie es in der Kreatur arbeitete.
"An was kannst du dich vor heute erinnern?"
"Nichts."
"Was hei├čt das?"
"Ich sehe nur graue Flecken. Sonst nichts. Es k├Ânnte an deinem Gefasel was dran sein! Aber: Was bedeutet das?"
"Nun, du kannst Reden und Laufen. Das sind Dinge, die man erlernt. Es k├Ânnte aber sein, dass sich dein jetziger K├Ârper daran erinnert. Ich sehe da drei M├Âglichkeiten. Erstens: Du l├╝gst." Der Wissenschaftler lie├č einen kurzen, strengen Blick folgen. "Zweitens: Die Dimension, aus der du kommst, ist unvorstellbar f├╝r den menschlichen Geist. Oder drittens: Der menschliche Geist ist nicht in der Lage ├╝ber die eigene Dimension hinaus zudenken."
"Was, wenn ich wirklich aus einer anderen Dimension komme? Bin ich dann..." das Wesen ├╝berlegte, "... gestorben? Ermordet? Von dir? In der anderen Dimension?"
"Oh, ├Ąh"
"Ich muss hier raus."
Die Kreatur stapfte auf die Ausgangst├╝r zu, aber der Wissenschaftler stellte sich in den Weg.
Mit einer Hand schob das Wesen Frankenstein beiseite. Mit der zweiten wirbelte es ihn wie ein Spielzeug durch die Luft. Durch Zuhilfenahme der gesamten Seite war es nicht in der Lage Frankenstein zu bewegen.
"Hehe, ich habe in letzter Zeit wohl mein Training vernachl├Ąssigt." Meinte das Wesen schlie├člich.
"Ich h├Ątte dich ja gerne gro├č und stark gemacht, aber ich w├╝sste nicht wie."
"Willst du mich hier etwa einsperren? F├╝r immer?" Abgek├Ąmpft mit h├Ąngenden Schultern stand es vor ihm.
"Nein, nein," log der Wissenschaftler, "ich muss nur noch einige Tests machen. Ich meine, du willst doch nicht unvorbereitet in die Welt da drau├čen?" Er sah dem Wesen direkt ins Gesicht, auch wenn es schwer fiel. "Sag mir einfach, was du willst und ich besorg' es dir."
Das Wesen erkannte, dass es keine Wahl hatte. Es ├╝berlegte und sprach aus, was es mehr als alles andere auf der Welt wollte: "Eine Frau."
"├ähm? ├äh, tja." Der Wissenschaftler kratzte sich am Hinterkopf. "H├Ârst du das da drau├čen?"
Einige laute, aufgebrachte Stimmen waren unterhalb des Turms zu h├Âren.
Als sich die Kreatur auf den Weg zum Fenster machte, konnte Frankenstein einige Probleme erkennen: Links schleifte das Bein leicht hinterher und der Mundwinkel hing an derselben Seite zu weit herunter, au├čerdem konnte es den rechten Arm nicht richtig bewegen. Dennoch gelangte es zu einem der zerborstenen Fenster und strecken den Kopf hinaus.
"Hilfe!", rief es, "ich werden gegen meine Willen festgehalten. Autsch!"
Schnell zog es den Kopf zur├╝ck. "Verdammt, wieso werfen die mit Steinen nach mir? Was soll das? Wo kommen die blo├č her?"
"Tja nun, es k├Ânnte sein, dass ich was auf Facebook getwittert habe. Ich meine, von einem Wunder, wie ich es geschaffen habe, sollte jeder wissen!"
Das Gesch├Âpf rieb sich mit Daumen und Zeigefinger die geschlossenen Augen. "Ich hab' eine Idee", rief es und steckte abermals den Kopf aus dem Fenster. "Hier dr├╝ben ist der Typ, der das verbrochen hat, bringt ihn um, nicht mich!" Mit einer schnellen Reaktion konnte es dem Bolzen ausweichen.
"Die ..., die haben Fackeln ... ich glaube, die wollen den ganzen Affenstall abfackeln!"
Der Wissenschaftler war von den neuesten Entwicklungen weniger ├╝berrascht denn entt├Ąuscht. Ganz unvorbereitet traf es ihn nicht.
"Durch den Hinterausgang!", rief er.

Als sie den Turm verlie├čen, blieb der Vorgang nicht lange geheim. Bald tauchten Leute mit Brand- und Schlagwerkzeugen auf. Frankenstein bot sich an, vern├╝nftig mit ihnen zu reden. Das Wesen hielt das f├╝r eine gute Idee. W├Ąhrend sich der Wissenschaftler mit beschwichtigen Gesten auf die Masse zu bewegte, schlug die Kreatur die Gegenrichtung ein mit der h├Âchsten Geschwindigkeit, zu der sie momentan in der Lage war.

Das Loch im Zaun half zu entkommen. Dahinter erstreckte sich eine abwechslungsreiche Landschaft mit Wiesen, Feldern und Waldst├╝cken. Es konnte den L├Ąrm der Masse hinter sich lassen und einige Zeit danach ersch├Âpft auf einem Baumstumpf auszuruhen.
Zwar begann die Natur gr├╝n zu werden, aber die noch vorhandene K├Ąlte f├╝hrten die Kreatur zu einem abgelegenen Haus. Es konnte durch ein ge├Âffnetes, von au├čen nicht einsehbares Fenster in das Erdgeschoss einsteigen.

Im Schlafzimmer entledigte die Kreatur sich des ungeliebten Kittels. Die Untersuchung des Sperrholzschrankes nach Kleidungsst├╝cken ergab eine unzureichende Auswahl. Das Wesen mutma├čte, das die Besitzerin die junge blonde Frau war, die mit weit ge├Âffneten Augen und Mund im T├╝rrahmen stand.
Es wurde sich bewusst, dass seine Anwesenheit auf unangenehme Weise fehlinterpretiert werden konnte.
Den Einwand, es h├Ątte keinerlei gewaltt├Ątige Absichten, nahm sie nicht zur Kenntnis. Sie lief rot an und begann zu kreischen.
Die Gedankeng├Ąnge der dicklichen Frau konnte es weder nachvollziehen noch darauf R├╝cksicht nehmen. Die Kleidungssuche ging vor.
Das Klirren der Eingangst├╝r und die folgenden schnelle schweren Schritte, die trotzt des Geschreis zu h├Âren waren, lie├čen die unangenehme Situation hektisch werden.

Auf dem Flur trafen sich die Kreatur und der ├Ąltere, grobschl├Ąchtige Mann mit Wetterjacke und Stiefeln. Beide erschraken und rannten in entgegengesetzten Richtungen.
Kurz nachdem das Schreien der jungen Frau geendet hatte, h├Ârte die Kreatur ein Poltern. Es mutma├čte, dass sie doch Luft zum Atem ben├Âtigte.
Darum konnte es sich nicht k├╝mmern.
Beim Betreten des n├Ąchsten Raumes glaubte das Wesen zun├Ąchst, eine Bombe w├Ąre dort explodiert. Doch die Dinge waren nicht zerst├Ârt, sondern lagen wild durcheinander. Nach kurzer Orientierung fand es, was es brauchte. Eine hellgraue ausgebeulte Baumwollhose und dunkelgrauen Jacke mit Kapuze neben der Unterw├Ąsche und sogar eine Sonnenbrille.
Es h├Ârte das Stampfen des Mannes. Dies war um so unangenehmer, weil sich das Fenster nicht ├Âffnen lassen wollte. Es war ein altes horizontales Drehfenster.
Schlie├člich schaffte es die Kreatur nach drau├čen, wo es ├╝berdies ein Stiefelpaar fand.
Nach ungef├Ąhr f├╝nfzig Metern h├Ârte es einen lauten Knall und sp├╝rte etwas scharf am Gesicht vorbeizischen. Dann war das Haus au├čer Sichtweite.

Um sicher zu gehen, rannte das Wesen noch tiefer in den Wald hinein, wobei es von Ästen getroffen und seine Haut von Dornen verletzt wurde.
Neben einem umgefallenen Baum, wo sich Laub und Moos angesammelt hat, lie├č es sich nieder. Der Kreatur wurde klar, dass es zum zweiten Mal aus einem Haus der Menschen vertrieben wurde.

Wird fortgesetzt?

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Hallo Gollum, herzlich Willkommen in der Leselupe!

Sch├Ân, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Wir sind gespannt auf Deine weiteren Werke und freuen uns auf einen konstruktiven Austausch mit Dir.

Um Dir den Einstieg zu erleichtern, haben wir im 'Forum Lupanum' (unsere Plauderecke) einen Beitrag eingestellt, der sich in besonderem Ma├če an neue Mitglieder richtet. Hier klicken

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Gollum
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Danke,

es wird wohl ein Dreiteiler, was aber noch nicht geschrieben ist.

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