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Leselupe.de > Fantasy und Märchen
Gute Nacht Geschichte "Die Traumtänzerin" von Andy Hagel
Eingestellt am 07. 02. 2018 23:59


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texthagel
Hobbydichter
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Die Traumtänzerin - Ein Wintermärchen -

"Gute Nacht, mein Schatz, und träum was Schönes!", sprach die Mama, löschte das Licht und schloss die Tür. "Gute Nacht, Mama!", flüsterte Anna. Allerdings war sie viel zu aufgeregt, um zu schlafen. Morgen hatte sie ihren großen Auftritt in der Ballettschule. Nervös drehte sie sich von einer Seite auf die andere, bis ihr schließlich doch die Äuglein zufielen.

Anna fand sich mitten auf einer Theaterbühne wieder, gekleidet wie eine kleine Ballerina und umgeben von vielen winzigen Lichtern und leiser Musik. Langsam fing sie an, sich zu drehen. Sie hüpfte von einer Fußspitze auf die andere und ihr Ballerinakleid wirbelte über die Bühne.

Auf einmal spürte Anna einen sanften Windhauch, der sie umschlang und Anna anhob, um sie davonzutragen. Der Boden unter ihren Ballettschuhen entfernte sich immer weiter und der Mond kam immer näher.

Vorsichtig trug der Wind Anna von der Bühne bis hin zu einer schneebedeckten Wiese. Dort setzte er Anna ab. Mitten im Schnee begann sie zu springen und sich mit den Sternen zu drehen. Immer höher und schneller, bis Anna unsanft auf die Knie fiel. Sie blickte auf und sah mitten in ein Gesicht. Dunkle Augen, eine Mohrrübe als Nase und Kohlestücke als Mund. Auf dem Kopf ein großer, schwarzer Zylinder. "Ich bin der Schneemann!" Anna wunderte sich. "Sollen wir tanzen?", fragte der Schneemann und reichte Anna seine Hand. Sie griff zu und der Schneemann zog Anna zu sich. Sie merkte nicht, wie kalt der Winter war. Gemeinsam drehten sie sich zu den leisen Tönen, die vom Himmel kamen. Mit der Musik kam auch der Wind, um Anna erneut davonzutragen.

Sanft trug er Anna über Wiesen und Felder, Bäume und Bäche. Er setzte sie inmitten vieler Eisfiguren ab, die sich um sich selbst drehten. "Wo bin ich?" Verunsichert blickte Anna zu Boden. Nun wusste sie, wo sie war. Durch das Eis unter ihren Ballettschuhen blickte Anna bis auf den Grund des Sees, an dem die Fische schliefen. Die Eisfiguren verbeugten sich vor ihr. Vorsichtig drehte sich Anna, um dann freudig von einer Fußspitze auf die andere zu hüpfen. Als die Eisfiguren dies sahen, begannen sie, im Kreis um Anna zu tanzen und zu applaudieren. Anna strahlte über das ganze Gesicht!

Wieder ergriff sie der Wind. Von oben sah alles so klein aus! Die Dächer der Häuser, die Straße und die Autos sowie die kleinen Ponys, die aus ihrem Stall schauten. Es war, als tanzte Anna mit dem Wind. Wohin würde er sie tragen? Noch während Anna sich das fragte, setzte er sie wieder sanft zurück in den Schnee. Sie stand mitten auf der Spitze eines großen Berges. Anna sah die Bühne. Die weiße, schneebedeckte Wiese mit dem Schneemann und den gefrorenen See, auf dem die Eisfiguren tanzten.

Auch hier oben war die Musik noch zu hören. Plötzlich spürte Anna eine Schneeflocke auf ihrer Nase, doch ohne dass es ihr kalt wurde, begann Anna sich auf der Bergkuppe zu drehen! Auf einer Fußspitze drehte Anna sich immer schneller, bis sie abhob. Wie von allein stieg Anna auf in den Himmel. Bis zum Mond wollte sie fliegen. Mitten zwischen den Sternen, die ihr zublinzelten, drehte Anna ihre Pirouetten.

Der Mond blickte sie freundlich an und fragte: "Bist Du nicht müde, kleine Anna?" Anna sank auf die Knie und langsam schwebte sie, noch während sie einschlief, zurück zur Erde und zurück in ihr Bett.

"Gute Nacht, mein Schatz!", sprach der Mond und schloss ebenfalls die Augen.

Aus dem eBook 7 Gute Nacht Geschichten von Andy Hagel
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flammarion
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