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Leselupe.de > Kurzprosa
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Eingestellt am 06. 12. 2017 19:41


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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

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Aus tintiger Schwärze schält sich scharfe Kontur.
Der Raum tief, dimensions√ľbergreifend. Dort, am √úbergang zum starren Rahmen, baut sich Spannung auf, ins Unendliche, das Nichtsein repr√§sentierend, jederzeit so m√∂glich wie unm√∂glich. Das Spiel der Gegens√§tze, die sich selbst bedingen.
Mit der Zeit, die nicht verstreicht, sich √ľberlappt, hebt sich die Raumzeit. Level um Level jagt sich das Elektronenvolt in nie erreichte H√∂hen.
Die tintige Schwärze verliert ihre Unbestimmtheit. Vage war, der Zustand ist und die Kontur löst sich heraus.
Ein Licht erstrahlt. Eine neue Welt entstanden.
__________________
Der ErnstFall Michael Schmidt

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Etma
???
Registriert: Jan 2016

Werke: 34
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Im ganzen sehe ich diese Kurzprosa als ein erfolgreiches Werk - ich meine die Genialität dahinter erkennen zu können, eine fabelhafte Kreation, prächtige Idee, wundervolle Einsichten! herrliche Kraft und Liebe und Energie!
Mit der Umsetzung sehe ich noch einige Schwierigkeiten ... ich finde den Text etwas umständlich formuliert und anstrengend.
Hier ist wieso:

quote:
Aus tintiger Schwärze schält sich scharfe Kontur.
sehr schön!

quote:
das Nichtsein repräsentierend
inwiefern repräsentiert Spannung die sich aufbaut das Nichtsein?

quote:
dimensions√ľbergreifend [...] jederzeit so m√∂glich wie unm√∂glich. Das Spiel der Gegens√§tze, die sich selbst bedingen.
Transzendentes andeutend ...

quote:
Dort, am √úbergang zum starren Rahmen
welcher starre Rahmen?

quote:
Mit der Zeit, die nicht verstreicht, sich √ľberlappt, hebt sich die Raumzeit. Level um Level jagt sich das Elektronenvolt in nie erreichte H√∂hen.

was passiert denn da?

quote:
Die tintige Schwärze verliert ihre Unbestimmtheit.
war die tintige Schwärze bislang unbestimmt?

quote:
Vage war, der Zustand ist und die Kontur löst sich heraus.
Bist du sicher, dass du diesen Satz so formulieren wolltest?
Vage war der Zustand? Der Zustand ist ... was? Welche Kontur löst sich aus was raus?

quote:
Ein Licht erstrahlt. Eine neue Welt entstanden.
sehr schön!

Ich hoffe nicht zu viel hinterfragt zu haben, es handelt sich hier schlie√ülich um Kurzprosa, aber vielleicht genau deshalb muss ... ach was wei√ü ich schon ... kurz und knackig muss das Ding sein, ich musste aber sehr oft dr√ľber lesen um das ganze zu verstehen und weiterhin bin ich noch nicht ganz befriedigt ... wie auch immer .. ich hoffe hier konstruktive Analyse und Anreiz zu Vorschl√§gen geliefert zu haben.

Wie wär's hiermit:
Aus tintiger Schwärze schält sich scharfe Kontur.
...
Ein Licht erstrahlt. Eine neue Welt entstanden.

Mir fällt nichts ein ... zumal ich wohl keine konkrete Vorstellung davon habe was hier beschrieben wurde.

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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

Werke: 47
Kommentare: 1984
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Die tintige Schwärze soll das Unbestimmte, das Undefinierte darstellen. Mit der Kontur schält sich dann das Bestimmte, das Definierte hervor. Davon handelt der Text, von dem Gegensatz zum "noch nicht geborenen" bzw. "noch nicht erschaffenen" und der "Geburt" bzw. der "Definition".
Scheinbar habe ich das aber nicht klar zum Ausdruck gebracht. Ich denke in Ruhe dr√ľber nach, damit ich das alles in allem klarer, ohne wirklich klar zu schreiben, aufzeige.


__________________
Der ErnstFall Michael Schmidt

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Ord
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Feb 2017

Werke: 3
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Hallo Michael,
Dein Text spricht mich an.
Spontan stellte ich mir ein schwarzes Loch mit einem Jet vor.

quote:
Level um Level jagt sich das Elektronenvolt in nie erreichte Höhen.

Hier habe ich das Bild eines Hohlraumresonators in einem Teilchenbeschleuniger vor Augen.
Dieser Eindruck verstärkt sich durch:
‚Äěam √úbergang zum starren Rahmen‚Äú
‚Äěbaut sich Spannung auf‚Äú.
Begriffe wie ‚ÄěAnziehungskraft/Beschleunigung/Lichtgeschwindigkeit‚Äú w√ľrden meiner Meinung nach gut dazu passen.

Du beschreibst ist die Erschaffung ‚Äěeiner neuen Welt‚Äú, ein spannendes Thema.
Mir fehlt hier eine etwas genauere Darstellung, wie diese Welt aussieht, welche Rolle sie spielt.

Viel Gr√ľ√üe
Ord

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