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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Geschichte einer Blume
Eingestellt am 08. 01. 2018 09:50


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ElisabethH
Hobbydichter
Registriert: Jan 2018

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Mein Name ist RosaÔÇŽÔÇŽ..

ÔÇŽ.. und ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, als ich erwachte.

Ein Traum schien in die Ferne zu entschwinden, ein Traum von Sonne und Himmel und Bl├╝tenduft. Jetzt fand ich mich wieder in Dunkelheit, K├╝hle und Feuchtigkeit, in einer festen H├╝lle, die mich sch├╝tzend umgab. Ich f├╝hlte mich umarmt, geborgen, am Ziel meiner W├╝nsche? Die Feuchtigkeit lie├č meine H├╝lle weich werden, machte mich gr├Â├čer, voller, runder und schon bald wurde die ÔÇ×UmarmungÔÇť eng, fast erdr├╝ckend. Da stieg die Sehnsucht in mir auf nach dem Traum, ein Hoffen, ihn noch einmal zu tr├Ąumen, ihn vielleicht sogar zu leben?! Also streckte ich mich und durchbrach die H├╝lle, wuchs erst in die eine, dann in die andere Richtung, immer weiter durch die kr├╝melige, dunkle Erde. Der eine F├╝hler gab mir Halt, gab mir Wasser und Nahrung, damit der andere dem Licht und der W├Ąrme entgegen wachsen konnte.

Wie wird es sein, nicht mehr in der Dunkelheit und in der Ruhe gesch├╝tzt zu sein? Ich lie├č mir Zeit, genoss noch einmal das Gef├╝hl von Gelassenheit und F├╝rSichSein. Eines Tages sp├╝rte ich eine lockende W├Ąrme von oben. Ich streckte mich ein letztes Mal, durchbrach die Erde und ├Âffnete meine ersten Bl├Ątter. Sonnenlicht durchflutete mich und schenkte mir Energie und Lebenslust. Um mich herum summte, schwirrte, zwitscherte und raschelte es. Ein Windhauch strich sanft ├╝ber mich und aus meinem ersten Spross bildeten sich immer neue Triebe, mal auf der einen, mal auf der anderen Seite. Bl├Ątter wuchsen und der Wind spielte mit ihnen. Kleine Tiere huschten an mir vorbei, streckten ihre Nasen in meine Richtung. Auf der Suche nach Fressbarem? So war ich dankbar, dass ich einige spitze Dornen gebildet hatte, abschreckend und wehrhaft zugleich. Noch kleinere Wesen krabbelten ├╝ber meine ├äste und Bl├Ątter, bohrten L├Âcher und zapften meinen Lebenssaft ab. Doch wurden sie wiederum von anderen Krabbeltieren gefressen oder von V├Âgeln abgezupft. V├Âgel waren es auch, die sich im regelm├Ą├čigen Rhythmus von Tag und Nacht auf mir niederlie├čen. Mit ihren Liedern dankten sie mir f├╝r ihre Mahlzeiten und erfreuten mich.

Immer wieder wurde es k├╝hler, manchmal richtig kalt. Regen fiel auf mich nieder, hart und schwer, Windb├Âen zerrten an meinen Bl├Ąttern. Wenn die Sonne schien, brachte sie meine Lebensfreude zur├╝ck. Als der Regen seltener kam, wuchs die Kraft der Sonne und ihre W├Ąrme strahlte aus in die kurzen N├Ąchte. Nun fehlte nur noch mein eigener Bl├╝tenduft zur Erf├╝llung des Traumes, der mein Erwachen begleitet hatteÔÇŽ Doch der Sommer verging und ich f├╝hlte, ich war noch nicht reif f├╝r das Bl├╝hen, seinen Duft und das Hervorbringen von neuem Samen. So wurden die Tage k├╝rzer, k├╝hler, feuchter, der Wind wehte h├Ąufiger und heftiger. M├╝digkeit breitete sich in mir aus und die Lebensenergie zog sich in mein Innerstes zur├╝ck. Meine Bl├Ątter wurden erst gelb und dann trocken. Alles Leben wich aus dem Blattwerk und ich lie├č es fallen. Ich sah zu, wie der Wind mit meinem Sommergewand spielte, bevor der Regen es nass und schwer am Boden hielt. Mein erster Sommer war vor├╝ber. Dankbar, dass er mich stark und wehrhaft hatte wachsen lassen, erwartete ich die winterliche Ruhe und versank tief in Entspannung und Traum.

Ohne zu wissen, wie viel Zeit vergangen war, sp├╝rte ich eines Tages ein Kribbeln wie von kleinen Beinchen. Es war die Sonne, die mich weckte! Die Sonne, die meine Energie erneut zum Flie├čen brachte. Rasch bildete ich Bl├Ątter und neue Triebe, immer dem Licht entgegen. Wieder wechselten kalte und warme, trockene und feuchte, ruhige und windige Tage einander ab. Eines Tages durchstr├Âmte mich ein ganz neues Gef├╝hl. Ich ordnete meine Kr├Ąfte und es war so weit: Die erste Knospe meines Lebens war gewachsen und ├Âffnete sich! F├╝nf rote Bl├╝tenbl├Ątter wendeten sich der Sonne zu und verstr├Âmten den zarten Duft, von dem ich so lange getr├Ąumt hatte. Den ganzen Sommer ├╝ber lockte dieser Duft Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten an. Sie alle labten sich an meinem Nektar und sorgten daf├╝r, dass ich Fr├╝chte bilden konnte. Im Herbst hingen sie prall und rot an meinen ├ästen und leuchteten noch lange, nachdem ich wieder alle Bl├Ątter abgeworfen und mich zur Ruhe zur├╝ckgezogen hatte. Ob es wohl genug Futter war f├╝r all die V├Âgel, die den kalten Winter ├╝berstehen mussten?

Seit dieser Zeit sind viele Jahre gekommen und gegangen. Ich bin zu einem stattlichen Busch gewachsen. Viele meiner Samen wurden von V├Âgeln und anderen Tieren fortgetragen und konnten hoffentlich keimen, wurzeln und wachsen. Einmal brach einer meiner ├äste in einem Sturm ab und ich war sehr traurig. Doch es war wie ein Wunder: Mein Ast lag am Boden und bildete erst Wurzeln, dann Bl├Ątter und Triebe. Nun steht er neben mir als eigenes Wesen und wir bl├╝hen im Sommer gemeinsam. Wir freuen uns auch gemeinsam an der Bewunderung der Zweibeiner. Wenn sie sich ├╝ber unsere Bl├╝ten beugen und mit geschlossenen Augen den Duft einatmen, sp├╝re ich immer wieder neu: dieser Duft ist das gr├Â├čte Geschenk, das mir gegeben wurde.




__________________
H.E.H.Z.

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Ralph Ronneberger
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JonesD
Hobbydichter
Registriert: Jan 2018

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Eine nette, wenn auch nicht innovative Idee.
Einige Stellen sind sprachlich etwas wackelig, wie etwa die vielen Fragezeichen, die keine sein m├╝ssten. Das Vokabular k├Ânnte vielf├Ąltiger sein, damit die Faszination, die der Text f├╝r die Blume vorgibt, auch beim Leser ankommt. Auch fehlen mir ein paar Stationen in der Entwicklung, denn pl├Âtzlich ist von ├ästen die Rede, w├Ąhrend ich noch eine kleine Blume im Sinn hatte. Warum schert sich die Blume ├╝berhaupt um die Dinge um sie herum und wie sieht sie diese? Davon ist auch noch etwas wenig in der Erz├Ąhlung. F├╝r eine Erz├Ąhlung k├Ânnte der Spannungsbogen etwas geladener sein.

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