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Leselupe.de > Ungereimtes
Niemand
Eingestellt am 02. 02. 2010 18:47


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Estrella fugaz
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N I E M A N D

Niemand
kann mich f├╝hlen

Niemand
kann mich denken

Niemand
kann mich leben

Niemand
kann f├╝hlen denken leben
wie ich

Verst├Ąndnis
in Erwartung -
wo ist JEMAND?




(Dank an die, die mir halfen, diese Zeilen zu verbessern!)
11.02.2010




__________________
Ich schlie├če meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)

Version vom 02. 02. 2010 18:47
Version vom 07. 02. 2010 10:02
Version vom 07. 02. 2010 17:45
Version vom 08. 02. 2010 20:07
Version vom 10. 02. 2010 18:40

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Ralf Langer
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hallo estrella,
interessante frage dies am schluss deines textes.
vielleicht waere ein gedicht darueber angebracht.
nicht boese sein. aber

"Niemand
kann meine Gef├╝hle f├╝hlen

Niemand
kann meine Gedanken denken

Niemand
kann mein Leben leben"

das ist kein gedicht. Es hat ein bischen was von odysseus
" Wer ist da-Niemand"

aber leider loest du es nicht in diese richtung auf.

interessant waere vielleicht auch eine aufloesung
des "niemand" hinsichtlich des englischen "nobody"
also "kein koerper".

hm,...

lg
ralf

__________________
RL

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Ralf Langer
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hallo estrella,
bedenke immer das die kommentare
zu deinen texten, persoenliche einschaetzungen
von deinen lesern wiederspiegeln.

ich schreibe in diesem sinne nur was mir persoenlich auffaellt.

wie gesagt:
ich faende es spannend, wenn du diesem niemand
eine aufloesung gibst. etwas unerwartetes, vielleicht
im sinne von.
"wer ist niemand?
oder
kann ich niemand sein"

in etwa

lg
ralf
__________________
RL

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Estrella fugaz
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Hallo Ralf,

es ist ja auch wundervoll, dass du dich mit meinen Zeilen auseinander setzt. Ich wei├č es wohl zu w├╝rdigen!!! Du hast n├Ąmlich dadurch interessante Gedanken bei mir ausgel├Âst. Spannend! Ich schreibe ja aus dem Bauch heraus, sp├╝re es und bringe dieses Gef├╝hle zu Papier. Bevor du nachfragtest, f├╝hlte ich eigentlich nur etwas Trauer beim Schreiben und dieses Alleingelassensein. Jetzt, wo ich es dir erkl├Ąren m├Âchte, sieht es jedoch ganz anders aus. Ich versuche mal, meine Gedanken einfach nieder zu schreiben:

Der Titel und die extra drei eindringlichen Wiederholungen im Text: NIEMAND sollen die f├╝r mich ersch├╝tternde Erkenntnis aufzeigen, dass nicht mal meine Mutter mich 100%-ig verstehen kann, nachempfinden kann was ich f├╝hle, obwohl sie mich in ihrem Leib trug, weil sie eben SIE ist und ich ICH bin. Jeder Mensch (nat├╝rlich auch Tier, etc.) ist einmalig, das ist ganz wunderbar. Daf├╝r ist aber auch jeder f├╝r sich allein, kann nur hoffen, dass er von anderen wenigstens halbwegs verstanden wird. Das geht nat├╝rlich nur mit sich ├ľffnen den anderen gegen├╝ber. Es ist aber nicht allen gegeben, seine Gef├╝hle raus zu lassen. Sie m├╝ssen dieses ÔÇ×sich nicht verstanden werdenÔÇť f├╝hlen - ohnm├Ąchtig, ausgeliefert....ÔÇť. Ich bin so dankbar, dass ich es aufschreiben kann in Gedichten (die ja nun meistens nicht der Norm entsprechen :-)) und damit rauslassen. Jetzt wei├č ich, dass ich beim Schreiben wohl dachte, jeder wird meinen Text verstehen, weil er doch genau so betroffen ist wie ich, wie wir alle.

Ralf, interessant, was du da bei mir ans Tageslicht gebracht hast. Es ist diese Einsamkeit, die praktisch jeden Menschen ins Alleinsein wirft. NIEMAND ist jeder Einzelne von uns. Weil jeder Einzelne das gleiche Schicksal hat (also jetzt nur auf das vorher Geschriebene bezogen).

Ich m├Âchte diese Erkenntnisse auch nicht als Gedicht in irgend eine Form pressen. Wenn ich da jetzt auf Versma├č und alle vorgegebenen Dinge achten soll, sind meine Gef├╝hle danach wahrscheinlich abgestorben. Sorry, dass es etwas l├Ąnger geworden ist und eventuell auch nicht ganz verst├Ąndlich. Jedenfalls wei├č ich jetzt, was ich meine :-), und das finde ich einfach toll! Ralf, ganz herzlichen Dank noch einmal an dich...

Lieber Gru├č,
Estrella

__________________
Ich schlie├če meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)

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Ralf Langer
Routinierter Autor
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hallo nochmal,
dann hast du mich doch inspiriert
schau mal:

Niemand

VierJahrzehnte
blickte ich taeglich
in den Spiegel
Habe mich kommen
und gehen sehen
Manchmal waren da Arme
die mich von hinten beruehrten
und Traenen rannen spaeter
das Glas hinunter
Der Spiegel wurde blind
jetzt endlich sehe ich
niemanden
nicht mehr
nicht weniger
__________________
RL

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Perry
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Hallo Estrella,

den Drang ins sich zu sp├╝ren, seine Gef├╝hle aufzuschreiben ist erst der Beginn lyrischer Arbeit. Der zweite Schritt w├Ąre dies so zu tun, dass du damit einen Leser ensprechen kannst, ihm Ankn├╝pfungspunkte f├╝r ├Ąhnliches oder eigenes F├╝hlen gibst. Hilfreich ist dabei den Text in Bilder oder Vergleiche zu packen, ihm eine reale aber auch ├╝bertragene Ebene zu geben. Die Kunst kommt als letztes ins Spiel, wenn es gilt die Worte so zu w├Ąhlen und zu setzen, dass der Text als eigenst├Ąndiges Konstrukt sowohl Auge und Seele anspricht.

In deinem Text, stehen im Moment nur Behautungen und zum Schluss eine sich darauf aufbauende Frage. Als Leser habe ich ein Problem, deine Behauptungen nachzuvollziehen, denn f├╝r jeden gibt es jemand, der ihn versteht. Vielleicht nicht ganz, aber zumindest soviel, dass eine Art Beziehung entsteht (Familie, Freundschaft, Liebe etc.)
So ist f├╝r mich auch die Schlussfrage nicht ganz schl├╝ssig.
Als Leser m├Âchte ich dem lyrischen Ich raten. Versuche in anderen den Freund zu entdecken, dann werden auch sie dich als Freund erkennen.

Nun zur Textarbeit selbst. Ich w├╝rde die Behautungen erst einmal durch Bilder auflockern und die vorhanden lyrischen Komponeten "Gef├╝hle f├╝hlen, Gedanken denken und Leben leben" etwas origineller formulieren.
Ich hoffe, ich konnte dir etwas Anreiz geben, die Flinte nicht ins Korn zu werfen, sondern es weiter zu versuchen.

LG
Perry

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