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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Minus ein Zwölftel
Eingestellt am 04. 11. 2016 09:12


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Bernd
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Srinivasa Ramanujan
berechnete
die Summe aller natürlichen Zahlen

Eins
    plus Zwei
        plus Drei
            plus Vier
                plus Fünf
                    und immer so weiter
                        bis Unendlich
ergibt

Zeta von minus Eins ist
    Minus ein Zwölftel.


Also schrieb Ramanuian.

... und suchte
weiter
die Nullstellen
der Zeta-Funktion.

Denn in der Zeta-Funktion
trommeln die Primzahlen.

Zwei
    Drei
        Fünf
            Sieben
                Elf
                    Dreizehn
                        und immer so weiter
                            bis Unendlich.


Die Millionen-Dollar-Frage:

Liegen alle
nichttrivialen
Nullstellen auf ein Halb?



Der Publikumsjoker hat geirrt.






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Mondnein
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Die Musikalität der Strophen und Steigerungen

Eine deutliche Gliederung: Strophen, bei denen zwei schlichte langgestufte Treppen eine besondere Art der Steigerung ausführen: zuerst einfach die natürlichen Zahlen ins Unendliche, zusammengezählt mit dem surreal anmutenden Ziel
"Zeta minus eins ist
Minus ein Zwölftel.",
dann die Reihe der Primzahlen, wo dem Ramanujanschen Minus-Zwölftel die Nullstellen auf der Ein-Halb-Linie der Riemannschen Zetafunktion entsprechen. Ich erlebe ein völliges logisches Versagen, Du, Bernd wahrscheinlich eher die unendliche Aufgabenstellung der Riemannschen Vermutung, die damit verbunden ist - wie auch immer, einen - wie heißt das? - Sprung in die Existenz, die "Krise".

Das Tolle ist dann die wunderbar vieldeutige Metapher vom "Publikumsjoker":
1. Das Publikum selbst als Joker, denn es begreift kaum etwas,
2. der aus "Wer wird Millionär", wo auf so hochgetriebene Fragen keine richtigen Antworten aus dem Publikum kommen können,
3. ein Joker für das Publikum, der es reizt oder verstört. Und was da noch an metaphorischen Möglichkeiten auftauchen kann.
Ich fühle mich als irrlaufendes Publikum (also 1.), Joker-Clou, wie ein offener Jazz-Schlußakkord am Ende der zweiten langen Klimax.
Das macht eine lustig-heftige Pointe von großem ästhetischen Reiz.


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sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Bernd
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Jedenfalls ist es bei "Wer wird Millionär" wesentlich einfacher, Millionär zu werden, als die Million-Dollar-Aufgabe der Millenium-Probleme zu lösen. Und dort hat ja auch noch keiner die Million ausgeschlagen, wie Perelman, der bewies, dass das All keine Henkel hat. (Eigentlich bewies er den vierdimensionalen Fall des Poincare-Problems).

Zurück zu Zeta:
1+2+3+4+5+ ... = -1/12 ist eine sehr vereinfachte Darstellung und wird von vielen Mathematikern als falsch betrachtet, weil es aus dem Konvergenzbereich der Zeta-Reihe verschwindet. Es divergiert ja.
Es entsteht für Zeta (-1).
Korrekt wäre Zeta (-1)= - 1/12
Aber das ist viel unverständlicher als "Die Summe der natürlichen Zahlen ist Minus zwölf".
Jedoch ist der Ton beim Publikum, das sich in Foren damit beschäftigt, noch rauher als mancher in der Leselupe.

Ähnlich komplex wie bei der Summe der natürlichen Zahlen ist es bei anderen Reihen, Beispiel:.
1-1+1-1+1-1+1-1+1+...=1/2

(Wenn ich es betrachte, ist es die Zeta-Lösung des Lügner-Paradoxons. Falls das eine Entdeckung ist ...)
Wenn er die Wahrheit sagt, lügt er, wenn er lügt, sagt er die Wahrheit ...
Es wäre eine Halbwahrheit, und das ist durchaus intuitiv.
---


Ramanujan war Autodidakt, aber ein genialer. Er machte zwar viele Fehler, fand aber sehr viel heraus, rein intuitiv, gefühlsmäßig.
Eine Göttin hatte ihm die Lösung gesagt.

Ramanujam starb leider sehr jung. Er war Vegetarier, eine fast unlösbare Aufgabe, als er schließlich nach London kam, um dort mit den berühmtesten Zahlentheoretikern seiner Zeit zusammenzuarbeiten.
Er vertrug das Klima nicht, starb aber nach der Rückkehr nach Indien.

---
Das Zeta-Problem ist noch offen. Liegen alle nichttrivialen Nullstellen auf der komplexen Geraden 1/2 ?
Wer es beweisen kann, erhält die Million. Aber einfach ist das nicht.
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Bernd
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Sie ist ja nur zufällig mit dem Mittelwert identisch, die alternierende Reihe.
Die Konvergenz entsteht erst in der komplexen Ebene.
Die Summe aller natürlichen Quartalszahlen ist Null, es ist eine der trivialen Nullstellen.
Lyrik wird es durch die Verknüpfung der Biografie und der fiktiven Quiz-Aufgabe.

Interessant ist vielleicht, dass ich es schon in der EOS (Gymnasium) und im Elektronik-Studium hatte. Ich hatte es fast völlig vergessen.
In der Physik ist es tägliche Praxis in der Stringtheorie.

Für mich sind die Resultate 1/12, 1/2, und 0 viel interessanter als unendlich. Faszinierend ist, dass Eulers Ergebnisse mit den völlig anders auf Riemannsche Weise erzielten übereinstimmen.
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Bernd
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